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Die Brown University ist eine US-amerikanische Universität, die in Providence, der Hauptstadt des Bundesstaates Rhode Island, liegt. Brown zählt zu den ältesten und renommiertesten Universitäten der USA. Sie ist eine der acht sogenannten Ivy-League-Universitäten in den Vereinigten Staaten. Sie ist Mitglied der Association of American Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten. 2020 waren 9.948 Studenten eingeschrieben.

Geschichte Die Universität wurde im Jahre 1764 von dem Baptistenpastor James Manning als Rhode Island College in Warren, Rhode Island gegründet und ist damit die drittälteste Universität Neuenglands und die siebtälteste Universität in den Vereinigten Staaten. 1770 erfolgte der Umzug zum heutigen Standort nach Providence. 1804 wurde das College zur Universität, und zu Ehren von Nicholas Brown Jr., einem 1768er Absolventen der Institution, der im Anschluss an seinen Dienst als Schatzmeister dem College die finanziellen Mittel zur Einrichtung weiterer Professuren vermacht hatte, in Brown University umbenannt. Genau 100 Jahre später wurde zu Ehren von Nicholas Brown Jr. das Forschungszentrum der John Carter Brown Library errichtet.

Am 13. Dezember 2025 kam es in einem Universitätsgebäude zu einer Massenschießerei mit zwei Todesopfern.

Zahlen zu den Studierenden Von den 9.948 Studenten im Oktober 2020 waren 5.208 Frauen (52,4 %) und 4.740 Männer (47,6 %). 6.792 strebten ihren ersten Studienabschluss an, in der Regel einen Bachelor, sie waren also undergraduates. 3.156 arbeiteten auf einen weiteren Abschluss hin, beispielsweise einen Master, sie waren postgraduates. Die Universität gibt an, dass 115.962 Personen als ehemalige Studenten zählen.

Organisation Fakultäten College (100 Studiengänge) Graduate School (50 Studiengänge) Medizin (Brown Medical School)

College Studenten, die einen Bachelorabschluss anstreben, studieren am Brown College, dem Herzstück der Universität. Es werden mehr als 100 Studiengänge angeboten. Außerdem können Studenten den Antrag stellen, in einer selbst kreierten Studienrichtung ihren Abschluss zu machen.

Die Universität gehört zu den selektivsten Universitäten der USA. In der Zulassungsrunde 2010/11 (Beginn des Studiums im Herbst 2011) bewarben sich 30.946 Schüler, von denen nur 8,7 % akzeptiert wurden. 1157 Bewerber waren Jahrgangsbeste in ihrer High School, allerdings erhielten gerade einmal 29 % davon eine Zulassung für die Brown University. 92 % aller akzeptierten Bewerber gehörten zu den besten 10 % ihrer High-School-Abschlussklasse.

In der Zulassungsrunde 2007/08 (Beginn des Studiums im Herbst 2008) erhielt die Universität beinahe 21.000 Bewerbungen – fast 2000 mehr als im Jahr zuvor. Die Aufnahmerate war daher noch niedriger als im Jahr zuvor (ca. 13 %). Für Bewerber ohne die amerikanische Staatsbürgerschaft war die Aufnahmechance besonders gering.

In einem College-Ranking der Princeton Review wurde die Brown University zum College mit den glücklichsten Studenten gewählt. Sowohl bei Eltern als auch bei Schülern schaffte es die Brown University außerdem in die Top 10 der Dream Colleges.

Weitere Einrichtungen Die sechs Bibliotheken der Einrichtung stellen den Studierenden zusammen mehr als sechs Millionen Bücher zur Verfügung. Die Graduate-Studenten genießen zudem Forschungsprivilegien an den benachbarten Bibliotheken von Harvard und Yale.

Sport Die Sportteams sind die Bears. Coach des Basketball-Teams war bis 2008 Craig Robinson; er ist der Bruder von Michelle Obama und somit Schwager des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Das Fraueneishockeyteam der Brown Bears wurde dreimal (1998, 2000 und 2002) Meister der ECAC.

Anschlag 2025

Am 13. Dezember 2025 ereignete sich auf dem Unigelände eine Schießerei mit mindestens zwei Toten und acht Schwerverletzten.Emergency Information. In: brown.edu, abgerufen am 14. Dezember 2025.Authorities search for suspect after multiple people shot near Brown University, police say. In: CNN, abgerufen am 14. Dezember 2025. Am darauffolgenden Tag nahm die Polizei einen Tatverdächtigen fest und ließ ihn am selben Tag wieder frei, da sich der Verdacht nicht bestätigte. Wenige Tage später wurde ein 48-jähriger Portugiese, der Suizid verübt hatte, als Täter identifiziert; er hatte um die Jahrtausendwende an der Brown University studiert. Präsident Donald Trump setzte darauf die Greencard-Lotterie aus, durch die der Täter seine Aufenthaltserlaubnis bekommen hatte.

