mini|hochkant=0.5|Imidazol, das Grundgerüst der Imidazol-Alkaloide Imidazol-Alkaloide sind eine Gruppe von Alkaloiden, deren Grundstruktur das Ringsystem Imidazol enthält.

Vorkommen

mini|Keimlinge der Gartenkresse mini|Dermasterias imbricataIn der Natur kommen sie sowohl als sekundäre Pflanzenstoffe als auch als in Meeresorganismen als Nebenprodukt des Histidinstoffwechsels vor. Ein bekanntes Imidazolalkaloid ist das Pilocarpin, das in Paraguay-Jaborandiblättern vorkommt.

Aus den Samen der Gartenkresse (Lepidium sativum) etwa lassen sich verschieden monomere Imidazolalkaloide wie Semilepidinosid A und Semilepidinosid B sowie dimere Formen wie Lepidin B, C, D, E und F isolieren.Ulrich H. Maier, Heidrun Gundlach, Meinhart H. Zenk: Seven imidazole alkaloids from Lepidium sativum. In: Phytochemistry. 49, 1998, S. 1791–1795, . Im Schwamm Leucetta chagosensis konnten verschiedene Imidazolalkaloide wie 2-Desoxy-2-aminokealiichinon und Naamin C nachgewiesen werden.Xiong Fu, John R. Barnes, Trang Do, Francis J. Schmitz: New Imidazole Alkaloids from the Sponge Leucetta chagosensis. In: Journal of Natural Products. 60, 1997, S. 497–498, . Aus dem Seestern Dermasterias imbricata wurde Imbricatin isoliert, während Martensin A aus der Rotalge Martensia fragilis isoliert wurde. Der Meeresschwamm Pseudaxinyssa enthält Odilin.

Die Maca-Pflanze enthält relevante Mengen an Lepidilin.

Vertreter Ein bekanntes Imidazol-Alkaloid ist das Pilocarpin. Zu den weiteren Vertretern zählen u. a. Cynodin, Cynometrin und Odilin.

Weblinks Imidazolalkaloide. In: Lexikon der Biochemie, bei spektrum.de. Abgerufen am 29. September 2019.

Einzelnachweise

Kategorie:Stoffgruppe Imidazolalkaloide Kategorie:Tierisches Gift