Boroszów (deutsch Boroschau, 1936–1945 Alteneichen) ist ein Ort in der Stadt- und-Landgemeinde Olesno (Rosenberg O.S.) im Powiat Oleski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie Boroszów liegt im nordöstlichen Teil Oberschlesiens im Rosenberger Land rund acht Kilometer nördlich von Olesno und 55 Kilometer nordöstlich von Opole.

Nachbarorte von Boroszów sind im Westen Jamy (Jamm), im Norden Skrońsko (Skronskau) und im Osten Bischdorf (Biskupice).

Geschichte mini|links|Gesamtansicht mit Schrotholzkirche St. Maria Magdalena mini|Schrotholzkirche St. Maria Magdalena mini|Herz-Jesu-Kapelle mini|Ehemaliges Gutshaus (1937) Das Dorf wurde im 16. Jahrhundert erstmals erwähnt.Geschichte des Dorfes (polnisch) Der Ortsname leitet sich vom Gründer des Dorfes ab, das Dorf des Borosz.Heinrich Adamy: Die schlesischen Ortsnamen, ihre Entstehung und Bedeutung. Verlag von Priebotsch’s Buchhandlung, Breslau 1888, S. 14. 1679 wird erstmals eine Kirche im Ort erwähnt.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Boroschau mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Boroschau ab 1816 zum Landkreis Rosenberg O.S. im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf ein Schloss, ein Vorwerk, eine katholische Kirche, ein Jägerhaus, eine Brauerei, eine Brennerei und 39 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Boroschau 303 Menschen, davon 34 evangelisch und fünf jüdisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 51. 1855 zählte das Dorf 357 Menschen.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865 1874 wurde der Amtsbezirk Skronskau gegründet, welcher aus den Landgemeinden Boroschau, Jastrzigowitz und Skronskau und die Gutsbezirke Boroschau und Skronskau bestand.Territorial Amtsbezirk Skronskau/Bischdorf 1885 zählte Boroschau 172 Einwohner.AGOFF Kreis Rosenberg O.S. 1895 erhielt Boroschau einen Anschluss an die Bahnstrecke der Rosenberger Kreisbahn.

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 91 Wahlberechtigte für einen Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland und 11 für eine Zugehörigkeit zu Polen.Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: LiteraturLandsmannschaft der Oberschlesier in Karlsruhe: Groß Borek verblieb nach der Teilung Oberschlesiens beim Deutschen Reich. 1925 zählte Boroschau 399, 1933 wiederum 358 Einwohner. Am 27. April 1936 wurde der Ort im Zuge einer Welle von Ortsumbenennungen der NS-Zeit in Alteneichen umbenannt. Zum 1. April 1939 wird Alteichen in die Gemeinde Bischdorf eingegliedert. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Rosenberg O.S.

1945 kam der bis dahin deutsche Orte unter polnische Verwaltung und wurde anschließend der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen und ins polnische Boroszów umbenannt. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln und 1975 zur Woiwodschaft Tschenstochau. 1993 wurde der Personenverkehr entlang der Bahnstrecke der ehemaligen Rosenberger Kreisbahn eingestellt. 1999 kam der Ort zum wiedergegründeten Powiat Oleski und wieder zur Woiwodschaft Oppeln.

Sehenswürdigkeiten Die Schrotholzkirche St. Maria Magdalena (Kościół św. Marii Magdaleny) wurde 1773 im Auftrag der Familie von Paczenski erbaut. Die zweistöckige Herz-Jesu-Kapelle wurde im Jahr 2000 an der Straßen nach Bischdorf eingeweiht.

Vereine Freiwillige Feuerwehr OSP Boroszów.

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Einzelnachweise

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