mini|hochkant|Pepe Lienhard (2015) mini|hochkant|Pepe Lienhard (1963) mini|hochkant|Pepe Lienhard (links) mit Bandkollege Bill von Arx, (1977) mini|Pepe Lienhard (rechts) mit Bandkollege Pino Gasparini (1977)

Pepe Lienhard (* 23. März 1946 in Lenzburg; vollständiger Name Peter Rudolf Lienhard) ist ein Schweizer Bandleader, Sopran-, Tenor- und Altsaxophonist, Flötist und Arrangeur. Er lebt heute in Frauenfeld.

Leben und Wirken Pepe Lienhard gründete bereits zwölfjährig 1958 eine Band unter dem Namen «The College Stompers». 1963 formierte er, als Schüler der Kantonsschule Aarau, seine erste Bigband und gewann mit dieser Formation beim Jazz Festival Zürich den ersten Preis in der Kategorie Big Band. Beim Eidgenössischen Musikfest 1966 begeisterte Lienhard das Publikum mit Swing-Nummern von Count Basie, Duke Ellington, Glenn Miller und Benny Goodman. Nach der Schule studierte er Jura.

Sein Studium brach er jedoch 1969 ab und gründete ein Profi-Sextett, mit dem er zahlreiche Schallplatten aufnahm. Ihr erster Erfolg war Sheila Baby. 1977 nahm die Gruppe (mit dem aus dem Iran stammenden Alphornvirtuosen Mostafa Kafa’i Azimi) mit dem Titel Swiss Lady (Musik und Text: Peter Reber) für die Schweiz am Grand Prix Eurovision teil und erreichte Platz 6. Udo Jürgens holte ihn, zunächst als Saxophonist und Arrangeur, zu seinen Produktionen.

Von 1995 bis 2011 leitete Lienhardt zudem die Swiss Army Big Band. . Website von Pepe Lienhard (PDF; 371 kB). Im Rahmen des Montreux Jazz Festivals realisierte er für Quincy Jones 2008 eine Hommage zu dessen 75. Geburtstag. Gemeinsam mit Jones leitete er 2016 die grosse Geburtstags-Gala „50 Jahre Jazz Festival Montreux“.

Für Rolf Lyssys Spielfilm Die letzte Pointe spielte er, in einer Zusammenarbeit mit dem Komponisten Diego Baldenweg mit Nora Baldenweg und Lionel Baldenweg, das Saxophon. Der Soundtrack wurde mit Finalist «Best Feature Film Score» an den Music and Sound Awards (International) ausgezeichnet.

Pepe Lienhard Orchester 1980 gründete Pepe Lienhard eine Big Band, das Pepe Lienhard Orchester, mit dem er bei vielen Galas, Opernbällen, Pressebällen oder dem Deutschen Filmball auftritt. Pepe Lienhard und sein Orchester standen u. a. mit Sammy Davis jr. und Frank Sinatra auf der Bühne und waren 37 Jahre lang das Begleitorchester von Udo Jürgens auf all seinen Tourneen. Weiterhin war das Orchester bis zur zweiten Staffel (2006) bei der Fernsehsendung Let’s Dance auf RTL zu sehen. Von 2016 bis 2018 begleitete die Pepe Lienhard Big Band die Live-Auftritte der Sänger bei der jährlichen MDR-Sendung Kulthits aus der Kongresshalle Leipzig.

Preise und Auszeichnungen Lienhard erhielt 2006 für sein Lebenswerk den Swiss Jazz Lifetime Achievement Award. 2016 wurde er mit dem Prix Walo in der Kategorie Big Band sowie mit dem Ehren-Prix Walo ausgezeichnetPrix Walo.

Diskografie Alben Leanhard (1974) Swiss Lady (1977) Pop x 6 (1978) It’s the Right Time (1979) Tanz Party Pepe Lienhard Band Live (Mitschnitt Luzern, 25.–27. Juli 1982) Für meine Freunde (1993) (CH: ) Saxy LiebesTraum (1996) The Swing Goes On (2003) Music Is My Life (2004) Sounds Great (2005) Let’s Dance zur Sendung Let’s Dance mit Hape Kerkeling (RTL, 2006) Let’s Swing (Pepe Lienhard Big Band, 2009) Humba tätärä (QL & Pepe Lienhard Horns, 2010) Das letzte Konzert – Zürich 2014 live (Udo Jürgens mit dem Orchester Pepe Lienhard, 2015) Pepe’s Big Band Christmas (2023)

Erfolgstitel Sheila Baby (1970)Pepe Lienhard – Sheila Baby / Jeanny Is My Memory. In: Discogs. Swiss Lady (1976)Swiss Lady. In: hitparade.ch. Piccolo Man (1977)Pepe Lienhard Band – Piccolo Man. In: Discogs.Pepe Lienhard Band – Piccolo Man. In: hitparade.ch. 1978 auf Englisch veröffentlicht El Gato (1981, bekannt geworden als Soundtrack zur Fernseh-Spielshow Wetten, dass…?)Die Singles der Pepe Lienhard Band zwischen 1968 und 1982. In: pepelienhardsextett.ch. Pretty Woman (1990)Pretty Woman / Gimme Some Lovin’ by Pepe Lienhard Orchestra. In: secondhandsongs.com.

Dokumentarfilm SRF 28. März 2026: 80 Jahre Pepe Lienhard – Mein Leben für die Musik, 92 min

Weblinks

Website von Pepe Lienhard Pepelienhardsextett Swiss Lady, Tonbeispiel bei YouTube Sheila Baby, Tonbeispiel bei YouTube

Einzelnachweise

Kategorie:Interpret eines schweizerischen Beitrags beim Eurovision Song Contest Kategorie:Bigband-Leader Kategorie:Jazz-Saxophonist Kategorie:Jazz-Flötist Kategorie:Jazz-Klarinettist Kategorie:Jazz-Posaunist Kategorie:Jazz-Sänger Kategorie:Multiinstrumentalist (Popularmusik) Kategorie:Arrangeur Kategorie:Schlagersänger Kategorie:Udo Jürgens Kategorie:Musiker (Schweiz) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Mann Kategorie:Musiker (Aargau)