Dieter Schmidmaier (* 29. November 1938 in Leipzig) ist ein deutscher Wissenschaftlicher Bibliothekar.
Leben Geboren in der Familie eines Feinmechanikers, verbrachte Dieter Schmidmaier seine Kindheit hauptsächlich im thüringischen Altenburg, und besuchte dort 1945–1956 die Erich-Mäder-Schule und die Karl-Marx-Oberschule.
Schmidmaier studierte an der Humboldt-Universität Berlin Bibliothekswissenschaft beim Generaldirektor der Deutschen Staatsbibliothek Horst Kunze, sowie als Zweitfach Physik, und machte einen Abschluss als Wissenschaftlicher Bibliothekar.
Ab 1962 war Schmidmaier als Assistent und von 1967 bis 1988 als Direktor der Bibliothek bzw. des Wissenschaftlichen Informationszentrums der Bergakademie Freiberg tätig. Im Jahr 1970 promovierte er an der Bergakademie mit dem Thema „Die bibliothekarische Wissenschaftspädagogik im deutschsprachigen Raum“.
Im Jahr 1988 wechselte Schmidmaier an die Deutsche Staatsbibliothek Berlin, deren Generaldirektor er von 1989–1991 war. 1989 habilitierte (Promotion B) er sich an der Humboldt-Universität Berlin zum Thema „Fachliche Bibliotheksnetze in Natur- und Technikwissenschaften in der DDR“. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurden zum 1. Januar 1992 die Deutsche Staatsbibliothek und die Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz unter dem Namen Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz zusammengeführt.Die Geschichte der Bibliothek. staatsbibliothek-berlin.de Schmidmaier wurde zeitgleich im 54. Lebensjahr durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wegen besonderer Systemnähe – Mitgliedschaft in der SED und Stasi-Mitarbeit – entlassenMichael Knoche: Die wissenschaftlichen Bibliotheken der DDR nach der Wiedervereinigung. In: Bibliothek – Forschung und Praxis, Band 48, Nr. 2, 2024, S. 485. https://doi.org/10.1515/bfp-2024-0035 und ging in den vorzeitigen Ruhestand, ist jedoch in seinem Fach aktiv geblieben.
Dieter Schmidmaier ist Autor zahlreicher Publikationen und beschäftigte sich unter anderem mit Methodiken und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens sowie insbesondere mit Nutzerschulungen. Seit 1960 ist er Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft. Ab 1975 war er Vorsitzender der Sektion Technischer Bibliotheken im Deutschen Bibliotheksverband, ab 1978 Präsidiumsmitglied des Verbandes. Im Jahr 1964 wurde die Bibliothek der Bergakademie Mitglied der International Association of Scientific and Technological University Libraries (IATUL) und Schmidmaier ihr dortiger Vertreter. Er wurde 1983 zum Zweiten und 1988 zum Ersten Vizepräsidenten der IATUL gewählt. Seit 1981 war er im Auftrag des Bibliotheksverbandes Mitglied der Sektion Naturwissenschaftlicher und Technischer Bibliotheken der International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA), und von 1987 bis 1989 deren gewählter Sekretär.
Schmidmaier ist Vater zweier Kinder.
Auszeichnungen Bibliotheksrat
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Einzelnachweise Gabriele Baumgartner, Dieter Hebig (Hrsg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR. 1945–1990. Band 2: Maassen – Zylla. K. G. Saur, München 1997, ISBN 3-598-11177-0, S. 784.
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