Peter Wulf († nach 1527) war ein deutscher Rot- und Glockengießer.

Leben Wulfs Leben ist nur unvollständig dokumentiert. 1492 erwarb er das Haus Fischergrube 23 in Lübeck, das er nachweislich bis 1527 besessen hat. Er goss mehrere Glocken in Lübeck und im Umland. Theodor Hach bezeichnete ihn als einen „mindestens auf der Grenze zum Künstler stehenden lübeckischen Zunftmeister“,Hach: Lübecker Glockenkunde. S. 207. und Johannes Kretzschmar zählte Wulf „zu den hervorragendsten Meistern Lübecker Erzgießer“.Hach: Lübecker Glockenkunde. S. 117.

Werke mini|Taufe in Mölln nicht näher bezeichnete kleine Beier- oder Uhrschlagglocken für Marienkirche und Jakobikirche in Lübeck, undatiertHach: Lübecker Glockenkunde. S. 205. Taufbecken, St. Nicolai in Mölln, 1509 2 Glocken der Kirche Breitenfelde, 1511 Glocke der St.-Johannis-Kirche, Bannesdorf auf Fehmarn, 1511 Glocke in Borrby, Gemeinde Simrishamn in Schonen, 1520 Glocke der Dorfkirche Klinken (?, nicht erhalten)

Literatur Theodor Hach: Lübecker Glockenkunde (= Veröffentlichungen zur Geschichte der Freien und Hansestadt Lübeck. Band 2). Schmidt, Lübeck 1913, bes. S. 205. Richard Haupt, Friedrich Weysser: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Herzogtum Lauenburg. Band 1, Ratzeburg 1890, S. 37, 120, 209f.

Walter Paatz: Die Lübeckische Bronzeproduktion des 15. und 16. Jahrhunderts. In: Repertorium für Kunstwissenschaft 51 (1968), S. 67–92, doi:10.1515/9783111442433-004. Jochen Hermann Vennebusch: „Auf der Grenze zum Künstler“. Der Lübecker Zunftmeister Peter Wulf und seine Bronzegüsse. In: Lauenburgische Heimat. Zeitschrift des Heimatbund und Geschichtsvereins Herzogtum Lauenburg 217 (2024), S. 8–43.

Einzelnachweise

Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 16. Jahrhundert Kategorie:Mann Kategorie:Glockengießer Kategorie:Gießer (Lübeck)