Das FFH-Gebiet Filsalb ist ein im Jahr 2005 durch das Regierungspräsidium Stuttgart nach der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) angemeldetes Schutzgebiet (Schutzgebietskennung DE-7423-342) im deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Mit Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung vom 30. Oktober 2018 (in Kraft getreten am 11. Januar 2019), wurde das Schutzgebiet ausgewiesen.

Lage Das 5495,72 Hektar große FFH-Gebiet gehört zu den Naturräumen 094-Mittlere Kuppenalb, 096-Albuch und Härtsfeld und 101-Mittleres Albvorland innerhalb der naturräumlichen Haupteinheiten 09 Schwäbische Alb und 10-Schwäbisches Keuper-Lias-Land. Es liegt südwestlich von Süßen, Kuchen und Geislingen auf der Markung von elf Städten und Gemeinden: Bad Ditzenbach: 604,5288 ha = 11 % Bad Überkingen: 1044,1862 ha = 19 % Deggingen: 769,4003 ha = 14 % Geislingen an der Steige: 549,5716 ha = 10 % Gingen an der Fils: 109,9143 ha = 2 % Gruibingen: 824,3575 ha = 15 % Kuchen: 274,7858 ha = 5 % Mühlhausen im Täle: 109,9143 ha = 2 % Schlat: 164,8715 ha = 3 % Süßen: 439,6573 ha = 8 % Wiesensteig: 549,5716 ha = 10 %

Beschreibung und Schutzzweck Es handelt sich um reichstrukturierte Hänge und Hochflächen der Schwäbischen Alb mit Wacholderheiden, artenreichen Wiesen und naturnahen Laubwäldern im oberen Filstal vom Filsursprung bis Geislingen. Außerdem um die Filszuflüsse in diesem Bereich als naturnahe Fließgewässer mit ihren Quellbereichen. Im Gebiet befinden sich 77 Höhlen.

Lebensraumklassen (allgemeine Merkmale des Gebiets) (prozentualer Anteil der Gesamtfläche)

Angaben gemäß Standard-Datenbogen aus dem Amtsblatt der Europäischen Union

Lebensraumtypen Gemäß Anlage 1 der Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Verordnung) vom 30. Oktober 2018 kommen folgende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie im Gebiet vor:

EUCode Lebensraumtyp (offizielle Bezeichnung) Kurzbezeichnung Hektar 3260 Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion Fließgewässer mit flutender Wasservegetation 0,312 5130 Formationen von Juniperus communis auf Kalkheiden und -rasen Wacholderheiden 185,00 6110 Lückige basophile oder Kalk-Pionierrasen(Alysso-Sedion albi) Kalk-Pionierrasen 2,437 6210 Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia) Kalk-Magerrasen 27,10 6230 Artenreiche montane Borstgrasrasen (und submontan auf dem europäischen Festland) auf Silikatböden Artenreiche Borstgrasrasen 0,01 6430 Feuchte Hochstaudenfluren der planarenund montanen bis alpinen Stufe Feuchte Hochstaudenfluren 3,017 6510 Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorbaofficinalis) Magere Flachland-Mähwiesen 357,00 7220 Kalktuffquellen (Cratoneurion) Kalktuffquellen 1,58 8160 Kalkhaltige Schutthalden der collinen bismontanen Stufe Mitteleuropas Kalkschutthalden 2,09 8210 Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation 4,80 8310 Nicht touristisch erschlossene Höhlen Höhlen 0,001 9130 Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) Waldmeister-Buchenwald 2454,60 9150 Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald (Cephalanthero-Fagion) Orchideen-Buchenwälder 189,10 9170 Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald Galio-Carpinetum Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald 14,50 9180 Schlucht- und Hangmischwälder Tilio-Acerion Schlucht- und Hangmischwälder 50,00 91E0 Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnionincanae, Salicion albae) Auenwälder mit Erle, Esche, Weide 10,90

Zusammenhängende Schutzgebiete Das FFH-Gebiet besteht aus zahlreichen Teilgebieten. Es überschneidet sich mit mehreren Landschaftsschutzgebieten. Große Teile des Gebiets liegen im Vogelschutzgebiet 7422-441-Mittlere Schwäbische Alb.

Innerhalb des FFH-Gebiets liegt folgende Naturschutzgebiete: 1100 – Autal 1170 – Dalisberg 1241 – Galgenberg 1175 – Haarberg-Wasserberg 1031 – Hausener Wand 1074 – Heide am Hillenwang 1262 – Kornberg 1113 – Nordalbhänge: Ottenwang-Ungerhalde-Sommerberg 1092 – Oberer Berg 1105 – Rohrachtal 1261 – Rufsteinhänge und Umgebung 1070 – Sterneck 1248 – Vögelestal und Oberes Lontal

Siehe auch Liste der FFH-Gebiete in Baden-Württemberg

Weblinks Datenauswertebogen und Karte im Standarddatenbogen für das FFH-Gebiet „Filsalb“ Steckbrief des Natura 2000 Gebiets 7423-342 Filsalb (FFH-Gebiet) beim Bundesamt für Naturschutz

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