Uiffingen ist ein Stadtteil von Boxberg im Main-Tauber-Kreis im fränkisch und badisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs.Uiffingen – Altgemeinde ~ Teilort. LEO-BW.de; abgerufen am 28. Dezember 2019.
Geographie mini|Gemarkung von Uiffingen, 1896, daneben die Waldgemarkung Ahorn
Uiffingen liegt im quellreichen oberen Tal der Umpfer,Zahlen & Daten boxberg.de; am 2. Januar 2026. am Zusammenfluss zweier Quellflüsse der Umpfer. Westlich grenzt der Ort an einen großen zusammenhängenden Ahornwald, in dem außer der Umpfer noch die Kirnau und die Erf entspringen. Zur Gemarkung der ehemaligen Gemeinde Uiffingen gehören das Dorf Uiffingen (), der Weiler Gräffingen (Hof) () und die Wohnplätze Aussiedlerhof Eubigheimerweg (), Aussiedlerhof Götzenbrunnen (), Hagenmühle (), Mittelmühle () und Obermühle () sowie die abgegangenen Ortschaften Hachtel, Niederweiler und Rieden.Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 294–302
Geschichte
Mittelalter Der Ort wurde im Jahre 1245 erstmals als Uffingen erwähnt. Die Bezeichnung stammt wohl von einem Personennamen. Der Ort gehörte wohl zunächst der Herrschaft Boxberg und gelangte 1357 in den Besitz der Herren von Rosenberg. Später ging die Herrschaft an die Schüpf (vergleiche Oberschüpf) über. Fortan teilte der Ort deren Geschichte.
Neuzeit 1565 gehörte Uiffingen wie die Schüpf zur Zehnt Königshofen. Ab 1803 gehörte der Ort zum Fürstentum Leiningen, bevor er 1806 badisch wurde. Die Amtszugehörigkeit ist identisch mit der von Boxberg.
Am 1. Januar 1973 wurde Uiffingen gemeinsam mit Angeltürn, Bobstadt, Epplingen, Lengenrieden, Schwabhausen und Windischbuch in die Stadt Boxberg eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Die Bevölkerung von Uiffingen entwickelte sich wie folgt: Jahr Gesamt 1961 507Volks-, Berufs- und Arbeitsstättenzählungen in Westdeutschland vom 6. Juni 1961 (Gemeindeverzeichnis) 1970 516Volks-, Berufs- und Arbeitsstättenzählungen in Westdeutschland vom 27. Mai 1970 (Gemeindeverzeichnis) 2014 385
Religion Etwa zwei Drittel bis drei Viertel der Einwohner sind evangelisch. Bis 2001 hatte die Gemeinde einen eigenen Pfarrer vor Ort. Seit 2002 wird die evangelische Gemeinde von Boxberg mitversorgt.Evangelische Kirchengemeinde Uiffingen. Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg; abgerufen am 29. Dezember 2019.
Politik Die Blasonierung des Uiffinger Wappens lautet: Im von Rot über Gold geteilten Schild oben ein silberner Widder.
Der obere Teil des Wappens soll an die Herren von Dottenheim erinnern, der untere an die Herren von Boxberg.Hans Georg Zier und Julius Friedrich Kastner: Wappenbuch des Landkreises Tauberbischofsheim. Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Heft 14., S. 195 f. Stuttgart 1967
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kulturdenkmale Unbewegliche Bau- und Kunstdenkmale des Ortes sind in der vom Regierungspräsidium Stuttgart herausgegebene Liste der Bau- und Kunstdenkmale aufgeführt. Eine Auskunft ist auf Anfrage bei der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Boxberg erhältlich.
St. Burkhard Die katholische Kirche St. Burkhard in Uiffingen wurde im Jahre 1803 errichtet. Es handelt sich um einen schlichten klassizistischen Saalbau mit Dachreiter und Schmuckportal.Kirche (Uiffinger Straße). LEO-BW.de; abgerufen am 28. Dezember 2019.
Evangelische Kirche Die evangelische Kirche in Uiffingen wurde im Jahre 1819 errichtet. Es handelt sich um einen klassizistischen Bau der Weinbrennerschule mit Eingangsloggia und eingestellten Säulen.Kirche (Uiffinger Straße 17, Boxberg). LEO-BW.de; abgerufen am 19. Juni 2018. Sehenswert ist eine Steinmeyer-Orgel aus dem Jahre 1910. Ein aus dem Jahre 1612 von Konrad Schott stammendes Orgelgehäuse wurde dabei weitgehend renoviert und imitiert.Kirchengeschichte Uiffingen. Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg; abgerufen am 29. Dezember 2019.Informationen zur Orgel der Evangelischen Kirche auf Organ index; abgerufen am 27. Januar 2024.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr Uiffingen ist aus Südosten und aus Westen jeweils über die K 2837 zu erreichen, die im Ortsbereich als Uiffinger Straße bezeichnet wird. In nordöstlicher Richtung ist der Ort über die K 2838 zu erreichen. In südwestlicher Richtung führt ein Verbindungsweg bis zur K 2839.
Der im Jahre 1920 eröffnete Haltepunkt Uiffingen an der Bahnstrecke Stuttgart–Würzburg wird nicht mehr bedient.Uwe Büttner: 150 Jahre Frankenbahn. Mainpost, 28. Oktober 2016; abgerufen am 2. Juli 2018.
Der Radweg zwischen Uiffingen und Eubigheim wurde im Jahre 2020 saniert.
Wohnen und Bauen Ein Neubaugebiet entstand im Norden (1960).
Persönlichkeiten
Weblinks
Uiffingen. leo.bw.de Uiffingen. Website der Stadt Boxberg, boxberg.de
Einzelnachweise
Kategorie:Stadtteil von Boxberg (Baden) Kategorie:Ort im Main-Tauber-Kreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Main-Tauber-Kreis) Kategorie:Gemeindeauflösung 1973