Zapel ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Crivitz verwaltet und grenzt direkt an die Stadt Crivitz.

Geografie und Verkehr Die Gemeinde befindet sich etwa drei Kilometer südöstlich von Crivitz und zirka 20 Kilometer nordwestlich von Parchim. Sie liegt an der Bundesstraße 321. Die Bundesautobahn 14 (ca. 14 Kilometer) ist über die Anschlussstelle Schwerin-Ost erreichbar. Durch das Gemeindegebiet verläuft die Bahnstrecke Schwerin–Parchim. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Crivitz und Ruthenbeck. Im Süden des Gemeindegebietes liegt das Waldgebiet Settiner Tannen und hier entspringt auch der Gramnitzbach. Im Nordosten des Gemeindegebietes befindet sich der höchste Punkt im Gemeindegebiet mit .

Ortsteile der Gemeinde sind Zapel und das am 1. Januar 1951 eingegliederte Zapel Hof.§ 1 der (PDF; 30 kB) der Gemeinde

Geschichte Der Name ist slawischen Ursprungs und bedeutet so viel wie „Ort der Reiher“ oder „Reiherort“. Ob die Siedlung auf dem alten slawischen Wohnplatz errichtet wurde, ist nicht erwiesen. Die immer wieder erscheinende Darstellung, die Kirche liege auf einem Burgwall, ist durch Erdbohrungen widerlegt. Die Kirche steht auf einem Hügel, dem höchsten Punkt im Dorfzentrum.

Am 1. Januar 1951 wurde die bisher eigenständige Gemeinde Zapel, Hof (auch Hof Zapel) in die Gemeinde Zapel, Dorf (auch Dorf Zapel) eingegliedert.

Die Gemeinde verlor im Jahr 2004 rund ein Viertel ihrer Bevölkerung.

Politik Wappen

Flagge links|mini|hochkant|20px Flagge der Gemeinde Zapel Die Flagge ist quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Grün, Weiß und Grün gestreift. Die grünen Streifen nehmen je ein Viertel, der weiße Streifen nimmt die Hälfte der Länge des Flaggentuchs ein. In der Mitte des weißen Streifens liegt das Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3:5.

Dienstsiegel Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „GEMEINDE ZAPEL“.

Sehenswürdigkeiten mini|links|Dorfkirche in Zapel → Siehe auch Liste der Baudenkmale in Zapel Spätgotische Feldsteinkirche vom Anfang des 15. Jahrhunderts, Fachwerkturm von 1749 Gedenkstein von 1960 vor einer Scheune an der B 321, in der 25 KZ-Häftlinge des Todesmarsches vom April 1945 von SS-Männern ermordet wurden. Gedenktafel von 1976 an der B 321 in der Nähe des Grundstücks Parchimer Straße 2 an den Todesmarsch Gedenkstein von 1950 neben dem Chausseehaus an 18 (tatsächlich waren es 25) ermordete KZ-Häftlinge Stele von 1996 an der B 321 zwischen Zapel und Neu Ruthenbeck vom Bildhauer Wieland Schmiedel zur Erinnerung an den Todesmarsch

Söhne und Töchter der Gemeinde Herbert Säverin (1906–1987), Oberbürgermeister von Wismar 1945–1950 Christian Bunners (1934–2024), evangelischer Theologe und Musikwissenschaftler.

Einzelnachweise

Weblinks

Amt Crivitz

Kategorie:Ort im Landkreis Ludwigslust-Parchim