Die österreichische Eishockeynationalmannschaft der Männer (auch „Team Österreich“ oder „Team Austria“ genannt) wird nach der Weltmeisterschaft 2024 in der IIHF-Weltrangliste auf Platz 13 geführt.

Geschichte

Der österreichische Eishockeyverband wurde im Jänner 1912 gegründet und hat sogleich die Aufnahme in den Welteishockey-Verband IIHF beantragt. Diese erfolgte am 18. März desselben Jahres. Da im dazwischenliegenden Februar Österreich an der nur drei Teilnehmer umfassenden Europameisterschaft als Nicht-Mitglied teilnahm, wurde diese im Nachhinein annulliert.

Aufgrund des Ersten Weltkriegs wurden die nächsten internationalen Spiele erst in den 1920er Jahren ausgetragen. In der Zwischenzeit wurde in Österreich der Wechsel vom bis dahin gespielten Bandy zum kanadischen Eishockey vollzogen. Es folgten erfolgreiche Jahre, in denen man 1927 in der Heimat und 1931 Europameister wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte das Team Österreich vorerst seine Erfolge fort, was in der WM 1947 mit einer Bronzemedaille gipfelte. Danach stürzte die Mannschaft in ein Tief und somit aus der A-Gruppe der Nationalmannschaften.

Erst bei der B-WM 1992 gelang den Österreichern der Wiederaufstieg in die Klasse der A-Nationen. Seit der Heim-WM 2005 folgte jährlich ein Abstieg aus und Aufstieg in die höchste Klasse. Bei der WM 2016 wurde der Aufstieg nicht erreicht. Dafür erfolgte der Aufstieg bei der WM 2017 und bei der WM 2018 schaffte Österreich den Klassenerhalt. Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2019 stieg das Nationalteam als Letztplatzierte der Top-Division in die Division 1A ab.

Erfolge mini|Kader der Nationalmannschaft, Prag 1931 Europameister: 1927, 1931 Vize-Europameister: 1925, 1932, 1933 Bronze bei Weltmeisterschaften: 1931, 1947 Teilnahme an 13 olympischen Eishockeyturnieren,thefanblog, Österreichs Geschichte bei Olympischen Spielen die beste Platzierung war der 6. Platz 1928

Trainergeschichte Zeit Trainer 1928 Edgar Dietrichstein 1930 Blake Watson 1931–1938 Hans Weinberger 1956 Udo Holfeld 1964 Zdeněk Ujčík 1968 Jiří Hanzl 1973–1977 Juri Baulin 1978–1980 Walter Znenahlik 1980–1986 Rudolf Killias 1986–1991 Luděk Bukač 1991–1996 Ken Tyler 1996–2002 Ron Kennedy 2002–2005 Herbert Pöck 2005–2007 20px|Kanada-Italien Jim Boni 2007–2009 Lars Bergström 2009–2011 Bill Gilligan 2011–2014 20px|Österreich-Kanada Emanuel Viveiros 2014–2016 Dan Ratushny 2016 Alpo Suhonen seit 2016 Roger Bader

Spieler mini|Der österreichische Nationaltorwart Jürgen Penker bei der WM 2005

Meiste Länderspiele Die Spieler mit den meisten Einsätzen sind Gerhard Unterluggauer mit 244, Martin Ulrich mit 228 und Dieter Kalt mit 197 Spielen. Rekordhalter unter den Torhütern ist Claus Dalpiaz mit 146 Spielen (Stand 2015).

Meiste Punkte Die Punkteliste wird von Rudolf König mit 183 Punkten in 158 Spielen, vor Thomas Cijan (131/132) und Herbert Pöck (128/127) angeführt. Mit 105 Toren und 78 Assists führt König auch die beiden Einzelwertungen klar an. Der bestplatzierte aktive Spieler ist Thomas Koch mit 77 Punkten in 120 Spielen (alles Stand Oktober 2012).

