mini|Lage von Langenhorn in Hamburg und im Bezirk Hamburg-Nord (hellrot)

Die Liste der Straßen, Plätze und Brücken in Hamburg-Langenhorn ist eine Übersicht der im Hamburger Stadtteil Langenhorn vorhandenen Straßen, Plätze und Brücken. Sie ist Teil der Liste der Verkehrsflächen in Hamburg.

Überblick In Langenhorn (Ortsteilnummer 432, Grundbuchschlüssel 420) leben Einwohner (Stand: ) auf 13,8 km². Langenhorn liegt in den Postleitzahlenbereichen 22415, 22417 und 22419.

In Langenhorn gibt es 256 benannte Verkehrsflächen, darunter zwei Plätze und neun Brücken. Unter diesen finden sich die folgenden Motivgruppen (siehe Spalte „Anmerkungen“):

Pflanzen im Raakmoor Städte im westdeutschen Industriegebiet Orte nördlich von Hamburg Historische Handwerksberufe Ärzte

Flurkarten In den Anmerkungen werden bezüglich der Langenhorner Flurnamen oft zwei Flurkarten aus den Jahren 1750 und 1804 erwähnt. Die Karte von 1750 wurde von Georg Ferdinand Hartmann angefertigt. Sie befindet sich im Hamburger Staatsarchiv. Eine Kopie der Karte hängt im Langenhorner Bürgerhaus, Tangstedter Landstraße 41 im ersten Stock, im Flur an der Wand. Sie kann dort während der Öffnungszeiten (Montag bis Freitag von 9 bis 21 Uhr 30) besichtigt werden.Website Bürgerhaus Langenhorn Nach Georg Ferdinand Hartmann wurde am 30. Mai 1920 die Straße Hartmannsau in Langenhorn benannt. Die Karte von 1804 wurde von Jacob Kock angefertigt. Ein Scan einer Kopie der Karte ist unten unter Weblinks verlinkt.

Übersicht der Straßen Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über alle benannten Verkehrsflächen – Straßen, Plätze und Brücken – im Stadtteil sowie einige dazugehörige Informationen. Im Einzelnen sind dies:

Name/Lage: aktuelle Bezeichnung der Straße, des Platzes oder der Brücke. Über den Link (♁ Lage) kann die Straße, der Platz oder die Brücke auf verschiedenen Kartendiensten angezeigt werden. Die Geoposition gibt dabei ungefähr die Mitte an. Bei längeren Straßen, die durch zwei oder mehr Stadtteile führen, kann es daher sein, dass die Koordinate in einem anderen Stadtteil liegt. Straßenschlüssel: amtlicher Straßenschlüssel, bestehend aus einem Buchstaben (Anfangsbuchstabe der Straße, des Platzes oder der Brücke) und einer dreistelligen Nummer. Länge/Maße in Metern:Hinweis: Die in der Übersicht enthaltenen Längenangaben sind nach mathematischen Regeln auf- oder abgerundete Übersichtswerte, die im Digitalen Atlas NordDigitaler Atlas Nord mit dem dortigen Maßstab ermittelt wurden. Sie dienen eher Vergleichszwecken und werden, sofern amtliche Werte bekannt sind, ausgetauscht und gesondert gekennzeichnet.Bei Plätzen sind die Maße in der Form a × b bei rechteckigen Anlagen oder a × b × c bei dreiecksförmigen Anlagen mit a als längster Kante dargestellt.Der Zusatz (im Stadtteil) gibt an, wie lang die Straße innerhalb des Stadtteils ist, sofern sie durch mehrere Stadtteile verläuft. Namensherkunft: Ursprung oder Bezug des Namens. Datum der Benennung: Jahr der offiziellen Benennung oder der Ersterwähnung eines Namens, bei Unsicherheiten auch die Angabe eines Zeitraums. Anmerkungen: Weitere Informationen bezüglich anliegender Institutionen, der Geschichte der Straße, historischer Bezeichnungen, Baudenkmale usw. Bild: Foto der Straße oder eines anliegenden Objektes.

