Wilhelm Heinz König, auch als Wilhelm König geführt, (* 3. August 1906 in Essen, Deutsches Reich; † 13. August 1978 in West-Berlin) war ein deutscher Schauspieler bei Bühne und Film.
Leben und Wirken Der gebürtige Essener begann seine Bühnenlaufbahn in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre als Willy Heinz König an den Städtischen Bühnen seiner Heimatstadt. In Berlin zu Beginn der 1930er Jahre angekommen, erhielt König kaum ein Festengagement (wie etwa 1941 am Komödienhaus), sondern musste sich zumeist mit Verpflichtungen an Tourneebühnen zufriedengeben.
Stattdessen war Wilhelm König eine häufig besetzte Charge im Film, wo man ihn mit den verschiedenartigsten Parts, oftmals mit militärischem Hintergrund, bedachte. Er verkörperte einen Schauspieler in … nur ein Komödiant, einen Studenten in Fridericus, einen Musiker in Tango Notturno, einen Grenadier in Urlaub auf Ehrenwort, einen Feldwebel in dem Propagandafilm Wunschkonzert, einen Funker in Über alles in der Welt und einen Maler in Wenn der junge Wein blüht. In Werner Hochbaums Soldatenfilm Drei Unteroffiziere spielte König einen der drei Titelfiguren. 1943 war Königs Filmkarriere beendet, und er wurde eingezogen.
Nach dem Krieg trat Wilhelm König nicht mehr wieder vor die Kamera und fand zunächst lediglich Beschäftigung an winzigen, obskuren Theaterspielstätten wie dem Veranstaltungsring für West-Berlin. Im Laufe der 1950er Jahre holte ihn Boleslaw Barlog an das Schillertheater, dem Wilhelm Heinz König bis zuletzt die Treue hielt.
Filmografie 1934: Die Reiter von Deutsch-Ostafrika 1935: Lockspitzel Asew 1935: Ein Teufelskerl (Leutnant Bobby, der Teufelskerl) 1935: Ein idealer Gatte 1935: … nur ein Komödiant 1936: Die unmögliche Frau 1936: Port Arthur 1936: Fridericus 1937: Die Korallenprinzessin 1937: Tango Notturno 1937: Urlaub auf Ehrenwort 1938: Rätsel um Beate 1938: Schatten über St. Pauli 1938: Frauen für Golden Hill 1938: War es der im 3. Stock ? 1939: Drei Unteroffiziere 1939: Wasser für Canitoga 1939: Salonwagen E 417 1939: Zwielicht 1940: Die 3 Codonas 1940: Wunschkonzert 1940: Blutsbrüderschaft 1940: Über alles in der Welt 1941: Jungens 1941: Anschlag auf Baku 1942: Das große Spiel 1942: 5000 Mark Belohnung 1942: Wenn der junge Wein blüht 1943: Das schwarze Schaf
Hörspiele 1952: Gerhart Hauptmann: Die Weber – Regie: Ulrich Lauterbach 1953: Stefan Barcava: Die Gefangenen – Bearbeitung und Regie: Rudolf Noelte 1954: Walter Jens: Abendschatten – Regie: Peter Thomas 1954: Wolfgang Monecke: Mose, der Ägypter – Regie: Peter Thomas 1954: Andreas Fuchs: Die blaue Tasche – Regie: Peter Thomas 1954: Lutz Neuhaus, Walter Jensen: Nach Jahr und Tag – Regie: Peter Thomas 1955: Karl-Heinz Gies: Die Karriere des Gotthold Kimm – Regie: Peter Thomas 1962: Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise – Regie: Boleslaw Barlog
Literatur Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon, Zweiter Band, Bad Münder 1961, S. 867
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