Die Liste von Burgen, Schlössern und Festungen in Schleswig-Holstein umfasst neben Burgen, Schlössern, Herrenhäusern, Gütern und anderen Gehöften auch einige weitere Wehrbauobjekte wie zum Beispiel Klöster und Wehrkirchen (Fluchtkirchen) auf dem Gebiet des heutigen deutschen Bundeslandes Schleswig-Holstein (siehe unten Ausnahmen). Obwohl einige der Herrenhäuser auf den Rittergütern (in Schleswig-Holstein Adlige Güter genannt) der Schleswig-Holsteinischen Ritterschaft auch als Schloss bezeichnet werden, was traditionell eher für die landesherrlichen Sitze gebräuchlich war, sind alle in demselben Abschnitt aufgelistet.
Für Kirchengebäude siehe: :Kategorie:Kirchengebäude in Schleswig-Holstein.
Einige sind auch heute im guten Zustand und bewohnt oder genutzt, von anderen sind nur noch Ruinen, Steinrelikte oder weniger erhalten. Manche von ihnen werden in den Ortsartikeln behandelt.
Kreis Dithmarschen Name Ort / Lage Typ Bemerkungen Bild Stellerburg Stelle-Wittenwurth Burg, WallburgBurgstall bei Stelle in der Nähe von Weddingstedt in Norddithmarschen, Stammsitz derer von Dittmers, erbaut wohl von Thietmar um 780 als Zoll und Aussenposten vor Dänemark. 130pxweitere Bilder Bökelnburg Burg (Dithmarschen) Burg, WallburgBurgstall einer frühmittelalterliche Ringwallanlage, seit 1818 befindet sich im Inneren des Ringwalls ein Friedhof. 130pxweitere Bilder Gut Friedrichshof Dingen Herrenhaus Abgegangenes Gutshaus. Der Friedrichshof war von 1576 an für kurze Zeit ein adliges Gut, das aber vom dänischen König 1579 übernommen wurde und als Amtssitz des königlichen Statthalters diente. Halvesburg Delve oder Bergewöhrden (Standort unbekannt) Burg, Turmhügelburg Mutmaßlich eine abgegangene Grenz- und Zwingburg, die an der Nordgrenze Dithmarschens die Tielenburg von Westen her abzuschirmen sollte. Die Anlage wird lediglich in drei Quellen genannt und konnte bisher nicht lokalisiert werden, weshalb es auch an archäologischen Befunden und baulichen Informationen fehlt. Spätestens im Jahr 1500 wird sie mit der Eroberung und Zerstörung der Tielenburg ebenfalls den Dithmarscher Bauern zum Opfer gefallen sein. Schanze Süderholm,Hamhus Heide (Holstein) Festung, Landwehr, Festes Haus, Schanze Abgegangene Wall-Grabenanlage und Torhaus der Landwehr der Dithmarscher Bauern, auch Landwehr Süderhamme und Hamhuß, Hammam, Hamme in historischen Schriftquellen und Karten geschrieben. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wird die Süderhamme als Geländeverstärkung in Form einer befestigten Waldstücks mit angustiarum (Wegenge), fauces (Hohlweg) oder Landwehr bezeichnet. Mitte des 15. Jahrhunderts bauten die Dithmarscher die Schanze Süderholm und das Torhaus Hamhus. 130pxweitere Bilder Hemmingstedter Schanze Hemmingstedt, Nordermeldorf Festung, Landwehr, Schanze Abgegangene Wall-Grabenanlage (Zeitraum 1500 bis 1559), Teil der Landwehr der Dithmarscher Bauern, die über die alte Straße von Meldorf nach Hemmingstedt wohl spontan und nur als Provisorium gelegt wurde. Beim Anrücken des feindlichen Heeres öffneten die Dithmarscher Schleusen zur Nordsee und überschwemmten das westlich gelegene Gebiet sowie das Vorland und die Straße. Marienburg Tensbüttel-Röst Burg, Turmhügelburg Burgstall der nur von 1403 bis 1404 bestehenden Zwingburg der Brüder Herzog Gerhard VI. (Holstein-Rendsburg) und Graf Albrecht II. (Holstein). Nach ihrer Zerstörung durch die Dithmarscher nach dem 5. August 1404 lässt sich kein Wiederaufbau oder sonstige Nutzung der Anlage feststellen. Tielenbrücke,Norderhamme Schalkholz, Tellingstedt Festung, Landwehr, Schanze, Festes Haus Abgegangene Wehranlage des 16. Jahrhunderts der Landwehr der Dithmarscher