Die Rufiji war ein Schiff des Gouvernements der Kolonie Deutsch-Ostafrika und gehörte somit zur Flottille des Schutzgebietes. in: Heinrich Schnee (Hrsg.): Deutsches Kolonial-Lexikon. Band I, Quelle & Meyer, Leipzig 1920, S. 644 f.
Geschichte Die Rufiji wurde 1894 in Kiel für die Verwendung in der Kolonie Deutsch-Ostafrika gefertigt. Am 14. April 1894 verließ das Schiff zusammen mit der Rovuma den Kieler Hafen und startete die Fahrt nach Daressalam.Thorner Presse, XII. Jahrgang, Ausgabe Nr. 89 vom 18. April 1894, S. 2 (Digitalisat). Es wurde nach dem Fluss Rufiji in Deutsch-Ostafrika benannt. Es diente unter anderem als Zollkreuzer und war zu diesem Zweck mit einem Schnellfeuergeschütz bewaffnet.Wilhelm Hain: Auf Wanderschaft in Süd- und Ostafrika 1896–1898, in: Ulrich van der Heyden (Hrsg.): Kolonialer Alltag in Deutsch-Ostafrika in Dokumenten. Band 18 der Reihe Cognoscere Historias, trafo Wissenschaftsverlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-89626-844-0, S. 119. Die Rufiji war das Schwesterschiff der Rovuma. 1910 wurde die Rufiji umgebaut zu einem Wasserprahm.
Im Ersten Weltkrieg versenkte sich die Rufiji am 9. Oktober 1915 in der Rufijimündung bei der Annäherung eines britischen Kriegsschiffes selbst.
Literatur Erich Gröner: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band 7, Bernard & Graefe, Koblenz 1990, S. 220 f.
Einzelnachweise
Kategorie:Arbeitsschiff (Deutschland) Kategorie:Schiff (deutsche Kolonialverwaltung) Kategorie:Dampfmaschinenschiff Kategorie:Erbaut in den 1890er Jahren Kategorie:Schiffsverlust 1915 Kategorie:Schiffsverlust durch Selbstversenkung Kategorie:Germaniawerft