Huan Tan (; geboren 20 v. Chr. (?); gestorben 56),Die Lebensdaten werden recht unterschiedlich angegeben, hier nach dem Han-Ying Zhongguo zhexue cidian. - In Rafe de Crespigny (2007:338) beispielsweise lauten die Daten ca. 43 v. Chr. – 28 n. Chr. zi: Junshan (), auch Meister Huan () genannt, war ein chinesischer Philosoph und Atheist der Zeit der Östlichen Han-Dynastie.

Leben und Werk Huan stammte aus Xiang () in Peiguo (; heute Kreis Suixi, Provinz Anhui) und war bekannt für seine Gelehrsamkeit in den konfuzianischen Klassikern und anderen Disziplinen. Wegen seiner strengen Ablehnung der Lehren der Divinations- und PrognostizierungsschriftenDas Prognostizerungs- bzw. Orakelwesen wird im Chinesischen zusammengefasst unter dem Begriff chenwei (). wurde er vom Hofe verbannt und starb auf dem Weg nach Lu’an (). In der Politik trat er für eine Regierung nach dem 'Weg der Könige' () ein. Er hielt Unglücke und außergewöhnliche Dinge für natürliche Phänomene, und die Menschen sollten ihnen begegnen, indem sie ihre Tugenden kultivierten, und im sozialen Leben pflichtbewusst und achtsam sind. Ihm zufolge ist die Beziehung zwischen der Seele und dem Körper gerade so wie die zwischen dem Licht und der Kerze. Das Licht kann nicht ohne Kerze existieren. In der Epistemologie bejahte und analysierte er die menschliche Leistung, was einigen Einfluss auf Wang Chong ausübte. Sein bedeutendstes philosophisches Werk ist das Xinlun ().Artikel: „Huan Tan“, in: Han-Ying Zhongguo zhexue cidian. Kaifeng 2002, S. 527 f.

Seine Biografie ist im Hou Hanshu (Geschichte der Späteren Han-Dynastie) enthalten,桓譚馮衍列傳 (Biographien von Huan Tan und Feng Yan in der Geschichte der Späteren Han-Dynastie) darin heißt es:

Der tschechische Sinologe Timoteus Pokora hat sich um die Erforschung seines Lebens und Werkes verdient gemacht und sein Hauptwerk und andere Schriften ins Englische übersetzt.

Einzelnachweise und Fußnoten

Literatur

Werke Xinlun 新论 (Wenjingtang congshu) 问经堂丛书; vgl. HYDZD-Bibliographie Nr. 59: Lu Wenchao 卢文弨 (Qing-Dynastie): Xinlun jiaozheng 新论校正 (Baojingtang congshu (抱经堂丛书).) Timoteus Pokora (Übers.): Hsin-lun (New Treatise) and Other Writings by Huan T'an (43 B. C.–28 A. D.). Ann Arbor 1975.

Sekundärliteratur 汉英中国哲学辞典. 开封 2002 Lutz Geldsetzer/Han-ding Hong: Chinesisch-deutsches Lexikon der Klassiker und Schulen der chinesischen Philosophie. Übersetzt aus dem Ci Hai. Aalen 1991 (Artikel: „Huán Tán“, S. 63 f.) Michael Loewe (Hrsg.): Early Chinese texts: a bibliographical guide. Berkeley, California: The Society for the Study of Early China & the Institute of East Asian Studies, University of California, Berkeley, 1993 (Early China Special Monograph Series; no. 2), ISBN 1-55729-043-1 (Artikel von Timoteus Pokora, S. 158–160) Rafe de Crespigny: A Biographical Dictionary of Later Han to the Three Kingdoms (23–220 AD). Koninklijke Brill, Leiden 2007, ISBN 90-04-15605-4, S. 338

Weblinks Huan Tan 桓譚

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