mini|Westtürme der Kathedrale Die Kathedrale von Moulins (französisch: Notre-Dame de Moulins) steht in der auvergnatischen Stadt Moulins im französischen Département Allier. 1949 erhielt sie von Papst Pius XII. den Titel einer päpstlichen Basilica minor. Die Kathedrale ist seit 1875 als Monument historique klassifiziert.
Geschichte
Mit ihrer Errichtung wurde Anfang des 15. Jahrhunderts begonnen, nachdem ein romanischer Vorgängerbau die Gläubigen der Residenzstadt nicht mehr fassen konnte. Der für die Spätgotik charakteristische Flamboyant-Stil kennzeichnet besonders den Chor. Seit 1817 ist sie Bischofskirche des Bistums Moulins. Die beiden Westtürme sind in der Neugotik des 19. Jahrhunderts entstanden.
Ausstattung mini|Fenster der heiligen Katharina Im Inneren der Kathedrale beeindrucken besonders die in leuchtenden Farben gestalteten Bleiglasfenster aus dem 16. Jahrhundert. Auf den Fenstern werden Heilige, aber auch bedeutende Herzöge von Bourbon dargestellt. So findet sich im rechts vom Westportal gelegenen Fenster der heiligen Katharina eine Darstellung des Herzogs Pierre II. und seiner Frau Anne de Beaujeu, die Heilige verehrend.
Das bedeutendste Kunstwerk der Kathedrale ist jedoch das Altargemälde von circa 1502 des Meisters von Moulins. Sein Triptychon von Moulins zeigt auf der Mitteltafel die Jungfrau Maria vor einem Regenbogen, ebenfalls umgeben von dem Stifter Herzog Pierre II. und Anne de Beaujeu sowie deren Tochter Suzanne. Es gilt als ein bedeutendes Beispiel eines Stifterporträts der Spätgotik. Nach einer Restaurierung wird das Meisterwerk bis 2028 im Louvre ausgestellt und danach in die Kathedrale zurückkehren.Peter Kropmanns: Himmlische und irdische Sphären. Die Restaurierung des Triptychons von Moulins war ein drei Jahre währender, äußerst aufwendiger und kostenintensiver Kraftakt. Das Resultat kann im Louvre bestaunt werden. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. August 2026, S. 12.
Orgel mini|Blick durch das Kirchenschiff auf die Hauptorgel Die Kathedrale beherbergt zwei Orgeln. Die Hauptorgel wurde 1880 von dem Orgelbauer Joseph Merklin in einem Orgelgehäuse erbaut, das von dem Architekten Eugène Millet entworfen wurde. Das Instrument hat 42 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind mechanisch. Die Orgel ist weitgehend in ihrem Originalzustand erhalten.Nähere Informationen zur .orguesfrance.com. Abgerufen am 24. Oktober 2023.
I Grand Orgue C–g3 Principal 16′ Bourdon 16′ Montre 8′ Bourdon 8′ Flûte harmonique 8′ Viole de gambe 8′ Prestant 4′ Doublette 2′ Fourniture IV 3′ Grand Cornet V 8′ Bombarde 16′ Trompette 8′ Clairon 4′ II Positif C–g3 Principal 8′ Bourdon 8′ Salicional 8′ Flûte harmonique 4′ Quinte-Flûte ′ Octavin 2′ Clochette 1′ Trompette 8′ Clarinette 8′ III Récit expressif C–g3 Bourdon 8′ Flûte harmonique 8′ Viole de gambe 8′ Voix céleste 8′ Flûte d’écho 4′ Fugara 4′ Flageolet 2′ Trompette harmonique 8′ Basson-Hautbois 8′ Voix humaine 8′ Clairon harmonique 4′ Tremolo Pédale C–f1 Soubasse 32′ Contrebasse 16′ Soubasse 16′ Octave basse 8′ Violoncelle 8′ Flûte 4′ Bombarde 16′ Trompette 8′ Clairon 4′
Literatur Brigitte Kurmann-Schwarz: Les vitraux de la cathédrale de Moulins. In: Congrès archéologique de France. 146e session, 1988, Bourbonnais. Société Française d’Archéologie, Paris 1991, , S. 21–49, (Digitalisat). Catherine Legros: La cathédrale Notre-Dame de Moulins. In: Congrès archéologique de France. 146e session, 1988, Bourbonnais. Société Française d’Archéologie, Paris 1991, , S. 9–19, (Digitalisat).
Einzelnachweise
Weblinks
Fotos auf der Website der Médiathèque de l’Architecture et du Patrimoine (französisch) Fotos von Innen, Hauptschiff, Altar (deutsch)
Fotos und Informationen zur Orgel (englisch, französisch)
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