Name/Lage Straßen-schlüssel Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAgnes-Gierck-Weg ()A676215Agnes Gierck (1886–1944), Langenhorner Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus1997(28. Februar)Ab 8. Juli 1936 Tannenkoppel und ab 1. November 1945 Peter-Mühlens-Weg (Motivgruppe: „Ärzte“). Ausbau: 14. März 1957. Eine Teilumbenennung in Käkenkamp erfolgte am 18. Dezember 1980.Erwin Möller: Langenhorner-Straßennamen auf der Website des Langenhorn-Archives Da Mühlens während der NS-Zeit Menschenversuche unternommen hatte, wurde 1997 die Straße in Agnes-Gierck-Weg umbenannt. Das Waldstück Tannenkoppel lag auf der anderen Seite der Langenhorner Chaussee und wurde 1802 von dem Waldvogt Johann Ludewig Engelhard Brinckmann angelegt. 1816 und 1820 wurde es vergrößert.Karl August Schlüter: Aus Langenhorns Vergangenheit. Langenhorner Bürgerverein von 1877 (Herausgeber), P. Brüchmann, Hamburg 1932. 1893 wurde auf dem Gelände eine Landwirtschaftliche Kolonie für Geisteskranke eröffnet,Theodor Neuberger: Die Irrenanstalt Langenhorn-Hamburg. In: Deutsche Heil- und Pflegeanstalten für Psychischkranke in Wort und Bild. 1910, S. 127–140. aus der später das Krankenhaus Ochsenzoll wurde. 1998 wurde das Krankenhaus ein Standort des Klinikums Nord, 2006 ein Standort der Asklepios Klinik Nord.120px|Agnes-Gierck-WegAhlfeld ()A046735nach einem Flurnamen1914(1. August)Beim Bau der Siedlung Siemershöh entstanden. In alten Urkunden und Flurkarten Ohle Haege (Flurkarte, 1750), Alter Hag oder altes Gehege dann Ahlfeld (Flurkarte, 1804) oder Ohlefeld.Karl August Schlüter: Straßen- und Flurnamen. In: Arbeitsgemeinschaft Langenhorner Heimatwoche (Hrsg.): Langenhorner Heimatwoche 1952. Festschrift. Ludwig Appel, Hamburg 1952, S. 46, 48. Ahl, niederdeutsch = sandige, unfruchtbare Schicht unterhalb der Erdoberfläche, in der auch viel Eisen steckt. Auch Ortstein oder Fuchserde.Ahl auf plattmakers.de Die Ohle Haege war ursprünglich ein Waldgebiet.120px|AhlfeldAm Ochsenzoll ()A3012765nach einer volkstümlichen Bezeichnung der bis 1867 existierenden Zollstation, an der unter anderem über den Ochsenweg nach Hamburg getriebene Ochsen verzollt wurden1903(25. November)Davor An der Grenze genannt, dann Weg 538. Vor 1903 aber schon Am Ochsenzoll genannt.I. Straßen und Wege und II. Flurbenennungen. In: 7. Landgemeinde Langenhorn. In: Verzeichnis der Landgemeinden und Ortschaften der Landherrenschaften der Geestlande, der Marschlande, Bergedorf und Ritzebüttel. Johann Hinrich Meyer, Hamburg 1900, S. 9–11 Ausbau 1. Februar 1950. Entstanden ist der Weg im November 1773, weil am 14. Oktober 1773 der nördliche Grenzverlauf zwischen Langenhorn und dem Kanzleigut Tangstedt zugehörigen Ländereien Tangstedter Heide und Harxteheyde (Harksheide) neu festgelegt wurde. Der nördliche Kantstein bildet heute die Grenze zu Norderstedt.Erwin Möller schrieb bei der Straße Am Ochsenzoll, dass die Grenze geändert wurde, weil Harksheider Bauern immer wieder ihr Vieh auf Langenhorner Gebiet trieben. Das ist Quatsch. Es kam zu Streitigkeiten, weil die immer wieder ihr Vieh rübertrieben. Und dann soll Hamburg auch noch als Belohnung sozusagen ein Stück Langenhorn verschenkt haben? Die Änderung der Grenze hatte andere, viel komplexere, politische Gründe. Am westlichen Ende der Straße auf der gegenüberliegenden Seite der Langenhorner Chaussee befand sich bis 1867 die Zollstation. Das Gebiet auf beiden Seiten der Grenze wird auch heute noch Ochsenzoll genannt. 