Mutmaßlicher Betrug bei Prüfungen 2026 Nach dem Anschlag 2025 ließ Roberto Serrano, Professor der Wirtschaftswissenschaften, Zwischenprüfungen von einem seiner Kurse schriftlich zu Hause durchführen, statt wie üblich die Kandidaten persönlich zu prüfen. Die Ergebnisse waren außergewöhnlich gut, obwohl seiner Ansicht nach die Prüfung sogar schwerer als in den Vorjahren war. Serrano vermutete, dass Studenten künstliche Intelligenz verwendet hatten. Die Antworten ähnelten in Stil und Inhalt vielfach denen, die er auch von ChatGPT erhielt.https://fortune.com/2026/06/29/roberto-serrano-brown-university-massacre-ai-cheating/ Die mündlich durchgeführte Abschlussprüfung in demselben Kurs erbrachte einen massiven Einbruch bei den erreichten Punktezahlen. Serano nannte dies „den KI Tsunami für alle“ und verurteilte diejenigen Studenten, die durch Nutzung von K.I. die akademische Integrität verletzt hätten.

Bekannte Absolventen Internationale Organisationen und Politik Faisal bin Al Hussein (* 1963), jordanischer Prinz und IOC-Mitglied Mercer Cook (1903–1987), Romanist, Übersetzer und Diplomat Richard Holbrooke (1941–2010), Diplomat John F. Kennedy Jr. (1960–1999), Staatsanwalt und Sohn John F. Kennedys Dan Maffei (* 1968), Mitglied des US-Repräsentantenhauses (2009–2011, 2013–2015) Kenneth Roth (* 1955), Anwalt und ehemaliger Geschäftsführer von Human Rights Watch (1993–2022) Janet Yellen (* 1946), Finanzministerin der Vereinigten Staaten (seit 2021) Jim Yong Kim (* 1959), Präsident der Weltbank (2012–2019) Sarah Cleveland (* 1965), Juristin und Richterin am Internationalen Gerichtshof (seit 2024) Bobby Jindal (* 1971), Mitglied des US-Repräsentantenhauses (2005–2007), Gouverneur von Louisiana (2008–2016) Cathryn Clüver Ashbrook (* 1976), Politologin Kunst, Musik und Schauspielerei Eva Amurri (* 1985), Schauspielerin Kate Burton (* 1957), Schauspielerin Olivier Berggruen (* 1963), Kunsthistoriker Alvin Curran (* 1938), Komponist Jessica Capshaw (* 1976), Schauspielerin Stephen Karam, Dramatiker, Drehbuchautor Wendy Carlos (* 1939), Komponistin Mary Chapin Carpenter (* 1958), Country-Musikerin Michael Costigan, Filmproduzent Melinda Crane (* 1956), Journalistin und Moderatorin Yaya DaCosta (* 1982), Schauspielerin, Model Daveed Diggs (* 1982), Rapper und Schauspieler Cyrus Grace Dunham (* 1992), Schauspieler, Schriftsteller Jeffrey Eugenides (* 1960), Autor Davis Guggenheim (* 1963), Regisseur Todd Haynes (* 1961), Regisseur Quiara Alegría Hudes (* 1977), Theaterautorin Lingua Ignota (* 1986), Musikerin Nicolas Jaar (* 1990), Musiker John Krasinski (* 1979), Schauspieler Doug Liman (* 1965), Regisseur Laura Linney (* 1964), Schauspielerin Lisa Loeb (* 1968), Musikerin Sarah Morris (* 1967), Malerin und Filmemacherin James Naughton (* 1945), Schauspieler Masi Oka (* 1974), Schauspieler Emma Watson (* 1990), Schauspielerin Ivan Watson, Journalist Ottesah Moshfegh (* 1981), Autorin Wirtschaft Scott Aversano, Manager (President, MTV Films und Nickelodeon Movies) Marvin Bower (1903–2003), Manager (Managing Director, McKinsey & Co.) David Ebersman (* 1969), Manager (CFO, Facebook Inc.) Jonathan Klein, Manager (President, CNN US News) Gordon Macklin, Manager (CEO, NASDAQ) Brian Moynihan (* 1959), Manager (CEO, Bank of America) William R. Rhodes, Manager (Senior Vice Chairman, Citigroup) Stephen Robert, Manager (Chairman und CEO, Oppenheimer & Co.) John D. Rockefeller, Jr. (1874–1960), Unternehmer Tom Rothman, Manager (President, 20th Century Fox Film Group) John Sculley (* 1939), Manager (CEO, Apple und President, PepsiCo) Barry Sternlicht (* 1960), Unternehmer (Starwood Hotels & Resorts Worldwide) Ted Turner (1938–2026), Medienunternehmer (CNN, Turner Broadcasting) Thomas Watson Jr. (1914–1993), Manager (President und CEO, IBM) und Botschafter Andrew Yang (* 1975), Unternehmer und Philanthrop Wissenschaft William C. Bowen (1785–1815), Arzt, Chemiker und Hochschullehrer Robert Cushman Murphy (1887–1973), Ornithologe, benannte den Brunonia-Gletscher nach der Universität Jan Peter Toennies (* 1930), ehemaliger Direktor Max-Planck-Institut für Strömungsforschung Christian Thomsen (* 1959), Physiker und Präsident der Technischen Universität Berlin Adam Bruno Ulam (1922–2000), Politikwissenschafter, Neuzeithistoriker und Hochschullehrer Sonstige Cory Gibbs (* 1980), Fußballspieler Garnet Hathaway (* 1991), Eishockeyspieler Bill O’Brien (* 1969), American-Football-Trainer Joe Paterno (1926–2012), American-Football-Trainer

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