Borchert und die letzte Hoffnung ist ein Fernsehfilm aus der Kriminalfilmreihe Der Zürich-Krimi aus dem Jahr 2018. Er wurde im Auftrag von ARD Degeto für das Fernsehprogramm Das Erste produziert. Die dritte Folge der Filmreihe wurde am 8. Februar 2018 erstgesendet.
Handlung Während eines nächtlichen Einsatzes kämpfen zwei Notärzte in einem durch Zürich rasenden Rettungswagen vergeblich um das Leben einer jungen Frau. Als die Patientin Sophie Schütz während der Fahrt verstirbt, informiert der Rettungswagenfahrer, ohne dass die Notärzte es mitbekommen, jemanden telefonisch über ihren Tod, nachdem er das Fenster zum hinteren Teil des Wagens geschlossen hat. Am nächsten Morgen wird Borchert, der neben seinem Haus in einem Wohnwagen übernachtet hat, von Mitarbeitern eines Umzugsunternehmens geweckt. Er weist diese an, seine Möbel in den Umzugswagen zu laden. Einige von Borcherts Sachen werden zur Kanzlei von Dominique Kuster gebracht, wo die Anwaltsgehilfin Regula Gabrielli den Mitarbeitern des Umzugsunternehmens Anweisungen zur Positionierung der Möbelstücke gibt – unter anderem Borcherts Chaiselongue, auf der er sich niederlässt, nachdem auch er in Kusters Kanzlei eingetroffen ist. In einem luxuriösen Bungalow wird währenddessen der schwer an Multipler Sklerose erkrankte Architekt Anton Schneider von heftigen Krämpfen geschüttelt. Seine Frau Louise umsorgt ihn liebevoll, kann aber nicht viel für ihn tun. Nachdem sich die Eheleute voneinander verabschiedet haben, verabreicht sie Anton Schneider eine selbst zubereitete Lösung und er verstirbt. Kurz darauf trifft Viola Schneider, eine Bankerin aus Bern, beim Haus ihrer Eltern ein und nimmt die Nachricht vom Tod ihres Vaters nicht gut auf. Sie ruft Dr. Markus Hoffer an, den Arzt ihres Vaters, und macht ihm schwere Vorwürfe. Ihrer Ansicht nach hätte der Klinikarzt dafür sorgen müssen, dass Anton Schneider stationär aufgenommen wird. Der Neurologe beteuert, dass seiner Erkenntnis nach der Zustand ihres Vaters nicht so besorgniserregend gewesen wäre und wundert sich, dass er nicht vom Ehepaar Schneider kontaktiert wurde. Viola Schneider deutet an, dass sie einen Behandlungsfehler Hoffers vermutet und droht dem Arzt mit rechtlichen Konsequenzen.
Viola und Louise Schneider suchen Dominique Kuster auf, übergeben ihr einen USB-Stick mit Anton Schneiders Krankenakte, und bitten sie, eine Klage gegen Markus Hoffer einzureichen, dessen Therapie, die im Wesentlichen auf der Verabreichung von Cortison basierte, sie als fehlerhaft und ungenügend ansehen. Borchert, der dabei steht und von Dominique Kuster als Kollege vorgestellt wurde, hat den Eindruck, dass Kuster mit der Übernahme des Mandats zögert. Als er sie in einem Nebenraum zur Rede stellt, gibt sie ihr Zögern zu – der Grund ist, dass ihr Vater, Reto Zanger, der Verteidiger von Markus Hoffer ist. Borchert ermuntert Dominique Kuster, den Fall trotzdem zu übernehmen. Daraufhin fordert sie ihn auf, die Schneiders selbst zu vertreten, erwähnt aber sofort, dass Borchert sich noch nicht in das Anwaltsregister eingetragen habe. Borchert weist anschließend darauf hin, dass er vor Kurzem zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt wurde. Dann nimmt er den USB-Stick mit Anton Schneiders Krankenakte an sich und verlässt die Kanzlei. Später am Tag trifft Dominique Kuster sich mit ihrem Vater. Auch Reto Zanger ermuntert sie, den Fall zu übernehmen, weist sie aber auch darauf hin, dass für Anton Schneiders Arzt nur eine Verurteilung zu erwarten ist, wenn ihm ein Behandlungsfehler eindeutig nachgewiesen wird. Borchert sucht währenddessen Dr. Marlene Vogt, eine befreundete Ärztin, auf und bittet sie, sich die Krankenakte von Anton Schneider anzusehen. Sie weist Borchert darauf hin, dass es wichtig wäre, sich über eine mögliche erhebliche körperliche Veränderung Schneiders zu informieren, um einen Ansatzpunkt für einen Hinweis auf eine Fehlbehandlung zu erhalten. Daraufhin sucht Borchert das Wohnhaus der Schneiders auf, wo er Viola und Louise Schneider antrifft. Währenddessen durchsucht der Rettungswagenfahrer die Wohnung der verstorbenen Sophie Schütz und entwendet dort einige Medikamente. Dann informiert er seinen Auftraggeber telefonisch darüber, dass alle Spuren beseitigt seien, es keine Angehörigen gibt und die Wohnung in den nächsten Tagen aufgelöst wird.
