mini|Céline Widmer, 2024 Céline Widmer (* 26. Mai 1978 in Winterthur; heimatberechtigt in Mosnang) ist eine Schweizer Politikerin (SP). Seit 2026 ist sie Mitglied des Zürcher Stadtrats und steht dem Sozialdepartement vor.
Leben Céline Widmer wuchs in Winterthur auf. Nach der Matura absolvierte sie eine Ausbildung zur Tontechnikerin und studierte anschliessend Politikwissenschaft an der Universität Zürich. Nach dem Studium arbeitete sie am Institut für Politikwissenschaften (IPZ) der Universität Zürich und in verschiedenen nationalen und internationalen Studien und Forschungsprojekten zu Quartier-, Stadt- und Agglomerationspolitik mit. Von 2014 bis 2024 arbeitete sie im Stab von Stadtpräsidentin Corine Mauch. Widmer hat zwei Kinder und lebt in Zürich. 2026 machte sie ihre Brustkrebserkrankung öffentlich.Neue Stadträtin Céline Widmer muss in Strahlentherapie. In: Tages-Anzeiger, 27. Mai 2026.
Politik Widmer trat während des Studiums der Sozialdemokratischen Partei bei und wurde 2012 für die Kreise 4 und 5 der Stadt Zürich in den Kantonsrat gewählt. Von 2012 bis 2013 war sie Mitglied der Justizkommission und anschliessend bis Mai 2019 Mitglied der Kommission für Staat und Gemeinden. Ab Mai 2019 stand sie als Präsidentin der Finanzkommission vor. Anfang Dezember 2019 schied sie aus dem Kantonsrat. In ihrer Fraktion war Widmer von 2013 bis 2019 Mitglied des Fraktionsvorstandes und Vorsitzende des Fraktionsausschusses für Staat und Justiz.
In den nationalen Parlamentswahlen vom 20. Oktober 2019 wurde Widmer für die SP in den Nationalrat gewählt und in den Wahlen 2023 wiedergewählt. Sie nahm zuerst in der Finanzkommission Einsitz und wechselte im Dezember 2020 in die Staatspolitische Kommission. Dort und ab Dezember 2023 zusätzlich in der Kommission für Wirtschaft und Abgaben sowie im Büro des Nationalrats war sie Mitglied bis zum Ende ihrer Amtsdauer. Zudem war sie während ihrer ganzen Amtsdauer Mitglied der Delegation für die Beziehungen zum Deutschen Bundestag.
Widmer war von 2009 bis 2015 Geschäftsleitungsmitglied der SP Stadt Zürich. Ab 2020 leitete sie die Arbeitsgruppe Steuergerechtigkeit. Ab 2023 war sie Co-Präsidentin der Themenkommission Wirtschaft und Finanzen der SP Schweiz sowie Mitglied des Parteirats der SP Schweiz.
Widmer war von 2013 bis 2016 Vorstandsmitglied des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks SAH Zürich und von 2016 bis 2024 dessen Präsidentin. Ab 2021 war sie Co-Präsidentin der Plateforme sans-papiers Suisse und setzte sich dort aktiv für die Rechte von Sans-Papiers ein.
Bei den Wahlen vom 8. März 2026 wurde sie in den Zürcher Stadtrat gewählt und steht dem Sozialdepartement vor. Sie trat darauf per 26. April 2026 aus dem Nationalrat zurück; auf ihren Sitz rückte Michèle Dünki-Bättig nach. Der Nationalratspräsident Pierre-André Page würdigte bei ihrer Verabschiedung im Rat ihre Tätigkeit im Rat und hob die thematischen Schwerpunkte hervor: Sie sei besonders sensibilisiert für Fragen der Migrationspolitik und für die Rechte von Asylsuchenden und Sans Papiers, für deren Zugang zu beruflicher Ausbildung sie sich mit Erfolg engagiert habe. Sie habe sich aber auch profiliert mit mehreren Vorstössen in den Bereichen der Finanz-, Steuer- und Währungspolitik. Sie sei geschätzt worden als Persönlichkeit, die über die parteipolitischen Grenzen hinweg zuhören und lösungsorientiert Brücken bauen könne.
Weblinks
Website von Céline Widmer Portrait auf der Website der Stadt Zürich
Eintrag auf der Website des Kantonsrates Zürich
Einzelnachweise
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