Gleißenberg ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham.

Geografie Die Gemeinde liegt zwischen den Städten Waldmünchen und Furth im Wald.

Nachbargemeinden Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Waldmünchen, Furth im Wald und Weiding.

Gemeindegliederung Gleißenberg hat vier Gemeindeteile (in Klammern der Siedlungstyp): Gleißenberg (Pfarrdorf) Berghof (Einöde) Hofmühle (Weiler) Ried bei Gleißenberg (Dorf)

Es gibt nur die Gemarkung Gleißenberg.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Gleißenberg gehörte mit dem Raum Waldmünchen seit dem 14. Jahrhundert zur Herrschaft Schwarzenburg-Rötz-Waldmünchen, die wechselnden Pfandherren unterstand und 1509 an die Kurpfalz verkauft wurde. Im Jahre 1434 wurde der Ort bei einem der letzten Vorstöße der Hussiten niedergebrannt und völlig zerstört. Gleißenberg kam 1777 zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Waldmünchen des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen Im Jahr 1946 wurde Ried bei Gleißenberg in die Gemeinde Gleißenberg eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Gleißenberg war 2015 die Gemeinde mit der geringsten Zahl an Einwohnern im Landkreis Cham. 1961: 666 Einwohner 1970: 676 Einwohner 1987: 834 Einwohner 1991: 886 Einwohner 1995: 983 Einwohner 2000: 1011 Einwohner 2005: 961 Einwohner 2010: 891 Einwohner 2015: 905 Einwohner Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 837 auf 913 um 76 Einwohner bzw. um 9,1 %.

Politik Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Weiding.

Bürgermeister Erster Bürgermeister ab Juni 1994 wurde Josef Christl (Bürgerblock Gleißenberg).

Bei der Kommunalwahl in Bayern am 15. März 2020 wurde Wolfgang Daschner (Freie Wählergruppe „Bayerisches Meran“) zum Ersten Bürgermeister ab dem 1. Mai 2020 gewählt.

Gemeinderat Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 wurden 8 Gemeinderatssitze vergeben. +Aufteilung des GemeinderatesParteiKürzelProzentSitzeBürgerblock Gleißenberg-RiedBGR28,48 %2Freie Wählergruppe „Bayerisches Meran“FWBM50,37 %4Christliche Freie WählergemeinschaftCFW21,14 %2

Städtepartnerschaft Seit dem Juli 2010 besteht eine Partnerschaft mit der tschechischen Gemeinde Trhanov.

Wappen

Baudenkmäler

Bodendenkmäler

Burgstall Gleißenberg

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft In der Gemeinde gibt es nur wenige sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze; 2017 pendelten von der Wohnbevölkerung 359 Personen zu einer auswärtigen Arbeitsstelle.

Bildung Es gibt einen Kindergarten mit 25 Plätzen; 20 Kinder besuchten die Einrichtung nach der Statistik vom 1. März 2018. Außerdem besteht im Ortsteil Ried das Schullandheim.

Persönlichkeiten Konrad Hastreiter (1861–1918), Kaufmann und Landtagsabgeordneter (Zentrumspartei) Wilhelm Max Müller (1862–1919), Orientalist, Hochschullehrer und Lexikograf Josef Kraus (1895–1979), römisch-katholischer Pfarrer und Heimatforscher

Literatur Prälat Josef Kraus: Gleißenberg – Ein Heimatbuch, Oberviechtach, 1973

Weblinks

Gemeinde Gleißenberg

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Cham Kategorie:Gemeindegründung 1818

Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)