mini|hochkant=1.35|Gesamtansicht Moosbach (2021)

Moosbach () ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Geografie Geografische Lage Moosbach liegt in der Planungsregion Oberpfalz-Nord im Oberpfälzer Wald, einem Mittelgebirge entlang der Grenze zwischen Bayern und Tschechien. Der Markt befindet sich rund zwölf Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt. Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist der 771 m hohe Eisberg in der Nähe der Ortschaft Rückersrieth.

Nachbargemeinden Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind Pleystein, Waidhaus, Eslarn, Oberviechtach, Teunz, Tännesberg, Vohenstrauß.Moosbach BayernAtlas mit Gemeindegrenzen. Abgerufen am 10. November 2019.

Gemeindegliederung

Es gibt 37 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

Die Gemeindeteile Mühlschleif und Tradlhof sind unbewohnt.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung mini|Zentrum mini|Blick auf Moosbach Um 1144 wird ein Reginboto de Mosebach erstmals erwähnt. Die Pfarrei wird 1297 erstmals erwähnt. Das weitläufige Pfarrgebiet verringerte sich 1300 durch die Abtrennung der Filialen Böhmischbruck und Etzgersrieth. Moosbach wird von alters her als Markt bezeichnet und war der Hauptort des Amtes Treswitz, das eine herrschaftliche Marktverfassung hatte. Im Wittelsbacher Hausvertrag von Pavia von 1329 wird auch die Burg Treswitz genannt, die bei diesem Teilungsvertrag an die Pfalzgrafschaft bei Rhein fiel. 1623 wurde die Oberpfalz und somit auch Treswitz und Moosburg an Kurfürst Maximilian verpfändet und ihm 1628 dauerhaft zugesprochen, Treswitz und Moosburg wurden demzufolge ein kurbayerisches Pflegamt und Gericht.

Der Markt Moosbach gehörte somit lange zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Treswitz des Kurfürstentums Bayern. Moosbach besaß bis um 1802 das Marktrecht mit wichtigen Eigenrechten. 1809 wurde das zuständige Landgericht nach Vohenstrauß verlegt. Im Jahr 1818 entstand mit dem bayerischen Gemeindeedikt die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen Im Jahr 1939 wurde ein Teil der bis dahin selbständigen Gemeinde Niederland eingegliedert. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kam am 1. Januar 1971 Gröbenstädt hinzu. Burgtreswitz folgte am 1. April 1971. Im Jahr 1972 vergrößerte sich das Gebiet der Gemeinde Moosbach noch um Tröbes und Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Heumaden am 1. Januar sowie Etzgersrieth und Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Burkhardsrieth am 1. Juli.

Mit Wirkung zum 1. August 2013 wurden Moosbach einige Flurstücke des zuvor gemeindefreien Gebiets Michlbach zugeschlagen, die einen Flächenzuwachs von rund 35 Hektar bedeuten. Dieses zusätzliche Gebiet ist unbebaut und unbewohnt.Regierung der Oberpfalz: , Pressemitteilung Nr. 168 vom 5. Juli 2013, abgerufen am 23. Juli 2013

Einwohnerentwicklung Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2020 Einwohner 3147 3221 2624 3092 2607 2641 2639 2790 2694 2678 2553 2487 2450 2353

Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 2628 auf 2370 um 258 bzw. um 9,8 %.

Politik Gemeinderat und Bürgermeister Die Gemeinderatswahlen seit 2014 ergaben folgende Sitzverteilungen bzw. Stimmenanteile: +Partei/Liste2020Sitze 2014%Sitze CSU37,756 SPD11,523 UWG22,433 Freie Wähler Union16,622 Bürgerliste Moosbach11,92– Erster Bürgermeister ist Armin Bulenda (CSU).

Gemeindefinanzen Im Jahr 2011 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1.031.000 Euro, davon waren 191.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen

Sehenswürdigkeiten mini|Wieskirche Moosbach Schloss Burg Treswitz, heute im Besitz der Gemeinde Die Pfarrkirche St. Peter und Paul ist die Nachfolgerin der 1848 durch einen Brand zerstörten, von 1734 bis 1738 erbauten Pfarrkirche. Sie wurde ab 1850 erbaut, der Rohbau war 1853 vollendet. Am 30. August 1859 weihte Bischof Ignatius von Senestrey die neue Kirche, die 1861 ihre Turmuhr erhielt. Die damalige Ausstattung wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts entfernt. Am nördlichen Ortsrand von Moosbach steht die von 1747 bis 1769 erbaute Wallfahrtskirche Wies. Das Gnadenbild des gegeißelten Heilands hat die gleichnamige Statue aus der Wieskirche zum Vorbild. Der Kurpark mit einer Fläche von acht Hektar Wanderwege Hammer Waltenrieth

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft Es gab 2011 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 180 und im Bereich Handel und Verkehr 38 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 46 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 854. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Im Jahr 2010 bestanden zudem 113 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 3405 ha, davon waren 1995 ha Ackerfläche und 1396 ha Wiesen und Weiden.

Bildung Im Jahr 2012 (Schuljahr 2011/12) bestanden folgende Einrichtungen: ein Kindergarten mit 80 Kindergartenplätzen und 78 Kindern zwei Volksschulen mit insgesamt 13 Lehrern und 190 Schülern

Bilder aus der Gemeinde

Persönlichkeiten Ehrenbürger Alfred E. Hierold (1941–2025), Theologe, Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, wuchs in Saubersrieth auf; im Jahr 2008 wurde er zum Ehrenbürger ernannt

Söhne und Töchter der Stadt Gerhard Ambros (1928–2007), Funktionär der SED Hermann J. Huber (1954–2009), Journalist

Weblinks

Gemeinde Moosbach

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Oberpfälzer Wald) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Waldnaab Kategorie:Ersterwähnung 1147 Kategorie:Markt in der Oberpfalz Kategorie:Gemeindegründung 1818