Penia ( oder ) ist in der griechischen Mythologie die Göttin und Personifikation der Armut.
Sie musste sich sogar den Samen des Poros (Gott des Überflusses) rauben, um Eros (röm. Cupido) zu gebären, der dann von Aphrodite aufgezogen wurde:
Sie galt als die Erfinderin der Künste und des Gewerbes. Bei Aristophanes erscheint sie als Gottheit und Schöpferin des arbeitsamen, dürftigen Mittelstandes, ebenso bei Lukian von Samosata.Aristophanes, Der Reichtum 415–618; Lukian, Timon 31f.; Theokritos 21,1
Ein Kult der Penia ist nicht belegt. Nach Claudius Aelianus soll sie in Gades einen Altar besessen haben.Claudius Aelianus, Fragment 19 (Hercher)
Herodot berichtet die Anekdote, dass Themistokles von den Bürgern von Andros Geld gefordert habe mit dem Hinweis, die Athener hätten zwei große Göttinnen, nämlich Peitho („Überredung“) und Ananke („Unausweichlichkeit“), worauf die Bürger von Andros antworteten, auch sie hätten große Göttinnen, nämlich Penia („Armut“) und Amechania („Unvermögen“).Herodot 8,111
In der römischen Mythologie entspricht Penia die Egestas („Dürftigkeit“), die Paupertas („Armut“)Plautus, Stichus 1,3,23 bzw. die Inopia („Not“).Plautus, Trinummus Prolog; Horaz, Briefe 2,2,51
Literatur
Jacob Hemelrijk: Penia en ploutos. Blikman & Sartorius, Amsterdam 1925 (Nachdruck: Arno, New York 1979, ISBN 0-405-11552-0).
Einzelnachweise
Kategorie:Griechische Gottheit Kategorie:Weibliche Gottheit