Borchert erfährt von Louise Schneider, dass ihr Mann den gemeinsamen Bungalow entworfen habe. Dennoch beabsichtigt sie, dort wohnen zu bleiben. Als Borchert vorschlägt, den Körper zur Absicherung der Klage zu obduzieren, lehnt Louise Schneider diese Maßnahme jedoch ab. Daher bittet Borchert etwas später am Tag Polizeihauptmann Marco Furrer, sich mit ihm die Leiche anzusehen, was dieser seinerseits mit Hinweis auf den normalen Dienstweg ablehnt. Daraufhin sucht Borchert alleine das Bestattungsinstitut auf, in dem Anton Schneider aufbewahrt wird. Unter dem Vorwand, sich über die eigene Bestattung informieren zu wollen, verschafft Borchert sich Zugang zu der Leiche und fotografiert einige verdächtige Flecken, die sich an Anton Schneiders Körper zeigen. Am Abend spricht Markus Hoffer mit dem Klinikleiter Professor Robert Maibach, unter dem er seit zehn Jahren arbeitet. Er bittet ihn um ein Gutachten im Hinblick auf die Behandlung Anton Schneiders. Robert Maibach willigt ein und weist Markus Hoffer darauf hin, dass er Aussicht auf die Chefarztstelle der neurologischen Klinik habe. Währenddessen trifft Borchert sich bei seinem Wohnwagen mit Marlene Vogt und zeigt ihr die Fotos. Der Internistin sagen die Flecken an Anton Schneiders Körper nichts, sie sagt aber zu, sich die Fotos zu Hause am Bildschirm anzusehen. Der Rettungswagenfahrer sucht unterdessen die Pathologie auf und eignet sich dort unter einem Vorwand die Leiche von Sophie Schütz an. Am nächsten Morgen treffen sich Markus Hoffer, Dominique Kuster und Borchert in der Kanzlei von Reto Zanger, um über das eventuell anstehende Verfahren zu sprechen. Als Borchert die Fotos präsentiert, streitet Markus Hoffer ab, davon Kenntnis zu haben und weist darauf hin, dass er Anton Schneider zuletzt vor sechs Wochen gesehen habe, da der Patient einen Folgetermin mit Hinweis auf sein verbessertes Wohlbefinden abgelehnt habe. Im Bungalow der Familie Schneider besprechen Viola und Louise Schneider die anstehende Trauerfeier. Als Mutter und Tochter telefonisch über die anstehende Obduktion unterrichtet werden, verlässt Louise erschüttert den Bungalow und sucht eine Kirche auf, wo sie sich Fotos ihres Mannes anschaut und mit einem Priester ins Gespräch kommt. Später am Tag treffen sich alle Beteiligten in der Pathologie, wo sie vom Ergebnis der Obduktion der Leiche Anton Schneiders unterrichtet werden. Der Pathologe schließt einen Behandlungsfehler Markus Hoffers als Ursache für Anton Schneiders Ableben aus. Die seltsamen Flecken wären auf eine Vergiftung zurückzuführen, so der Mediziner, die zu erheblichen Organschädigungen geführt hätten, für die aber weder Umweltgifte noch Schwermetalle ursächlich seien. Die eigentliche Todesursache war aber eine tödliche Dosis Pentobarbital. Daraus schließt der Pathologe, dass Anton Schneider Selbstmord begangen habe. Die aufgebrachte Viola Schneider wirft daraufhin Markus Hoffer vor, ihrem Vater das Schlafmittel verabreicht zu haben, um seine angebliche Fehlbehandlung zu vertuschen und verlässt wütend die Pathologie. Später am Tag konfrontiert sie auch Louise mit Vorwürfen. Zwischen Mutter und Tochter entwickelt sich ein Streitgespräch, bis Viola Schneider schließlich verärgert den elterlichen Bungalow verlässt. Im selben Augenblick trifft zufällig Borchert dort ein. Louise Schneider übergibt dem Anwalt ein Notizbuch, das ihr Mann als Schmerztagebuch verwendet und in dem er ausführlich den Verlauf seiner Multiple Sklerose-Erkrankung festgehalten hat. Kurze Zeit später trifft auch Polizeihauptmann Marco Furrer ein und verhaftet Louise Schneider wegen Verdachts auf Tötung ihres Mannes durch Vergiftung. In derselben Nacht stopft der Rettungswagenfahrer die Leiche von Sophie Schütz in ein Fass zur Entsorgung medizinischer Abfälle und sorgt dafür, dass der Körper in einen Lastwagen der Firma Medicas verladen wird.