mini|Weibchen im Addo Elephant National Park Der Kapweber (Ploceus capensis, Syn.: Oriolus capensis) zählt innerhalb der Familie der Webervögel (Ploceidae) zur Gattung der Ammerweber (Ploceus).

Die Art wurde früher als konspezifisch mit dem Bocageweber (Ploceus temporalis) angesehen.P. A. R. Hockey, W. R. J. Dean & P.G. Ryan (Hrsg.), Robert’s Birds of Southern Africa, 7. Auflage, 2005. Cape Town: John Voelcker Bird Book Fund. ISBN 0-620-34053-3.A. Craig: Family Ploceidae (weavers) In: Handbook of the Birds of the World, Volume 15. Weavers to New World Warblers. J del Hoyo, A Elliott & D Christie (Hrsg.). 2010, S. 74–197

Der Vogel kommt in Südafrika, Eswatini und Lesotho vor.

Das Verbreitungsgebiet umfasst offene Lebensräume mit einzelnem Baumbestand und sicherer Wasserversorgung, auch Fynbos.

Der e Artzusatz bezieht sich auf das Kap der Guten Hoffnung.

Merkmale Die Art ist 18 cm groß, das Männchen wiegt zwischen 44 und 52, das Weibchen zwischen 36 und 45 g, also ein ziemlich großer hellgelber Webervogel mit einem langen Schnabel. Das Männchen hat im Brutkleid kastanien- bis orangebraun an Stirn, Kinn und Kehle, einen schwarzen Schnabel und eine blasse Iris. Das Weibchen ist olivfarben mit gelber Kehle, blassem Schnabel und brauner Iris. Allerdings findet sich bei etwa jedem 5. auch ein blasses Auge. Jungvögel sind stumpfer gefiedert mit gelblicher Unterseite.

Geografische Variation Die Art ist monotypisch.

Stimme Der Gesang des Männchens wird als lange Reihe schnatternder und pfeifender Töne auf gleicher Tonhöhe beschrieben.

mini|Nest aus Piniennadeln Lebensweise Die Nahrung besteht etwa zu gleichen Teilen aus Insekten und Früchten, die auf dem Erdboden auch durch Umdrehen kleiner Steine sowie in Baumrinden gesucht werden. Auch im Fluge werden Insekten gefangen.

Die Brutzeit liegt zwischen Juli und November und August bis Februar. Kapweber sind ausgeprägt polygyn, brüten in Kolonien, in denen die Männchen, die auch das Nest bauen, ihr Revier verteidigen. Sie brüten im Schilf und neben Schilf stehenden Bäumen, gelegentlich auch zusammen mit dem Lappenstar. Das Gelege besteht aus 2 – 5 ungemusterten blauen Eiern. Die Art wird vom Goldkuckuck parasitiert.

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur C. Linnaeus: Systema naturae: per regna tria natura, secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis. Bd. 1, Teil 1, 1766, S. 163.

Weblinks

Macaulay Library Ploceus capensis auf Briefmarken

Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF H. D. Oschadleus: Cape Weaver (Ploceus capensis), version 2.0. In: G. D. Engelbrecht und V. Parker (Herausgeber): Birds of the World. 2025, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, Ploceus capensis J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 Old World sparrows, snowfinches, weavers

Kategorie:Webervögel