Possenfelden ist ein Gemeindeteil der Stadt Schlüsselfeld im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Possenfelden liegt in der Gemarkung Elsendorf.

Geografie Durch das Kirchdorf fließt der Weidengraben, ein linker Zufluss der Reichen Ebrach. 0,5 km weiter südlich befindet sich ein Neubau- und Gewerbegebiet von Elsendorf. Ansonsten ist der Ort von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. 1 km westlich erhebt sich der Weinberg (), 1,5 km nordwestlich die Eckersbacher Höhe (). 0,5 km nordöstlich liegt das Waldgebiet Schorn.

Die Kreisstraße BA 50 verläuft nach Elsendorf zur Staatsstraße 2260 (0,6 km südlich) bzw. nach Eckersbach (1,9 km nordwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Reumannswind (1,9 km nordöstlich).

Geschichte Der Ort wurde als Haufendorf um einen Dorfweiher herum angelegt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1421 als „Bossenfelden“. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Flurnamen ab, mit dem minderwertige („böse“) Felder bezeichnet wurden.Siehe Website schluesselfeld.de Lehnsherr im Ort war das Hochstift Würzburg. Lehensträger waren 1592 die Nürnberger Patrizier von Holzschuher über elf Anwesen und die Bamberger Patrizier Zollner vom Brand. Nach deren Aussterben im 18. Jahrhundert erwarben die Grafen von Schönborn das Lehen. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Schlüsselfeld aus.G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 58. Es gab auch Anwesen, die dem Amt Schlüsselfeld direkt unterstanden.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 386.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Possenfelden dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Elsendorf und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Elsendorf zugewiesen. 13 Anwesen unterstanden in der freiwilligen Gerichtsbarkeit dem Patrimonialgericht Vestenbergsgreuth (bis 1848).H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 129.

Am 1. Mai 1978 wurde Possenfelden im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Schlüsselfeld eingegliedert.

Baudenkmäler In Possenfelden gibt es fünf Baudenkmäler: Reumannswinder Str. 7: Katholische Kirche Wegkapelle Kreuzsteine Grenzstein

Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2019 2022Einwohner 113 114 134 139 131 123 164 137 134 164 143 142HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 23 23 22 25 27 35 Quelle

Religion Possenfelden ist bis heute überwiegend katholisch und gehört bis heute zur Kirchengemeinde St. Laurentius (Elsendorf). Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind in die Schlosskirche (Weingartsgreuth) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Schlüsselfeld) Kategorie:Ersterwähnung 1421 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)