mini|hochkant=2.1| Der 1500-Meter-Lauf der Frauen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2010 wurde am 30. Juli und 1. August 2010 im Olympiastadion Estadi Olímpic Lluís Companys der spanischen Stadt Barcelona ausgetragen.

In diesem Wettbewerb errangen die spanischen Mittelstreckenläuferinnen mit Gold und Bronze zwei Medaillen. Europameisterin wurde Nuria Fernández. Sie gewann vor der Französin Hind Dehiba Chahyd. Bronze ging an Natalia Rodríguez.

Bestehende Rekorde Weltrekord 3:50,46 min Peking, Volksrepublik China 11. September 1993, sport-record.de (englisch), abgerufen am 19. Februar 2023 Europarekord 3:52,47 min Tatjana Kasankina Zürich, Schweiz 13. August 1980Athletics - Progression of outdoor European records, 1500 m - Women, sport-record.de (englisch), abgerufen am 19. Februar 2023 Meisterschaftsrekord 3:56,91 min Tatjana Tomaschowa EM Göteborg, Schweden 13. August 2006 Der bestehende EM-Rekord wurde bei diesen Europameisterschaften nicht erreicht. Die schnellste Zeit erzielte die spanische Europameisterin Nuria Fernández im Finale mit 4:00,20 min, womit sie 3,29 s über dem Rekord blieb. Zum Europarekord fehlten ihr 7,73 s, zum Weltrekord 9,74 s.

Doping Wie auch auf der kürzeren Mittelstrecke waren im 1500-Meter-Lauf Dopingfälle zu beklagen, hier waren es vier: Die Türkin Aslı Çakır Alptekin, zunächst Fünfte, ist eine Mehrfachtäterin in Sachen Doping. Schon 2004 wurde sie positiv auf Methenolon getestet. Nun wurde Alptekin erneut suspendiert und 2015 rückwirkend für acht Jahre gesperrt, ein Strafmaß, das die IAAF für Wiederholungstäterinnen vorschreibt.Asli Cakir Alptekin – das Comeback einer schweren Betrügerin runaustria.at 9. Februar 2017, abgerufen am 19. Februar 2023 Die Russin Anna Alminowa, ursprüngliche Sechste, wurde positiv auf die verbotene Substanz Pseudoephedrin getestet. Ihr Resultat der Europameisterschaften von 2010 wurde später annulliert.Mariya Savinova verliert drei Goldmedaillen, runaustria.at, 13. Februar 2017, abgerufen am 19. Februar 2023 Der Belarussin Natallja Karejwa, im Vorlauf ausgeschieden, wurden Abweichungen im Biologischen Pass für den 28. Juli 2010 nachgewiesen, die ihren Dopingbetrug belegten. Ihr Resultat bei diesen Europameisterschaften wurde annulliert und sie erhielt eine Sperre vom 22. August 2014 bis 21. August 2016.World Athletics approves the applications of 18 Russians to compete internationally as neutral athletes, worldathletics.org 8. Juli 2022 (englisch), abgerufen am 19. Februar 2023 Der Russin Natalja Jewdokimowa, im Vorlauf ausgeschieden, wurde per Bluttest Dopingmissbrauch nachgewiesen. Ihre Resultate vom 17. August 2009 bis 29. Mai 2012 wurden gestrichen und sie wurde beginnend am 14. April 2016 für vier Jahre gesperrt.CAS suspends Russia’s two-time Universiade speed walking champion tass.com/sport 7. August 2017, abgerufen am 19. Februar 2023 Leidtragende waren vor allem zwei Läuferinnen, denen die eigentlich zugestandene Finalteilnahme verwehrt blieb: Renata Pliś, Polen – qualifiziert als Vierte des zweiten Vorlaufs Ingvill Måkestad Bovim, Norwegen – qualifiziert über ihre Zeit im zweiten Vorlauf

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: DNF Wettkampf nicht beendet (did not finish) DOP wegen Dopingvergehens disqualifiziert

Vorrunde Die Vorrunde wurde in zwei Läufen durchgeführt. Die ersten vier Athletinnen pro Lauf – hellblau unterlegt – sowie die darüber hinaus vier zeitschnellsten Läuferinnen – hellgrün unterlegt – qualifizierten sich direkt für das Finale.

Vorlauf 1

30. Juli 2010, 20:00 Uhr Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung 1 Fanjanteino Félix 4:04,75 2 Natalia Rodríguez 4:04,95 3 Oxana Sbroschek 4:05,18 4 Hanna Mischtschenko 4:05,59 5 Stephanie Twell 4:05,63 6 Sylwia Ejdys 4:05,76 7 Hannah England 4:06,02 8 Binnaz Uslu 4:12,04 Sultan Hayda DOP Anna Alminowa 4:05,14 für das Finale zugelassen DOP Natallja Karejwa 4:06,89

Vorlauf 2 mini|hochkant=1.9|Szene aus dem zweiten Vorlauf 30. Juli 2010, 20:25 Uhr Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung 1 Lisa Dobriskey 4:06,00 2 Nuria Fernández 4:06,03 3 Hind Dehiba Chahyd 4:06,17 4 Renata Pliś 4:07,20 eigentlich für das Finale qualifiziert 5 Ingvill Måkestad Bovim 4:07,49 eigentlich für das Finale qualifiziert 6 Charlotte Schönbeck 4:08,42 7 Lindsey De Grande 4:10,24 8 Susan Kuijken 4:11,03 9 Marina Munćan 4:19,32 Liliana Bărbulescu DOP Aslı Çakır Alptekin 4:05,53 für das Finale zugelassen DOP Natalja Jewdokimowa 4:08,08

Finale mini|hochkant=1.8|Zwei glückliche Medaillengewinnerinnen: Siegerin Nuria Fernández (links) und Natalia Rodríguez (Bronze) 1. August 2010, 21:15 Uhr Platz Name Nation Zeit (min) 1 Nuria Fernández 4:00,20 2 Hind Dehiba Chahyd 4:01,17 3 Natalia Rodríguez 4:01,30 4 Lisa Dobriskey 4:01,54 5 Stephanie Twell 4:02,70 6 Fanjanteino Félix 4:04,16 7 Oxana Sbroschek 4:04,91 8 Hannah England 4:05,07 9 Hanna Mischtschenko 4:05,22 10 Sylwia Ejdys 4:24,82 DOP Aslı Çakır Alptekin 4:02,17 Anna Alminowa 4:02,24

Weblinks Barcelona European Championships, european-athletics.org, abgerufen am 19. Februar 2023 Europameisterschaften in Barcelona (27. Juli bis 1. August), 1500 METER FRAUEN, leichtathletik.de, abgerufen am 19. Februar 2023 Women 1500m Athletics European Championship 2010 Barcelona (ESP), todor66.com, abgerufen am 19. Februar 2023 European Championships - Statistics Handbook Athletics, 21st European Athletics Championships. Barcelona ESP 27 JUL–01 AUG 2010, Estadio Olímpico, Women 1500m, S. 678, englisch (PDF, 30.741 KB), downloads.european-athletics.com, abgerufen am 19. Februar 2023 Track and Field Statistics, European Championships 2010, trackfield.brinkster.net (englisch), abgerufen am 19. Februar 2023

Videolink Women's 1500m Final | Barcelona 2010 youtube.com, abgerufen am 19. Februar 2023

Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Wettbewerb der Leichtathletik-Europameisterschaften 2010