mini|Im Tepidarium, Ölgemälde des niederländischen Malers Lawrence Alma-Tadema von 1881 Laszivität (spätlateinisch: lascivitas = Mutwille; AusschweifungLaszivität, duden.de, abgerufen am 16. Februar 2016) ist eine bildungssprachlich verwendete Substantivierung des Adjektivs lasziv, das seinen Ursprung aus dem Französischen für ‚unzüchtig, unanständig, schlüpfrig‘ hat. Es wurde im 19. Jahrhundert in die deutsche Sprache entlehnt. Im Französischen lautet es gleichbedeutend lascif, lascive und wurde im 15. Jahrhundert durch eine Relatinisierung aus lat. lascīvus, -a, -um ‚mutwillig, übermütig, zügellos, frech‘ gebildet. Der Duden definiert die heutige bildungssprachliche Verwendung von lasziv in den Bedeutungen: „durch gekünstelte Schläfrigkeit Sinnlichkeit“ verbreiten, die bei „anderen sexuelle Begierde“ auslösen könne, sowie zweideutig für „anstößig, unanständig, schlüpfrig“.lasziv in duden.de, abgerufen am 16. Februar 2016
Das Laszive war auch Gegenstand in der Kunstgeschichte und Kunstkritik. So schrieben etwa die Kunsthistoriker Wilhelm Lübke und Max Semrau in ihrem Werk Die Kunst in der Renaissance:
Synonym dazu ist die Frivolität (als Substantivierung des Adjektivs frivol mit der Bedeutung: leichtfertig, das sittliche Empfinden oder die geltenden Moralbegriffe verletzendDuden: frivol, zweideutig, gewagt, schamlos, schlüpfrigDWDS. Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute, Stichwort Frivolität).
Literatur Elke Ullrich: Das Laszive der Keuschheit in der europäischen Kunst. „Die Frau des Potiphar“ und „Joseph von Ägypten“; eine Kulturgeschichte der versuchten Verführung. University Press, Kassel 2009, ISBN 978-3-89958-473-8 (zugl. Dissertation, Universität Kassel 2007).
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Einzelnachweise
Siehe auch Sexsymbol
Kategorie:Erotik