miniatur|Die Pfarrkirche Maria Immaculata

Schorndorf ist eine ländlich strukturierte Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham in Bayern.

Geografie Geografische Lage Das Pfarrdorf Schorndorf liegt in der Region Regensburg im Bayerischen Wald und grenzt bei Thierlstein südlich an den Pfahl. Wasserläufe in der Gemeinde sind der Knöblinger sowie der Pentinger Bach.

Nachbargemeinden Die Gemeinde Schorndorf grenzt im Norden an das Stadtgebiet Cham, im Osten an die Gemeinde Traitsching und im Westen an das Stadtgebiet Roding. Im Süden liegt die Gemeinde Michelsneukirchen.

Gemeindegliederung

Es gibt 38 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

mini|Neuhaus mit seiner Burgruine mini|Penting von Nordosten Es gibt die Gemarkungen Hötzing, Neuhaus, Obertraubenbach, Penting, Schorndorf und Thierling.

Geschichte Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden In die Jungsteinzeit datierte archäologische Funde von Getreidekornabdrücken bei Knöbling erbringen 1935 den frühesten Nachweis für Getreideanbau im Bayerischen Wald. Die heutige Gemeinde umfasst die früheren Gemeinden Schorndorf, Neuhaus, Thierling, Obertraubenbach und Teile von Penting, die im Zuge der Gebietsreform in Bayern 1972 zu der neuen Gemeinde Schorndorf zusammengeschlossen worden sind. Die Propstei Nanzing (früher Gemeinde Obertraubenbach) des Reichsstifts Obermünster hatte reichen Grundbesitz im Gemeindegebiet. Schorndorf mit seiner seit dem 15. Jahrhundert nachweisbaren Pfarrkirche gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Cham des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Vorläufergemeinden der heutigen Gemeinde.

Eingemeindungen Schorndorfsried als Teil der ehemaligen Gemeinde Hötzing wurde 1946 eingegliedert. Die übrigen Gemeindeteile – Haid am Bühl, Hötzing und Kernmühle – wurden damals nach Obertraubenbach umgegliedert, das zusammen mit Neuhaus und Thierling sowie einem Teil von Penting am 1. Januar 1972 eingemeindet wurde.

Einwohnerentwicklung 1961: 1665 Einwohner 1970: 1748 Einwohner 1987: 1908 Einwohner 1991: 2027 Einwohner 1995: 2223 Einwohner 2000: 2401 Einwohner 2005: 2564 Einwohner 2010: 2601 Einwohner 2015: 2687 Einwohner Schorndorf ist bei Familien als Wohnort sehr beliebt. Zuletzt wurde im Jahr 2014 eine neue Siedlung errichtet. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1915 auf 2763 um 848 Einwohner bzw. um 44,3 % – der höchste prozentuale Zuwachs im Landkreis im genannten Zeitraum.

Kultur mini|Das Gemeindezentrum Die Gemeinde Schorndorf bietet ein vielfältiges Spektrum an Vereinen. Die Freiwillige Feuerwehren in Neuhaus, Obertraubenbach, Penting, Thierling und Schorndorf sorgen für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe in der Gemeinde. Im sportlichen Bereich existieren zwei Schützenvereine, ein Sportverein, ein Eisstockclub, ein Wanderverein, ein Fischerverein, ein Motorradclub und ein Verein für Pferdefreunde. Eine Laienspielgruppe, ein Burschenverein, ein Kapellenverein, der kath. Frauenbund, die kath. Landjugend, der Obst- und Gartenbauverein, und ein Soldaten- und Kriegerkameradschaftsverein sind im kulturellen, gesellschaftlichen oder religiösem Bereich engagiert.

Politik Bürgermeister Seit 1990 ist Max Schmaderer (Parteifreie Wählerschaft) Erster Bürgermeister. Bei der Wahl 2026 tritt er nicht erneut an.

Gemeinderat Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder. Im Vergleich die Wahlen vom 15. März 2020 und vom 16. März 2014:, abgerufen am 20. August 2020 Sitze 2020Stimmenanteil 2020Sitze 2014Stimmenanteil 2014 CSU-Freie Wählerschaft 5 39,2 % 6 43,1 % Parteifreie Wählerschaft Schorndorf 9 60,8 % 8 56,9 % Gesamt 14 100,0 % 14 100,0 % 2020 betrug die Wahlbeteiligung 70,3 %; 2014 hatte sie bei 68,5 % gelegen.

Finanzpolitik 2017 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 2.158.000 Euro, davon waren 572.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto) und 1.327.000 Euro Gemeindeanteil an der Einkommensteuer.

Wappen

Bau- und Bodendenkmäler

Katholische Pfarrkirche Maria Immaculata in Schorndorf Katholische Nebenkirche St. Maria in Radling Katholische Filialkirche St. Michael in Penting Kalvarienbergkapelle Maria-Hilf in Thierling Ehemaliges Schloss Hötzing Burgruine Neuhaus Mehrere Waldlerhäuser und Wegkapellen

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft 2017 gab es in der Gemeinde 398 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1260 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 862 Personen größer als die der Einpendler. 28 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 66 landwirtschaftliche Betriebe; von der Gemeindefläche waren 2.124 Hektar landwirtschaftlich genutzt.

Bildung Es gibt folgende Einrichtungen: Kindertageseinrichtung mit 80 Plätzen und 76 Kindern (Stand 1. März 2018) und die Grundschule Schorndorf mit sieben Lehrkräften und 111 Schülern (Schuljahr 2018/19).

Persönlichkeiten

Klaus Huber (* 1938), Eisenbahningenieur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Cham Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)