John Cipollina (* 24. August 1943 in Berkeley, Kalifornien; † 29. Mai 1989 in San Francisco) war ein amerikanischer Rockmusiker, der als Gitarrist der aus San Francisco stammenden Band Quicksilver Messenger Service bekannt wurde. Das Musikmagazin Rolling Stone wählte ihn auf Platz 32 der besten Gitarristen aller Zeiten.John Cipollina in der RS-Rangliste
miniatur|John Cipollina, Dezember 1976, Berkeley
Biografie Seit 1959 spielte John Cipollina bei verschiedenen Bands in der Bay Area rund um San Francisco. 1965 war er Gründungsmitglied der Band Quicksilver Messenger Service. Sie traten unter anderem im Fillmore West und beim Monterey Pop Festival auf. 1968 erschien ihr erstes Album mit dem Titel Quicksilver Messenger Service. Das nachfolgende Album der Band, Happy Trails, gilt als ein Meilenstein der Musikgeschichte und wird in der Liste der 500 besten Alben aller Zeiten der Zeitschrift Rolling Stone auf Platz 189 geführt.; Rolling Stone.com; abgerufen am 19. Januar 2012 Cipollina blieb zunächst bis 1970 bei Quicksilver Messenger Service, verließ die Band dann vorübergehend und kehrte 1973 zu Quicksilver Messenger Service zurück.
1970 gründete Cipollina die Band Copperhead, mit der er ein Album aufnahm. Ein zweites Album wurde aufgenommen, blieb aber bis heute unveröffentlicht. Nach Auflösung der Gruppe 1973 bis zu seinem Tod 1989 spielte Cipollina bei zahlreichen Bands, darunter Terry & the Pirates, The Dinosaurs, Raven, Zero, Man, und Thunder And Lightning, sowie mit Nick Gravenites.
Cipollina, der seit seiner Kinderzeit an chronischem, schweren Asthma litt, wurde trotzdem zum Kettenraucher. Am 29. Mai 1989 wurde er aufgrund eines Asthmaanfalls in das Marin General Hospital eingeliefert, in dem er während der Nacht an einem Lungenemphysem verstarb. Live war er das letzte Mal am 13. Mai 1989 zu sehen. Cipollinas Asche wurde am 1. Juni 1989 auf dem Mount Tamalpais in der Nähe San Franciscos verstreut.John Cipollina: The Life And Death Of San Francisco’s Most Prolific Guitarist von William Ruhlmann
Er gilt heute neben Bands wie Jefferson Airplane und den Grateful Dead als einer der Mitbegründer der San Francisco Psychedelic Rockmusik. John Cipollina bei allmusic.com
Sein Bruder Mario Cipollina (* 1954) war von 1979 bis 1995 Bassist bei Huey Lewis & the News.
Equipment Cipollina spielte während seiner Laufbahn vor allem Gibson SGs, kurzzeitig auch ein Modell von Carvin, wird aber rückblickend heute besonders mit der erstgenannten Gitarre in Verbindung gebracht. Diese waren immer mit einem Tremolo-Bigsbyhebel ausgestattet, von dem er sehr häufig Gebrauch machte und welches dadurch auch sein Gitarrenspiel stark charakterisierte. Von der in Kalifornien angesiedelten Firma Fender benutzte er verschiedene Verstärkermodelle. Dabei kamen sowohl Röhrenverstärker als auch Halbleiteramps zum Einsatz. Unüblich für Gitarristen setzte er auch 15 Zoll Lautsprecher ein. Außerdem hatte er sich im Laufe der Zeit eine völlig individuelle Verkabelung erarbeitet, bei der der eine Tonabnehmer der Gitarre mit dem einen Verstärker verbunden war und der zweite Pickup mit dem anderen Amp. Infos zum Equipment auf der John Cipollina Homepage
Diskografie Die Diskografie zeigt eine Auswahl von Alben mit ihm als Bandmitglied, Studiomusiker oder Gast.Ausführliche Diskografieliste bei deaddisc.com
Das Album Raven ist in gewisser Hinsicht das einzige Album, welches als Soloalbum gewertet werden könnte; Cipollina nahm ein paar Freunde mit ins Studio. Er produzierte und arrangierte alle Stücke des Albums, das unter seinem Namen erschien und auch bekannt ist als John Cipollina's Raven.
Quicksilver Messenger Service 1968: Quicksilver Messenger Service 1969: Happy Trails 1969: Shady Grove 1970: Just for Love 1970: What About Me 1975: Solid Silver
Copperhead 1973: Copperhead 1973: Live 73 1990: Drunken Irish Setter
Dinosaurs 1988: Dinosaurs 1988: Live in San Francisco
John Cipollina's Raven 1980: Raven
Merrell Fankhauser 1985: A Day in Paradise 1986: Dr. Fankhauser
Freelight 1977: Freeway
Nick Gravenites 1969: My Labors; QMS zu Gast bei drei Liedern 1980: Blue Star (Line Records) 1982: Monkey Medicine "The Nick Gravenites John Cipollina Band" (Line Records) 1991: Live At Rodon "Nick Gravenites and John Cipollina" (Music Box)
Man 1975: Maximum Darkness Maximum Darkness LP (1975) United Artists: CD (1991) BGO CD 43: CD Re-mix (2008) Esoteric ECLEC 2061 Micky Jones, Deke Leonard, Martin Ace, Terry Williams, John Cipollina Recorded at The Roundhouse, Chalk Farm, 26. Mai 1975
Terry and the Pirates 1979: Too Close For Comfort (Wild Bunch) 1980: Doubtful Handshake (Line Records) 1981: Wind Dancer (Rag Baby, Line Records) 1982: Rising of the Moon (Rag Baby, Line Records) 1987: Acoustic Rangers (Sawdust Records) 1990: Silverado Trail (Big Beat Records)
Zero 1987: Here Goes Nothin 1990: Nothin Goes Here 1991: Go Hear Nothin (Live) 1994: Live At The Fillmore
Mit anderen Künstlern 1972: Mickey Hart: Rolling Thunder 1971: Papa John Creach: Papa John Creach 1974: Kathi McDonald: Insane Asylum 1981: Rocky Sullivan: Illegal Entry 1984: Ghosts: Playing in the Heart of Gold Band 1984: Robert Hunter: Amagamalin Street 1988: Pete Sears: Watchfire 1989: Heart of Gold Band: Double Dose
Einzelnachweise
Kategorie:Rockmusiker Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:Gitarrist Kategorie:Person (Hippiebewegung) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1943 Kategorie:Gestorben 1989 Kategorie:Mann