Oskar Hugelmann (* 29. August 1891 in Graz, Österreich-Ungarn; † 13. Juni 1967 in Wien) war ein österreichischer Schauspieler bei Bühne und Film und ein Theaterregisseur.

Leben und Wirken Hugelmann begann nach seiner Schulzeit in Klagenfurt seine Ausbildung, die er 1913 in Berlin abschloss. Verpflichtungen führten ihn dann u. a. nach Karlsruhe. Parallel zu seinem Wechsel an die Wiener Renaissancebühne 1920 trat er auch erstmals vor die Kamera. Dennoch blieb Hugelmann bis kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs dem Film weitgehend fern und konzentrierte sich ganz auf seine Bühnentätigkeit.

1922 wirkte Oskar Hugelmann am Theater an der Wien, zwei Jahre darauf ging er erneut an die Renaissancebühne. 1925 kehrte er in seine Heimatstadt Graz zurück, wo man ihn auch erstmals als Bühnenregisseur einsetzte. 1932 bis 1936 war Hugelmann als Schauspieler wie auch als Spielleiter am Stadttheater von St. Gallen aktiv, er trat dort zum 1. Mai 1936 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.722.539).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/17340844 Später gehörte er dem Münchner Volkstheater an, wo er nicht nur als Schauspieler, sondern zuletzt auch als Oberspielleiter eingesetzt wurde. Von 1941 bis 1943 wirkte Hugelmann am Landestheater in Innsbruck, in der letzten Spielzeit des Dritten Reichs, 1943/44, wurde er als Schauspieler und Regisseur ans Wiener Bürgertheater geholt. Hugelmann verfasste auch mindestens drei humoristische Bühnenstücke zwischen 1938 und 1943.

Nach Kriegsende ist Oskar Hugelmann kaum mehr mit einem festen Engagement nachweisbar, Einzelstückverträge führten ihn beispielsweise 1955 an das Wiener Volkstheater. Stattdessen trat er nunmehr häufig und regelmäßig vor Filmkameras, wobei seine Rollengröße nur selten über das Chargenformat hinausgingen. Nach einer Fernseharbeit Anfang der 1960er Jahre ist er auch hier nicht mehr nachzuweisen. Unmittelbar vor seinem Tod erhielt Oskar Hugelmann bis 1967 noch einmal ein Festengagement an der Bühne, das ihn diesmal an die Volksoper Wien führte.

Filmografie 1920: Wie Satan starb 1922: Samson und Delila 1939: Der arme Millionär 1947: Das unsterbliche Antlitz 1948: Arlberg-Express 1948: An klingenden Ufern 1948: Rendezvous im Salzkammergut 1948: Das Siegel Gottes 1949: Märchen vom Glück 1949: Weißes Gold 1949: Dr. Rosin 1951: Die Minderjährigen (Asphalt) 1951: Der Fünfminutenvater 1953: Drei, von denen man spricht (Glück muß man haben) 1953: Perle von Tokay 1956: Bademeister Spargel 1957: Das Schloß in Tirol 1960: Ich heiße Robert Guiscard (Fernsehfilm)

Literatur Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon, Biographisches und bibliographisches Handbuch, erster Band, Klagenfurt und Wien 1953, S. 859

Einzelnachweise

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