mini|Stefan Scholz, 2021 Stefan Franz Josef Scholz (* 31. März 1966 in Wien) ist ein österreichischer Diplomat. Im Jänner 2026 übernahm er die Abteilung Afrika südlich der Sahara, Afrikanische Union im Bundesministerium Europäische und internationale Angelegenheiten.

Leben und diplomatischer Werdegang Stefan Scholz studierte von 1984 bis 1989 Politikwissenschaft, Geschichte und Recht an der Universität Wien und schloss mit einer Diplomarbeit über „Österreichische Ost-Politik“ ab. Anschließend war er mit einem Fulbright-Stipendium Visiting Scholar an der Hoover Institution on War, Revolution and Peace und Gaststudent an der Stanford University. Der Doktortitel wurde ihm 1991 durch die Universität Wien verliehen.

Es folgten Diplomstudien an der Paul H. Nitze School of Advanced International Studies (SAIS) der Johns Hopkins University in Bologna (1991–1992) sowie am Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung in Genf (1992–1993). Im Jahr 2025 wurde ihm der Ehrendoktortitel für seine Beiträge zur Gründung des Centro Hans Kelsen de Estudos sobre a Jurisdição Constitucional in Brasilia durch Ministro Gilmar Mendes verliehen. Mendes ist Richter und früherer Präsident des brasilianischen Obersten Bundesgerichts (STF) und Mitbegründer des Brazilian Institute of Education, Development and Research (IDP).

Sein diplomatischer Werdegang begann 1993 in der Abteilung für humanitäre Maßnahmen, Asyl und Migration. Scholz war dann bis 1994 Referent an der Ständigen Vertretung Österreichs bei den Vereinten Nationen in Genf und 1995 an der Ständigen Vertretung des OSZE.

1995–1999: Referent an der Österreichischen Botschaft Washington D.C., verantwortlich für wirtschaftliche Beziehungen, Sozial- und Agrarpolitik sowie Betreuung der österr. Delegationen bei den Treffen der Internationalen Finanzinstitutionen.

Von 1999 bis 2002 war er erneut der Ständigen Vertretung zu den Vereinten Nationen in Genf zugeteilt, zuständig für UNHCR, ILO, IOM, ICRC, IFRC, OHCHR und OCHA. Anschließend war er bis 2004 in der Menschenrechtsabteilung des Außenministeriums für die Themen Rassismus und Kinderrechte sowie den österr. Vorsitz im Netzwerk menschliche Sicherheit zuständig.

In den Jahren 2004 bis 2009 war Scholz Erstzugeteilter an der Österreichischen Botschaft in Peking und von 2009 bis 2012 Botschafter in Nigeria und Ständiger Vertreter bei der Westafrikanischen Wirtschafts­gemeinschaft (ECOWAS). Danach leitete er bis 2017 die Abteilung für Länder- und Regionalstrategien in der Sektion für internationale Partnerschaften des Außenministeriums.

Scholz war von 2017 bis 2021 österreichischer Botschafter im Iran und von 2021 bis 2025 österreichischer Botschafter in Brasilien und für Suriname.

Privates Stefan Scholz ist verheiratet und hat fünf Kinder.

Siehe auch Liste der österreichischen Botschafter

Weblinks

Stefan Scholz Österreichische Botschaft in Teheran

Einzelnachweise

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