mini|Kirche und Pfarrhof in Binswangen Binswangen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wertingen.
Geografie Binswangen liegt in der Region Augsburg zwischen Wertingen und Dillingen an der Donau.
Es gibt zwei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Binswangen (Pfarrdorf) Zollhaus (Einöde)
Es gibt nur die Gemarkung Binswangen.
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1182. Binswangen kam im Jahre 1300 in den Besitz des Konrad Ramschwag und 1334 in den Besitz der Herren von Ellerbach. Die Freiherren von Langenmantel (1412–1563) folgten. Später erscheinen die Schertlin von Burtenbach (1569–1638) und die Freiherren von Knöringen (1638–1769) als Ortsherren. Nachfolgend war Binswangen unter der Lehensherrschaft des Fürststifts Kempten. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort dann zu Bayern.
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge in Binswangen durch SA-Männer aus Augsburg geplündert und geschändet. In den letzten Apriltagen des Jahres 1945 wurde der Ort noch von den Amerikanern beschossen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren bis zu 400 Heimatvertriebene im Ort untergebracht., abgerufen am 22. Juni 2014. Von 1993 bis 1996 wurde die ehemalige Synagoge restauriert und im Eigentum des Landkreises als Haus der Begegnung und Besinnung definiert. Mittlerweile findet der Besucher an der Westseite des Bauwerks eine Gedenktafel, auf der die Namen der Holocaust-Opfer des Ortes aufgeführt sind. Ebenso informiert eine weitere Tafel über die historischen Daten der einstigen Landjudengemeinde.
Einwohnerentwicklung Jahr1961197019871991199520002005201020152020Einwohner936101110941100121112491338135713081340 Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1083 auf 1356 um 273 Einwohner bzw. um 25,2 %.
Politik Bürgermeister Erster Bürgermeister ist Thomas Wippel (CSU, Freie Wählergemeinschaft und Bürgerblock Binswangen). Er wurde bei den Kommunalwahlen in Bayern 2026 mit 93,7 % der Stimmen gewähltErgebnis der Bürgermeisterwahl 2026, abgerufen am 13. Juni 2026. und trat die Nachfolge von Anton Winkler (Freie Wählergemeinschaft) an, der nach 24 Jahren im Amt nicht mehr kandidierte.
Gemeinderat Die Wahl 2026 ergab folgende Sitzverteilung im Gemeinderat (zwölf Mitglieder)Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2026, abgerufen am 13. Juni 2026.: Parteien und Wählergemeinschaften %2026 Sitze2026Freie Wählergemeinschaft Binswangen35,74 Bürgerblock – Parteilose Binswangen 33,44 CSU21,53Bündnis 90/Die Grünen9,41Gesamt100,012Wahlbeteiligung in %76,3
Wappen
Baudenkmäler
Jüdischer Friedhof Binswangen Synagoge Binswangen Schillinghaus
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab im Jahr 2021 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 142 und in sonstigen Bereichen 40 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 644. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 23 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1301 ha, davon waren 1191 ha Ackerfläche und 110 ha Dauergrünfläche.
Bildung Es gibt (Stand: 2022) folgende Einrichtungen: 1 Kindertageseinrichtung: 57 genehmigte Plätze, 51 betreute Kinder
Söhne und Töchter der Gemeinde Benjamin Höchstätter (1811–1888), Rabbiner Samson Gunzenhauser (1830–1893), Rabbiner Josef Christa (1877–1951), römisch-katholischer Geistlicher, Heimatforscher und Kunsthistoriker
Weblinks
Homepage
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Dillingen an der Donau Kategorie:Ersterwähnung 1182
Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)