Sarah Sagerer (* 8. Februar 1996) ist eine österreichische Basketballspielerin. Sie wird als Flügelspielerin eingesetzt.
Leben Sagerer wuchs in Schörfling am Attersee auf und begann ihre Basketballkarriere beim SK-Kammer im Alter von zwölf Jahren. Ihre ältere Schwester Dagmar, zugleich auch ihr Vorbild, war der Grund für ihr anfängliches Interesse beim Basketball.
Mit 16 Jahren entschied sich Sagerer für ein Austauschjahr an der Olentangy Orange High School im US-Bundesstaat Ohio. Ihre Mannschaft gewann die District Championship und stieß innerhalb des Bundesstaates bis ins Halbfinale vor, in dem man gegen den zweifachen Gewinner Twinsburg High School verlor.
Sie musste aufgrund von Visaregelungen den Staat Ohio während ihr Seniorjahrs verlassen. Dann schloss sich Sagerer The Rock School in Gainesville (US-Bundesstaat Florida) an.
In der Saison 2014/15 wurde Sagerer in das Atlantic Sun All Freshman-Team berufen. An dem Tag, an dem Sagerer erstmals in der Anfangsaufstellung stand, erzielte sie 23 Punkte, 18 Rebounds und 5 Blocks. Sie wurde mit dem Atlantic Sun Newcomer of the Week und Swish Appeal sowie dem Mid-Major co-Performance of the Night ausgezeichnet.
In der folgenden Saison 2015/16 kam die Österreicherin krankheitsbedingt nur langsam in die Gänge. Sie beendete diese Saison jedoch stark und wurde mit einer Aufnahme im Atlantic Sun All-Tournament Team ausgezeichnet.
In der Saison 2016/17 trug Sagerer dazu bei, dass ihre Hochschulmannschaft erstmals die Hauptrundenmeisterschaft in der Geschichte des Damen-Basketballs gewann. Sie wurde zur Verteidigungsspielerin des Jahres gewählt und war Teil des Atlantic Sun First Team All-Conference. Sagerer rangierte als Erste in ihrer Atlantic Sun Conference in den statistischen Kategorien Blocks, Rebounds und Verteidigungsrebounds. Sie zählte auch als Siebte in Blocks zu den besten Spielerinnen in der National Collegiate Athletic Association.
In der Saison 2017/18 musste Sagerer ein Jahr aussetzen, da sie eine Rückenverletzung erlitt. Sie erholte sich vollständig und kam schließlich zurück. Zusätzlich erlangte sie ihren Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre mit dem Nebenfach Unternehmertum.
In der Saison 2018/19 wurde Sagerer ASUN Preseason Player of the Year und ASUN Defensive Player of the Year. Im Durchschnitt erzielte sie 15 Punkte, 7,8 Rebounds und 2,6 Blocks und spielte 28,1 Minuten pro Spiel. Zusätzlich schloss sie ihre Master-Arbeit im Fach Betriebswirtschaftslehre ab. Sie erhielt einige Auszeichnungen und erhielt Aufnahme in das Challenge in Music City All-Tournament Team sowie in das Hatter Classic All-Tournament Team. Am 8. Januar 2019 erlitt Sagerer einen Kreuzbandriss, welcher zu einem vorzeitigen Saisonende für sie führte.
Professionelle Karriere In der Sommerpause 2019 wurde sie vom italienischen Erstligisten Use Scotti Empoli verpflichtet. Bevor die Saisonvorbereitung begann, kam es zwischen Empoli und Sagerer zur Auflösung des Vertrags.
Sagerer begann ihre Profikarriere 2020 beim spanischen Verein CD Zamarat in der Liga Femenina de Baloncesto, Spaniens höchster Spielklasse. Später im Jahr 2020 wechselte sie nach Polen zu Energa Toruń. In dieser Saison war sie die Drittbeste bei den Blocks, Elftbeste bei den Rebounds und Zwölftbeste im Punktedurchschnitt in der ersten polnischen Liga. Im Durchschnitt erzielte sie 16,6 Punkte und 7,2 Rebounds. Für die Saison 2021/22 spielte sie dann bei Zagłębie Sosnowiec.CTL Zagłębie Sosnowiec. In: Energa Basket Liga Kobiet 2021/2022 – Skarb Kibica. basketligakobiet.pl, 26. September 2021.
Nach Ablauf ihres Vertrags bei Zagłębie Sosnowiec wechselte Sagerer 2022 zu Virtus Segafredo Bologna, um die Mannschaft in den Playoffs zu unterstützen. Sie trug dazu bei, dass Bologna sowohl im italienischen Pokal als auch in der italienischen Meisterschaft den zweiten Platz erreichte. In der Saison 2022/23 blieb sie in Italien, wechselte von Bologna zu Akronos Tech Moncalieri. 2023 spielte sie für Tauranga Whai in Neuseelands Tauihi Basketball Aotearoa. 2024 wechselte sie nach Israel zu Hapoel Petah Tikva in der Ligat Ha’Al Nashim. Ende August 2024 schloss sie sich dem französischen Erstligisten Flammes Carolo an. Während einer einmonatigen Probezeit empfahl sich Sagerer bei dem Verein für einen Vertrag. 2025 unterschrieb sie bei TTT Riga aus Lettland. Später 2025 kehrte sie nach Polen zurück und schloss sich erneut Energa Toruń an.
Internationale Bewerbe U18 Bei der FIBA-U18-Europameisterschaft Division B führte Sagerer die österreichische Auswahl in den Kategorien Punkte, Rebounds und Blocks an. Im Durchschnitt erzielte sie 13,7 Punkte, 10,4 Rebounds und 3,6 Blocks je Begegnung.
Basketball im 3-gegen-3 2011 spielte Sagerer für die österreichische U18-Auswahl in der Basketballspielart 3-gegen-3 und nahm an der ersten U18-WM in Italien teil. 2017 war sie Teil der österreichischen 3-gegen-3-Nationalmannschaft, die an der Europe-Cup-Ausscheidungsrunde teilnahm, verpasste aber die Qualifikation, nachdem man gegen Frankreich mit einem Punkt verloren hatte.
2021 spielte Sagerer für die österreichische Nationalmannschaft und versuchte sich, für die Olympischen Sommerspiele in Tokio zu qualifizieren. Die Auswahl verpasste knapp das Viertelfinale trotz Siegen gegen Italien, das im Jahr 2018 Weltmeister war, Schweiz und Taiwan.
Bei der FIBA 3×3-Weltmeisterschaft 2023 in Wien belegte das österreichische Quartett den siebten Platz, wobei Sagerer die Mannschaft in der Punktewertung anführte.
EM-Qualifikation Während der Qualifikationsrunde zur Europameisterschaft 2025 war sie eine Schlüsselspielerin der österreichischen Auswahl, die sie mit einem Durchschnitt von 15,3 Punkten pro Spiel anführte.
Weblinks
Sarah Sagerer. In: FIBA
Einzelnachweise
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