mini|Kapelle St. Valentin mini|hochkant=0.9|Sandsteinerne Wandskulpturen an der Kapelle St. Valentin
Obermembach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Heßdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Obermembach liegt in der Gemarkung Heßdorf.
Geographie Beim Weiler entspringt der Membach, der eine Kette von Weihern speist (Sarweiher, Großer Weiher, Membachweiher) und ein rechter Zufluss der Seebach ist. Der Ort liegt in einer kleinen Waldlichtung. Im Norden wird das Waldgebiet Haidschlag genannt. Dort erhebt sich der Roschberg. Auch im Westen gibt es eine Erhebung, Auracher Höhe genannt. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nordöstlich nach Mittelmembach (1,1 km nordöstlich).
Geschichte 1050 wurden die Ministerialen Sizzo und Iggelhart de Mennenbach urkundlich erwähnt. Dies ist zugleich die erste urkundliche Erwähnung von (Ober-)Membach als deren Herrensitz. In der Folgezeit wechselten die Lehensträger. Der eine Lehensträger war 1170 das Domstift Bamberg, der andere Lehensträger war 1174 das Karmelitenkloster Bamberg. Die Ansprüche des Klosters wurden 1335 an den Nürnberger Patrizier Konrad Groß verkauft, der diese auf das von ihm 1339 gegründete Nürnberger Heilig-Geist-Spital übertrug. 1390 war auch Ulrich Pfinzing Lehensträger im Ort. Während des Dreißigjährigen Kriegs brannten Tillys Söldner den Ort völlig nieder. Die Bamberger Güter wurden nach dem Krieg nicht mehr aufgebaut. Danach gab es nur noch zwei Höfe, die dem Heilig-Geist-Spital unterstanden. Von Margarete Gumbmann wurde eine Kapelle gestiftet. Diese wurde am 29. Oktober 1725 geweiht und erhielt das Patrozinium Valentin.F. Krug (Hrsg.): Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 128. = G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 82f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Obermembach aus zwei Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Herzogenaurach aus. Das Nürnbergische Spitalamt Heilig Geist war Grundherr der beiden Güter.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 78.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Obermembach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hammerbach zugeordnet. Es gehörte der 1818 gegründeten Ruralgemeinde Heßdorf an.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 143.
Baudenkmal Katholische Kapelle St. Valentin (Obermembach)
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2022 Einwohner 23 42 32 36 32 41 40 33 28 44 34HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 5 7 8 6 7 7 8 Quelle
Religion Obermembach ist römisch-katholisch geprägt und nach Geburt Mariens (Hannberg) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Kilian (Kairlindach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Weiler im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Heßdorf) Kategorie:Ersterwähnung 1050