mini|Weibchen
Der Cabanisweber (Ploceus intermedius, Syn.: Loxia intermedius) zählt innerhalb der Familie der Webervögel (Ploceidae) zur Gattung der Ammerweber (Ploceus).Cabanisweber, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank
Der Vogel kommt in Ostafrika und im Süden Afrikas vor in Angola, Äthiopien, Botswana, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Dschibuti, Kenia, Malawi, Mosambik, Namibia, Ruanda, Sambia, Simbabwe, Somalia, Südafrika, Südsudan, Eswatini, Tansania und Uganda, ferner als eingeführte Art in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Das Verbreitungsgebiet umfasst busch- und baumbestandenes Grasland, bevorzugt in Wassernähe, aber auch an Siedlungen bis 2000 m Höhe.T. Stevenson, J. Fanshawe: Birds of East Africa. Kenya, Tanzania, Uganda, Rwanda, and Burundi. Princeton University Press, 2002, ISBN 978-0-691-12665-4.
Der e Artzusatz kommt von .
Merkmale Die Art ist 13 cm groß und wiegt zwischen 17 und 27 g. Das Männchen hat im Brutkleid eine cremeweiße Iris im Kontrast zur schwarzen Gesichtsmaske, die sich über Stirn und Scheitel, Wangen und Ohrdecken ausdehnt und bis zur Kehle reicht. Sie wird kastanienbraun abgegrenzt, die Beine sind blaugrau. Der ähnliche Dotterweber hat kein Schwarz auf der Stirn, hat rote Augen und rosafarbene Beine. Im Schlichtkleid hat das Männchen wie das Weibchen eine blasse Iris, blaugraue Augen und Gelb über der Brust. Jungvögel haben dunkle Augen.
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt: P. i. intermedius , 1845, Nominatform – Dschibuti, Äthiopien, Somalia, Südsudan, Uganda, Kenia, Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda, Burundi und Tansania P. i. cabanisii (, 1868) – Südwesten des Kongos, an der Küste von Angola, Südwesten Tansanias, Südosten der Demokratischen Republik Kongo, Sambia, Malawi, Simbabwe, Mosambik, Nordnamibia, Botswana, Südafrika und Eswatini P. i. beattyi , 1959 – trockene Küste Angolas
Stimme Der Gesang des Männchens wird als langgezogenen quirligen Ruf mit eingestreuten Tönen und anderen Elementen „swizzzzzz“ beschrieben. Er unterscheidet sich deutlich von anderen Webervögeln.
Lebensweise Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten einschließlich Raupen, Heuschrecken, Termiten, aber auch Pflanzensamen, Maulbeeren und Blüten.
Die Brutzeit liegt zwischen Januar und Mai im Kongo, zwischen Oktober und November sowie März und Juli in Ostafrika, in Äthiopien auch im September. Außerhalb der Brutzeit wird das Brutgebiet verlassen.
Cabanisweber sind polygyn, brüten in großen Kolonien, gerne auch zusammen mit Dorfwebern und mitunter Büffelwebern. Diese Art wird häufig vom Goldkuckuck parasitiert.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).Redlist
Literatur E. Rüppell: Systematische Uebersicht der Vögel Nord-Ost-Afrika's. nebst Abbildung und Beschreibung von fünfzig Theils unbekannten, Theils noch nicht bildlich dargestellten Arten. S. 71 &76, S. Schmerber’sche Buchhandlung, Frankfurt 1845, doi:10.5962/bhl.title.51961 Biodiversity Library
Weblinks
Macaulay Library Ploceus intermedius auf Briefmarken
Einzelnachweise A. J. F. K. Craig: Lesser Masked-Weaver (Ploceus intermedius), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Ploceus intermedius J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 Old World sparrows, snowfinches, weavers
Kategorie:Webervögel