Andreas Weissenbach (auch Weißenbach; * 9. September 1925 in Imst) ist ein österreichischer Maler.

Leben Andreas Weissenbach wuchs in Imst und Ehrwald auf, absolvierte eine Malerlehre und besuchte die Mal- und Zeichenschule von Toni Kirchmayr in Innsbruck. Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1943 zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in Jugoslawien in Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1948 heimkehrte. Von 1949 bis 1954 studierte er an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Herbert Boeckl und in der Grafikklasse von Christian Ludwig Martin und erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den Fügerpreis. Nach Abschluss des Studiums kehrte Weissenbach nach Imst zurück und erhielt bald erste öffentliche Aufträge für Fassadengestaltungen. Ab 1967 war er Professor an der Fachabteilung Kunsthandwerk der HTL Innsbruck und unterrichtete Freihandzeichnen, Anatomie und Malen. Seit 1958 ist er Mitglied der Tiroler Künstlerschaft.Tiroler Künstler*schaft: Weissenbach Andreas

Zu Weissenbachs Werk gehören vorwiegend Landschaftsbilder, aber auch Stillleben, Ortsansichten, Selbstbildnisse, mythologische Szenen und Fasnachtsbilder in unterschiedlichsten Techniken wie Aquarell, Öl, Tempera, Tusche, als Rohrfederzeichnung oder in verschiedenen Drucktechniken. Die Fassadengestaltungen führte er in Form von Mosaiken, Sgraffiti, Secco- oder Freskomalerei aus. Weissenbach ist auch aktiv in der Imster Fasnacht und hat Larven geschnitzt und gefasst.

Werke im öffentlichen Raum mini|Wandmalerei Guter Hirte am Widum Stanz (1960) Wandmalerei Jüngstes Gericht, Michaelskapelle, Friedhof Imst, 1956 Fresko Pietà, Kriegerdenkmal Mils bei Imst, 1956 Wandmalerei Guter Hirte, Widum Stanz bei Landeck, 1960 Mosaiken Maria mit Kind, Christus als Guter Hirte, hl. Christophorus, hl. Josef, Bildstock am Kapf, Arzl im Pitztal, 1961 Mosaik Imster Schemenlaufen am alten Kino, Imst, 1962 (nach Abriss des Gebäudes im Inneren des stattdessen errichteten Bürogebäudes angebracht)Neuer Platz für Imster Mosaike. Tiroler Tageszeitung vom 5. Jänner 2018. Sgraffito mit Motiven der Postbeförderung und des Postwesens, Hotel Post, Imst, 1965 Altarmosaik Erzengel Michael, Kirche zu den hll. Engeln, Imst-Brennbichl, um 1967Ursula Koslowsky-Pechloff: Imst, Tirol. Peda-Kunstführer Nr. 023.1/91, Passau 1991, ISBN 3-927296-25-2, S. 30. Wandmalerei Bauernfamilie, Landwirtschaftliche Landeslehranstalt, ehemalige Reitervilla, Imst, um 1970 Mosaik Gottvater im Portaltympanon, Johanneskirche, Imst, 1976–1979

Literatur

Andreas Weissenbach. Zeichnung und Druckgraphik von 1950–2012. Ausstellung im Museum im Ballhaus vom 18.09. – 10.11.2012. Website der Stadt Imst Markus Hauser: Schaffenskraft ist noch immer ungebrochen. In: Tiroler Tageszeitung. 21. September 2016.

Weblinks

Einzelnachweise

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