mini|Eingang zur Burgpassage (2018) Die Liste der Passagen in Braunschweig enthält alle früheren und gegenwärtigen Passagen im Stadtgebiet von Braunschweig. Die Braunschweiger Passagen entwickelten sich größtenteils in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, zum einen als Ladenpassagen mit modernen Geschäften, aber auch als Durchgänge durch Ladenzeilen und zu Innenhöfen. Eine Ausnahme bildet der Handelsweg, der schon weitaus früher entstand. Die Nutzung der Passagen ist Fußgängern vorbehalten.

Übersicht Name Geschichte Bild Brawopark-Passage Kurze Passage im Brawopark, als Durchgang zum Brawopark Shopping Center. 125px|Die Brawopark Passage Brüningpassage Benannt nach Brünings Saalbau, der wiederum nach dem Braunschweiger Unternehmer Louis Brüning benannt wurde, der sich an der Straße Damm 16 befand.Jürgen Hodemacher: Braunschweigs Straßen – ihre Namen und ihre Geschichten. Band 1: Innenstadt. S. 84–85. Eröffnung im September 1951.Chronik der Stadt Braunschweig Verband den Damm mit der Schlosspassage. Heute nicht mehr existent. Burgpassage Verbindet die den Hutfiltern mit der Schuhstraße.Jürgen Hodemacher: Braunschweigs Straßen – ihre Namen und ihre Geschichten. Band 1: Innenstadt. S. 86–87. Benannt nach der Burg Dankwarderode. Die Passage entstand nach Aufgabe des Pressehauses der Braunschweiger Zeitung im Gebäude Hutfiltern 8 im Jahr 1981. Am 12. Mai 1982 wurde der Grundstein gelegt. Am 24. März 1983 eröffnete die Passage und war mit 145 Metern die damals längste überdachte Einkaufsstraße in Braunschweig. Seit Mitte 2018 steht die Passage leer,Cornelia Steiner: Braunschweiger Burgpassage: Was kommt nach der Insolvenz? In: Braunschweiger Zeitung vom 17. März 2024. 2025 wurde sie abgerissen. 125px|Die Burgpassage: Leerstand seit Mitte 2018 Dammpassage Benannt nach dem Damm. Verband den Damm mit der Schlosspassage. Erbaut zwischen 1969 und 1970. Heute nicht mehr existent. Dompassage Verbindet die Schuhstraße mit der Straße Kleine Burg. Benannt nach dem Braunschweiger Dom.Norbert Jonscher: Eine Passage, in der nichts mehr passiert. In: Braunschweiger Zeitung vom 11. Februar 2015. 125px|In der Dompassage Friedrich-Wilhelm-Passage Verbindet die Friedrich-Wilhelm-Straße mit dem Bankplatz und dem Ziegenmarkt. Benannt nach der Friedrich-Wilhelm-Straße, die wiederum nach dem Braunschweigischen Herzog Friedrich Wilhelm benannt wurde. Auch als City-Passage bezeichnet. Entstand 1955. Am 9. August 1957 wurde das neu errichtete City-Filmtheater eröffnet, das 2009 geschlossen wurde.Ann-Claire Richter: "City"-Kino wird dichtgemacht – Viel zu wenig Zuschauer. In: Braunschweiger Zeitung vom 27. Mai 2009. 125px|In der Friedrich-Wilhelm-Passage Gerichtspassage Zweigt von der Münzstraße ab. Entstand von 1968 bis 1969 und sollte bis zur Straße Kleine Burg führen, wurde aber nie zu Ende durchgeführt. Benannt nach dem Landgericht Braunschweig, das sich in der Münzstraße befindet. 125px|In der Gerichtspassage Handelsweg Verbindet die Breite Straße mit der Gördelingerstraße.Jürgen Hodemacher: Braunschweigs Straßen – ihre Namen und ihre Geschichten. Band 1: Innenstadt. S. 140–141. Hieß früher Sedanbazar (benannt nach der Schlacht von Sedan während des Deutsch-Französischen Krieges)Norman-Mathias Pingel: Sadanbazar. In: . 