Ebach ist ein Gemeindeteil des Marktes Eckental im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Ebach liegt in der Gemarkung Herpersdorf.
Geografie Das Dorf liegt im Erlanger Albvorland an einem namenlosen rechten Zufluss des Mühlbachs. Im Osten steigt das Gelände zum Lettenbuckel () an. Es gibt dort einen Modellflugplatz. Gemeindeverbindungsstraßen führen zur Bundesstraße 2 (0,5 km westlich), zur Staatsstraße 2236 bei Mausgesees (0,6 km südwestlich) und zur Kreisstraße ERH 12 (1,3 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1356 als „Eybach“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Hydronyms ist die Eibe. Ebach war ursprünglich ein Reichsgut. 1439 bestand der Ort aus elf Anwesen. Sie alle hatten die Nürnberger Patrizier Schürstab als Grundherrn. Ebach gehörte wie die umliegenden Orte zum wittelsbachischen Teilherzogtum Bayern-Ingolstadt. Ab 1627 lag es im Fraischbezirk der kurbayerischen Enklave Rothenberg. Infolge des Dreißigjährigen Krieges wurde Ebach bis auf einer Familie entvölkert.F. Krug (Hrsg.): Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 94.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Ebach aus neun Anwesen. Das Hochgericht übte teils das pfalz-bayerische Landrichteramt Schnaittach aus, teils das nürnbergerPflegamt Hiltpoltstein. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das nürnbergische Landesalmosenamt. Grundherren waren das Landesalmosenamt (8 Anwesen) und der Nürnberger Eigenherr von Oelhafen (1 Anwesen).I. Bog: Forchheim, S. 49.
1806 kam Ebach an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Herpersdorf und der zugleich gebildeten Ruralgemeinde Herpersdorf zugewiesen.W. Schwemmer, G. Voit: Lauf-Hersbruck, S. 143. Am 1. Juli 1972 wurde Ebach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die neu gebildete Gemeinde Eckental eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2025Einwohner 49 74 64 89 98 79 73 75 70 81 176 185HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 10 11 17 17 17 16 16 43 Quelle
Religion Ebach ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Nürnberger Untertanen waren protestantisch und nach St. Jakobus (Kirchrüsselbach) gepfarrt. Die pfalz-bayerischen Untertanen waren katholisch und nach St. Walburgis (Kirchröttenbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Eckental) Kategorie:Ersterwähnung 1356