Meiste Strafminuten Die meisten Strafminuten hat Herbert Hohenberger gesammelt (346), dahinter kommen die Brüder Philippe mit 298 und André Lakos, sowie Oliver Setzinger, beide mit je 231 Strafminuten (alles Stand Mai 2012).

Platzierungen mini|800x800px|Platzierungen der österreichischen Eishockeynationalmannschaft bei Olympischen Spielen, Europa- und Weltmeisterschaften Olympische Ergebnisse Spiele Austragungsort Platzierung 1928 St. Moritz 6. Platz 1936 Garmisch-Partenkirchen 7. Platz 1948 St. Moritz 8. Platz 1956 Cortina d’Ampezzo 10. Platz 1964 Innsbruck 13. Platz Spiele Austragungsort Platzierung 1968 Grenoble 13. Platz 1976 Innsbruck 8. Platz 1984 Sarajevo 10. Platz 1988 Calgary 9. Platz 1994 Lillehammer 12. Platz Spiele Austragungsort Platzierung 1998 Nagano 14. Platz 2002 Salt Lake City 12. Platz 2014 Sotschi 10. Platz

Platzierungen bei Europameisterschaften Ab 1928 wurden Eishockey-Europameisterschaften mit Ausnahme der Jahre 1929 und 1932 im Rahmen der Eishockey-Weltmeisterschaften ausgetragen. Europameister wurde die beste europäische Mannschaft wie auch die restlichen Platzierungen sich nur nach europäischen Teams einteilten. EM Austragungsort(e) Platzierung 19121 Prag Bronze 1913 München 4. Platz 1925 Štrbské Pleso, Starý Smokovec Silber EM Austragungsort Platzierung 1926 Davos Bronze 1927 Wien Europameister 1929 Budapest Bronze EM Austragungsort Platzierung 1931 Krynica Europameister 1932 Berlin Silber 1 Europameisterschaft wurde annulliert.

