thumb|Luftbild (2025) Wojciechów (deutsch Albrechtsdorf) ist eine Ortschaft in Polen in der Stadt-und-Land-Gemeinde Olesno (Rosenberg O.S.) im Powiat Oleski in der Woiwodschaft Opole (Oppeln).

Geographie Geographische Lage Das Dorf Wojciechów liegt im nordöstlichen Teil Oberschlesiens im Rosenberger Land. Etwa zwei Kilometer südöstlich liegt die Kreisstadt Olesno und etwa 48 Kilometer südwestlich die Woiwodschaftshauptstadt Opole.

Der Ort liegt in der Wyżyna Woźnicko-Wieluńska (Woischnik-Wieluń Hochland) innerhalb der Obniżenie Liswarty (Lisswarther Senke). Wojciechów liegt an der Stobrawa (Stober). Nördlich des Dorfes liegen weitläufigen Waldgebiete. Durch den Ort verläuft die Landesstraße Wojewodschaftsstraße 936, zwei Kilometer nördlich die Droga ekspresowa S11.

Ortsteil Ortsteil von Wojciechów ist Osiedle Wojciechów (Siedlung Albrechtsdorf).

Nachbarorte Nachbarorte von Wojciechów sind im Nordwesten Stare Olesno (Alt-Rosenberg) und im Südosten der Gemeindesitz Olesno (Rosenberg).

Geschichte Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Albrechtsdorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Albrechtsdorf ab 1816 zum Landkreis Rosenberg O.S. im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Schule, eine Försterei, eine Brennerei, eine Brauerei, ein Kalkofen, ein Sägewerk und 93 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Albrechtsdorf 772 Menschen, davon neun jüdisch. Zu Albrechtsdorf gehörten zu diesem Zeitpunkt die Bialer Mühle, Borek, Dworzanski, Ewaldshütte, Kiemühle, Walchermühle, Pieklermühle sowie die Schlossmühle.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 3. 1855 zählte das Dorf 848 Menschen.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865 1874 wurde der Amtsbezirk Albrechtshof gegründet, welcher aus den Landgemeinden Albrechtsdorf, Alt Rosenberg und Lowoschau und den Gutsbezirken Albrechtsdorf, Alt Rosenberg, Lowoschau und Walzen bestand.Territorial Amtsbezirk Albrechtsdorf/Alt-Rosenberg 1885 zählte Albrechtsdorf 606 Einwohner.AGOFF Kreis Rosenberg O.S.

Zur Volkszählung 1905 hatte Albrechtsdorf insgesamt 743 Einwohner, von denen 712 Polnisch als ihre Muttersprache angaben (95,8 %).Gemeindelexikon für die Provinz Schlesien. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen, S. 290 (Digitalisat).

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten im Ort 246 Wahlberechtigte für einen Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland und 248 für eine Zugehörigkeit zu Polen. Auf Gut Albrechtsdorf stimmten 125 für Deutschland und 69 für Polen.Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: Literatur, Albrechtsdorf verblieb nach der Teilung Oberschlesiens beim Deutschen Reich. 1925 zählte Albrechtsdorf 1002, sowie 1933 979 Einwohner. Am 1. April 1939 wurde Albrechtsdorf in die Landgemeinde Alt-Rosenberg eingemeindet. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Rosenberg.

Infolge des Zweiten Weltkrieges kam der Ort 1945 an Polen und wurde der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Wojciechów wurde der offizielle Ortsname. Bereits im Mai 1945 wurde im Dorf ein Arbeitslager eingerichtet. Hier wurden Zivile, Kriegsgefangene und Mitglieder der NSDAP gefangen gehalten. Sommer 1945 zählte das Lager 900 Gefangene, darunter 200 Kinder. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Opole und 1975 zur Woiwodschaft Częstochowa. 1999 kam der Ort zum wiedergegründeten Powiat Oleski und wieder zur Woiwodschaft Opole.

Sehenswürdigkeiten Wegekreuz

Vereine Freiwillige Feuerwehr OSP Wojciechów Fußballverein LZS Wojciechów

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Gmina Olesno