Bauern (Zeitraum 1403 bis 1559). Sie wird beschrieben als Bollwerk mit vorgelagerter Schanze und mit einem tiefen Sumpfgraben befestigt. Über den ehemals breiten Fluss Tielenau sei eine Brücke gebaut worden, auf der ein Huß gestanden habe. Dieses sei mit zwei geschlossenen Türen versehen gewesen und einem Schlagbaum davor. Im Wasser habe noch eine Barrikade östlich des Tors gestanden. Nördlich davon habe eine Landwehr gelegen, die als Rondell mit Schanzgraben beschrieben wird. Auf den einzigen Zugangsweg, die von Tellingstedt kommende Straße, seien die Geschütze der Bauern ausgerichtet gewesen. Die Beschreibungen decken sich weitgehend mit dem heutigen Erscheinungsbild der Überreste der Anlage. Burg Tielenau Pahlen Burg, Turmhügelburg Burgstall der ersten Tielenburg an der Nordwestecke Tielenhemmes, etwa 500 m vor der Mündung der Tielenau in die Eider, um 1245 als Wurt oder Motte und mit einem Wassergraben errichtet, vielleicht eine Zwingburg der Herzögen von Schleswig. Nach den archäologischen Ausgrabungen wurde die Burg um 1300 wieder aufgegeben. Ob ehemalige Befestigungen des nahen Hofes Tieleburg damit in Zusammenhang stehen, ist noch nicht bekannt.Felix Biermann, Yasmin Dannath, Wiebke Kirleis, Stefan Magnussen, Normen Posselt: Die erste Tielenburg? Die mittelalterliche Wehranlage an der Tielenau bei Pahlen (Dithmarschen). In: Burgen und Schlösser 3, 2018, S. 131–156 Tielenburg Tielenhemme Burg, Turmhügelburg Burgstall einer Zwingburg der Herzöge des Herzogtums Schleswig (auch Thylenborg, Tylenborch, Tilenborg, slot to der Tylen genannt), gelegen an der Nordwestecke Tielenhemmes an der rechten Mündungsseite der Tielenau in die Eider, die gegen die Freien Bauern von Dithmarschen gerichtet wurde. Vermutlich im 13. Jahrhundert, spätestens um 1300 errichtet und 1323 als holsteinischer Vogteisitz urkundlich. Hier befand sich auch bis 1500 der Verwaltungssitz der Landschaft Stapelholm. Nach dem Sieg in der Schlacht bei Hemmingstedt vom 17. Februar 1500 fielen diese Burg und die drei Inseln wie auch die Halvesburg den Dithmarschern zu und wurde geschleift.
Flensburg Name Ort / Lage Typ Bemerkungen Bild Eddeboe Westliche Höhe Burg, Wallburg Burgställe von zwei Burgen im Marienhölzung: die vermutlich ältere Eddeboe auf dem Brandplatz war offenbar eine Wasserburg oder ein Weiherhaus. Der größere befestigte Herrensitz Eddeboe/Junkerplatz liegt 100 m westlich, möglicherweise eine Turmhügelburg, aber der Turmhügel nicht mehr feststellbar. 130pxweiter Bilder Flensburger Stadtbefestigung Flensburg Burg, Stadtbefestigung Burgställe in Flensburg, siehe auch Dammhofareal, Burghof (Flensburg) und Flensburger Wappen 130pxweitere Bilder Duburg Westliche Höhe Burg, Stadtbefestigung Die Höhenburg Duburg im Marienhölzung ersetzte als zweites Marienbergburg den Vorgängerbau Hof Flenstoft. Die größte, abgetragene Burg Flensburgs diente auch der Stadtbefestigung. 130pxweiter Bilder Hof Flenstoft Westliche Höhe Burg, Festes Haus Edelhof im Marienhölzung, Vorgänger der Duburg Marineschule Mürwik Mürwik Burg (Nachempfundene Architektur) Auch Rote Burg oder Rotes Schloss genannt, entstand zusammen mit dem Marinelazarett im Jahr 1910 nach dem Vorbild der Marienburg 130pxweitere Bilder Franziskanerkloster Flensburg Johannisviertel KlosterFrüher Franziskanerkloster St. Katharinen und St. Katharinenkloster, heute auch Kloster zum Heiligen Geist, 1263 gegründet 130pxweitere Bilder Turmburg im Norderkuhgang Innenstadt Burg, Turmburg, Stadtbefestigung, Abgegangene Burg, vermutlich im Mittelalter gebaut und Bestandteil der Flensburger Stadtbefestigung. 130pxweitere Bilder
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