1872 wurde die neugebaute neogotische Passage eröffnet und ist damit älteste Passage der Stadt.Norman-Mathias Pingel: Passagen. In An ihrer Stelle befand sich zuvor der Neue Hof, der 1870 verkauft und abgerissen wurde.Heinrich Meier: Die Straßennamen der Stadt Braunschweig. S. 25. Das ursprünglich vorhandene Glasdach wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und nicht wieder errichtet. 125px|Der Handelsweg Hansemannpassage Zweigt von der Straße Schild ab. Verband ursprünglich den Schild mit dem Einkaufszentrum City-Point. Benannt wurde die Passage nach dem früher dort ansässigen Einrichtungshaus Hansemann. 125px|Die Hansemannpassage Löwenpassage Verbindet die Straße Hintern Brüdern mit der Langen Straße. 125px|In der Löwenpassage Magnipassage Befindet sich im Haus Ölschlägern 36/38 im Magniviertel, nach dem sie benannt wurde. Verbindet den Ölschlägern mit der Langedammstraße. Eröffnung am 8. September 1984. 125px|Die Magnipassage Matthiesenpassage Verbindet den Hagenmarkt mit der Stecherstraße. Benannt wurde die Passage nach dem früher dort ansässigen Modehaus Matthiesen. 125px|Die Matthiesenpassage Packhofpassage Passage im Welfenhof. Verbindet die Straße Schild mit der Küchenstraße und der Jöddenstraße. Wird auch als Welfenpassage bezeichnet. 1982 eröffnet, benannt nach dem Packhof, der sich dort bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg befand. 125px|Packhofpassage Passage im Einkaufszentrum Elbestraße Weststadt 125px|In der Passage Elbestraße Passage im Einkaufszentrum Heidberg Einkaufspassage wurde am 17. Dezember 2005 nach zwei Jahren Bauzeit eingeweiht. Passage Hagenbrücke Kurze Passage zwischen Hagenbrücke und Litolffweg mit der ehemaligen Markthalle. 125px|Die Passage Hagenbrücke Passagen in den Schloss-Arkaden Mehrere Passagen durch das Einkaufszentrum Schlossarkaden. In den ursprünglichen Planungen waren für die Passagen u. a. die Namen Museumspassage und Theaterpassage vorgesehen, jedoch wurden diese Pläne nie umgesetzt. Passagen im Schlosscarree Schlosspassage Verbindet den Bohlweg mit der Münzstraße.Jürgen Hodemacher: Braunschweigs Straßen – ihre Namen und ihre Geschichten. Band 1: Innenstadt. S. 288–286. Am 1. Oktober 1949 eröffneten die ersten Geschäfte und Ende Oktober 1949 wurde die Passage fertiggestellt. Die ursprünglich geplante Überdachung wurde nicht umgesetzt. 125px|In der Schloßpassage Steinwegpassage Die Steinwegpassage verlief zwischen Bohlweg und Steinweg. Heute nicht mehr existent. Erbaut von 1957 bis 1958. Am 1. Oktober 1959 eröffnete in der Passage das Schimmel-Haus mit Konzertsaal. Bis 1983 befand sich im selben Gebäude das Studio Braunschweig des Norddeutschen Rundfunks. Die Abrissarbeiten für die Passage begannen am 15. Januar 2007. An seiner Stelle entstand das neue Gesundheitszentrum Schlosscarree mit überdachten Passagen.

Literatur

Jürgen Hodemacher: Braunschweigs Straßen – ihre Namen und ihre Geschichten. Band 1: Innenstadt. Elm-Verlag, Cremlingen 1995, ISBN 3-927060-11-9. Wolfgang Kimpflinger: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen. Band 1.1.: Stadt Braunschweig. Teil 1, Verlag CW Niemeyer, Hameln 1993, ISBN 3-87585-252-4. (Online) Heinrich Meier: Die Straßennamen der Stadt Braunschweig. In: Quellen und Forschungen zur Braunschweigischen Geschichte. Band 1, Zwissler, Wolfenbüttel 1904 (publikationsserver.tu-braunschweig.de), .

Weblinks

Einzelnachweise

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