Platzierungen bei Weltmeisterschaften WM Austragungsorte Platzierung 1930 Chamonix, Berlin, Wien1 4. Platz 1931 Krynica Bronze 1933 Prag 4. Platz 1934 Mailand 7. Platz 1935 Davos 6. Platz 1938 Prag 12. Platz 1947 Prag Bronze 1949 Stockholm 6. Platz 1951 Paris 12. Platz (B-WM: 5. Platz) 1953 Zürich, Basel 7. Platz (B-WM: Bronze) 1955 Krefeld, Dortmund, Düsseldorf, Köln 11. Platz (B-WM: Silber)4 1957 Moskau 7. Platz 1959 Prag, Pilsen 15. Platz (B-WM: Bronze) 1961 Genf, Lausanne 14. Platz (B-WM: 6. Platz) 1962 Colorado Springs, Denver 10. Platz (B-WM: Silber) 1963 Stockholm 16. Platz (C-Weltmeister) 1965 Turku, Rauma, Pori 13. Platz (B-WM: 5. Platz) 1966 Zagreb 13. Platz (B-WM: 5. Platz) 1967 Wien 14. Platz (B-WM: 6. Platz) 1969 Ljubljana 13. Platz (B-WM: 7. Platz) 1970 Galați 15. Platz (C-Weltmeister) 1971 Genf, Bern, Lyss, La Chaux-de-Fonds 13. Platz (B-WM: 7. Platz) 1972 Miercurea Ciuc 14. Platz (C-Weltmeister) 1973 Graz 12. Platz (B-WM: 6. Platz) 1974 Ljubljana 14. Platz (B-WM: 8. Platz) 1975 Sofia 17. Platz (C-WM: Bronze) 1976 Danzig 17. Platz (C-Weltmeister) 1977 Tokio 17. Platz (B-WM: 9. Platz) 1978 Las Palmas 18. Platz (C-WM: Silber) 1979 Galați 15. Platz (B-WM: 7. Platz) 1981 Peking 17. Platz (C-Weltmeister) 1982 Klagenfurt 10. Platz (B-WM: Silber) 1983 Tokio 11. Platz (B-WM: Bronze) 1985 Freiburg 12. Platz (B-WM: 4. Platz) 1986 Eindhoven 14. Platz (B-WM: 6. Platz) 1987 Canazei 11. Platz (B-WM: Bronze) 1989 Oslo, Lillehammer 14. Platz (B-WM: 6. Platz) WM Austragungsorte Platzierung 1990 Lyon, Megève 11. Platz (B-WM: Bronze) 1991 Bled, Jesenice 13. Platz (B-WM: 5. Platz) 1992 Klagenfurt, Villach 13. Platz (B-Weltmeister)4 1993 Dortmund, München 9. Platz 1994 Bozen, Canazei, Mailand 8. Platz 1995 Stockholm, Gävle 11. Platz 1996 Wien 12. Platz 1997 Kattowitz 16. Platz (B-WM: 4. Platz)4 1998 Zürich, Basel 15. Platz 1999 Oslo, Hamar, Lillehammer 10. Platz 2000 Sankt Petersburg 13. Platz 2001 Köln, Hannover, Nürnberg 11. Platz 2002 Göteborg, Jönköping, Karlstad 12. Platz 2003 Helsinki, Tampere, Turku 10. Platz 2004 Prag, Ostrava 11. Platz 2005 Wien, Innsbruck 16. Platz2 2006 Tallinn 17. Platz (Division I, Gruppe B, Platz 1)4 2007 Moskau, Mytischtschi 15. Platz2 2008 Innsbruck 17. Platz (Division I, Gruppe A, Platz 1)4 2009 Bern, Zürich-Kloten 14. Platz3 2010 Tilburg 17. Platz (Division I, Gruppe A, Platz 1)4 2011 Bratislava, Košice 15. Platz2 2012 Ljubljana 18. Platz (Division I, Gruppe A, Platz 2)4 2013 Stockholm, Helsinki 15. Platz2 2014 Goyang 18. Platz (Division I, Gruppe A, Platz 2)4 2015 Ostrava, Prag 15. Platz2 2016 Katowice 20. Platz (Division I, Gruppe A, Platz 4) 2017 Kiew 17. Platz (Division I, Gruppe A, Platz 1)4 2018 Kopenhagen, Herning 14. Platz 2019 Bratislava, Košice 16. Platz2 2022 Helsinki, Tampere 11. Platz 2023 Tampere, Riga 14. Platz 2024 Prag, Ostrava 10. Platz 2025 Stockholm, Herning 8. Platz 2026 Zürich, Freiburg 11. Platz 1 Nach der dritten Runde setzte in Chamonix Tauwetter ein, sodass die Spiele nach Berlin verlegt wurden. Eine Ausnahme war das Spiel um Platz 4, welches auf Wunsch Österreichs in Wien stattfand. 2 Abstieg in die Division I. 3 Trotz 14. Platz Abstieg, da das schlechter platzierte Deutschland als Gastgeberland 2010 automatisch qualifiziert war. 4 Aufstieg in A-Weltmeisterschaft/Top-Division.

Besondere Spiele Erstes Spiel (international): Böhmen – Österreich-Ungarn, 5:0 (Prag, Österreich-Ungarn; 4. Februar, 1912) Erster Sieg (international): Österreich – Belgien, 2:0 (Štrbské Pleso, Tschechoslowakei; 11. Jänner 1925) Höchstes gewonnenes Spiel: Österreich – Belgien, 30:0 (Stockholm, Schweden; 12. März, 1963) Höchstes verlorenes Spiel: Kanada – Österreich, 23:0 (Cortina d’Ampezzo, Italien; 27. Jänner, 1956)

Auszeichnungen 2025: Sportler des Jahres: Team des Jahres

Siehe auch Eishockey in Österreich Österreichische Eishockeynationalmannschaft der Frauen

Weblinks

Offizielle Homepage des ÖEHV

Einzelnachweise

Kategorie:Eishockeynationalmannschaft (Männer) Nationalmannschaft Eishockey Kategorie:Nationalmannschaftsgründung 1912