mini|Ansicht von Nordwesten Das Kriegerdenkmal Dieskau befindet sich in Dieskau in der Gemeinde Kabelsketal im Saalekreis in Sachsen-Anhalt östlich von Bruckdorf unmittelbar südlich der Bundesstraße 6 im Dieskauer Grund. Das Kriegerdenkmal steht unter Denkmalschutz, befand sich zunächst jahrzehntelang auf der Denkmalliste HallesDenkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt (PDF, 9,9 MB) – Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung (der Abgeordneten Olaf Meister und Prof. Dr. Claudia Dalbert; Bündnis 90/Die Grünen) – Drucksache 6/3905 vom 19. März 2015 (KA 6/8670). Besaß die Nr. 094 97104., zu dem Bruckdorf seit 1950 gehört, wurde dort aber im September 2020 gelöscht und ist seitdem in der Liste der Kulturdenkmale in Kabelsketal mit der Erfassungsnummer 094 77147 als Kleindenkmal eingetragen.Entwicklung Denkmalbestand Sachsen-Anhalt (PDF, 225 KB) – Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage KA 7/4267 des Abgeordneten Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen) – Drucksache 7/7373 vom 4. März 2021.

Lage und Funktion Während sich die älteren Denkmäler von Bruckdorf und Dieskau im Ort bzw. der Ortsmitte stehen, befindet sich das Kriegerdenkmal unterhalb der Leipziger Chaussee im Dieskauer Grund zwischen Bruckdorf und Dieskau. Es steht gegenüber dem Haus Leipziger Chaussee 1 südöstlich von Bruckdorf jenseits der Reide auf der Gemarkung der Ortschaft Dieskau der Gemeinde Kabelsketal im Saalekreis. Im Denkmalverzeichnis Halle wurde es lange Zeit unter der Adresse Zieglerstraße angeführt und mit dem Zusatz „Ortsausgang Richtung Leipzig an der B 6“ versehen. Bei der Neueintragung im Jahr 2020 wurde der Eintrag in Dieskau, Leipziger Chaussee 09 korrigiert.

Die damaligen Dörfer Dieskau, Bruckdorf, Canena und Zwintschöna gehörten zum Kirchspiel bzw. Pfarrbezirk Dieskau. Mit dem Kriegerdenkmal Dieskau soll an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs aller Ortschaften des Pfarrbezirks Dieskau sowie des Amtsbezirks Dieskau erinnert werden.Rainer A. Niephagen: Das Denkmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges im Dieskauer Grund. In: Amtsblatt der Gemeinde Kabelsketal, 23. Jahrgang (2016), Nr. 12, S. 7 f.Rainer A. Niephagen: Das Denkmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges im Dieskauer Grund – Eine kleine kommentierte Zeitungsschau aus dem Jahr 1928. In: Heimat-Jahrbuch Saalekreis, Hrsg.: Kreisverwaltung Saalekreis mit Museum Petersberg, 24. Jahrgang (2018), Seite 6–11.

Bau und Gestaltung Das Land auf dem das Kriegerdenkmal Dieskau errichtet wurde, stellte Curt von Bülow zur Verfügung. Als Material wählte man Haustein.Denkmalverzeichnis, Band 4, S. 521. Mit dem Bau begann man im Frühjahr 1928. Das Kriegerdenkmal wurde finanziert durch Spendensammlungen von Vaterländischen Verbänden angehörenden Vereinen.

Die Einweihung des Kriegerdenkmals Dieskau fand am 24. Juni 1928 statt.

Der Bau ist als Stele auf einem mehrstufigen Sockel, die von einem Eisernem Kreuz gekrönt wird, ausgeführt. Auf der Nordseite ist am Fuß der Stele eine Tafel mit einer nur noch teilweise zu erkennenden Inschrift über vier Zeilen angebracht:Den gefallenen […]Des Weltkrieges1914 – 1918Vaterländischen Verb[…].Erster Weltkrieg (Bruckdorf). In: halle-im-bild.de. 4. Mai 2016, abgerufen am 4. Dezember 2023.

Sein Äußeres ähnelt anderen Kriegerdenkmälern im Saalekreis, etwa dem Kriegerdenkmal Wallwitz oder dem von Richard Horn entworfenen und 1924 errichteten fast baugleichen Kriegerdenkmal Löbejün.

Siehe auch Liste von Kriegerdenkmalen im Saalekreis

Literatur Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 4: Stadt Halle. Erarbeitet von Holger Brülls und Dorothee Honekamp, fliegenkopf Verlag, Halle (Saale) 1996, ISBN 3-910147-62-3.

Weblinks

Erster Weltkrieg (Bruckdorf), Halle im Bild (mit Fotos)

Einzelnachweise

Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren Bruckdorf (Halle) Bruckdorf (Halle) Kategorie:Skulptur (20. Jahrhundert) Kriegerdenkmal