Mausgesees (fränkisch: MaisgseisH. Maas: Mausgesees und Ochsenschenkel, S. 147f.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Eckental im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Mausgesees liegt in der Gemarkung Herpersdorf.

Geografie Das Dorf liegt am Mühlbach, einem linken Zufluss der Schwabach. Die Staatsstraße 2236 führt nach Forth zur Bundesstraße 2 (0,9 km nordwestlich) bzw. nach Herpersdorf (1,7 km südöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1172/75 als „Musengeseze“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Grundwort des Ortsnamens ist , das Bestimmungswort ist in der Verwendung als Übername Musō für eine Person, die solche Eigenschaften hatte. Mausgesees wurde um 1100 gegründet und war ursprünglich ein Reichsgut, später ein Reichslehen.F. Krug (Hrsg.): Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 100.

Das Nürnberger Patriziergeschlecht Stromer verfügte um 1355 über reichslehnbare Güter in Mausgesees, ab 1468 ist auch ein befestigter Herrensitz bezeugt. Dieser ist in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts möglicherweise abgegangen. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts entspann sich ein Rechtsstreit der Familien Stromer, von Gotzmann und Pfeiffer um den Besitz, der letztlich an die Gotzmann-Erben aus der Familie von Bünau auf Büg fiel. Dabei war von einem Herrenhaus zu Mausgesees nicht mehr die Rede; Überreste sind nicht mehr zu sehen. 1791 fiel der Grundbesitz mit Büg an die Freiherrn von Egloffstein.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Mausgesees aus fünf Anwesen (1 Hof, 2 Güter, 1 Tagelöhnerhaus, 1 Hirtenhaus). Das Hochgericht übte das pfalz-bayerische Landrichteramt Schnaittach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtlich Anwesen hatte die Egloffsteinische Herrschaft Büg.W. Schwemmer, G. Voit: Lauf-Hersbruck, S. 83.

1806 kam Mausgesees an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Herpersdorf und der zugleich gebildeten Ruralgemeinde Herpersdorf zugewiesen. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand der Ort dem Patrimonialgericht Büg.W. Schwemmer, G. Voit: Lauf-Hersbruck, S. 143. Am 1. Juli 1972 wurde Mausgesees im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die neu gebildete Gemeinde Eckental eingegliedert.

Baudenkmäler In Mausgesees gibt es zwei Baudenkmäler: Haus Nr. 1: Scheune und Kruzifix Haus Nr. 2: Wohnstallhaus

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2025Einwohner 18 30 31 38 38 38 26 41 63 64 50 29HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 5 5 6 6 6 7 12 12 Quelle Dort als Mausg’sees aufgelistet.

Religion Mausgesees ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Walburgis (Kirchröttenbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Eckental) Kategorie:Ersterwähnung 1172