1612 errichtete Graf Ernst zu Holstein-Schaumburg am Ochsenzoll eine Zollstation der Grafschaft Holstein-Pinneberg, an der man Zoll für Waren aller Art zahlen musste, was Christian IV., König von Dänemark und Norwegen, sowie Herzog des Herzogtum Holstein störte. Er ließ sie durch Christian von Pentz zerstören. Danach einigte man sich, dass jährlich drei Wochen lang für Ochsen, die über den Ochsenweg zur Grenze gelangten, Zoll verlangt werden dürfe. Nach dem Tod des letzten Schauenburger Otto V. wurde die Grafschaft aufgeteilt. Die Herrschaft Pinneberg und damit auch der Ochsenzoll fielen an Christian IV., der diese ins Herzogtum Holstein eingliederte. Darauf wurde bald nicht nur für die Ochsen Zoll bezahlt, sondern ganzjährig für Waren aller Art.Karl August Schlüter: Als Langenhorn noch Zollgrenze war. In: Arbeitsgemeinschaft Langenhorner Heimatwoche (Hrsg.): Langenhorner Heimatwoche 1952. Festschrift. Ludwig Appel, Hamburg 1952, S. 44, 45. Die Zollstation befand sich von Langenhorn aus gesehen am Anfang der Ulzburger Straße. 1840 wurde sie an die Langenhorner Chaussee verlegt. Das Zollhaus (1956 abgerissen) stand an der Langenhorner Chaussee 689, das ehemalige Wohnhaus des Zöllners steht an der Segeberger Chaussee 26. 1867 entstand die preußische Provinz Schleswig-Holstein, und die Zollstation wurde an den Eppendorfer Mühlenteich in Eppendorf verlegt. Am Ochsenzoll 62 wurden zwei Stolpersteine für Bertha und Paul Oppens verlegt, die dort bis 1943 wohnten. Am Ochsenzoll 54 wohnte bis zu seinem Tod 2007 der Kunstsammler, Kunsthistoriker und Mäzen Gerhard Schack.120px|Am OchsenzollAm Ohlmoorgraben ()A303695nach der Lage am parallel verlaufenden Ohlmoorgraben1956(31. Januar)Der Schauspieler, Musiker, Komponist und Komiker Olli Dittrich wohnte hier seit seinem 7. Lebensjahr.120px|Am OhlmoorgrabenAm Schulwald ()A577590nach einer volkstümlichen Bezeichnung1974(10. Januar)Davor ab 1. August 1914 Raak, zwischen 1949 und 1953 Umbenennung zu Weg 685.Siehe Falk-Pläne 1949 und 1953 unter Weblinks Verlängerung 11. Juni 1975. Der einst an der Straße anliegende Schulwald reichte bis zum Wördenmoorweg und wurde auf Initiative des Lehrers Kuno Schneider von der Fritz-Schumacher-Schule angelegt. Mit Schulkindern half er bei der Anpflanzung und Überwachung des jungen Baumbestandes.Die neue Zeit von 1019 bis 1979. In: Wilhelm Schade: Langenhorn. Vergangenheit und Gegenwart. M + K Hansa Verlag, Hamburg 1979, ISBN 3-920610-28-8, S. 30 Am 22. März 1957 wurde der Schulwald eingeweiht. Raak meint allgemein die Rodung.120px|Am SchulwaldAn der Baumschule ()A392365nach einer an dem östlichen Teil der Straße anliegenden Baumschule1935(7. April)Die Baumschule wurde 1926 auf den Flurstücken Wrangel Koppel und Neuen Kamp an der östlichen Seite der Straße Wrangelkoppel angelegt.120x120px|zentriertAnita-Sellenschloh-Ring ()A690835Anita Sellenschloh (1911–1997), Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus und Lehrerin2002(29. Januar)120px|Anita-Sellenschloh-RingAnnie-Kienast-Straße ()A743145Annie Kienast (1897–1984), SPD-Politikerin2016(1. Mai)Max-Nonne-Straße und Konjetznystraße werden zum 1. Mai 2016 umbenannt. auf Hamburg.de, 1. April 2016Davor ab 10. April 1961 Konjetznystraße (Motivgruppe: „Ärzte“). Wegen Konjetznys Nähe zum Nationalsozialismus wurde die Straße 2016 in Annie-Kienast-Straße umbenannt.120px|Annie-Kienast-StraßeAuf dem Felde ()A499600nach einem Flurnamen1903(25. November)Davor Weg 126 und Weg 139. Vor 1903 aber schon Auf dem Felde genannt. Ausbau 26. Juli 1950 und 5. September 1960. Anfang der 50er Jahre wurde der Krohnstieg durch die fast gänzliche Umbenennung der Straße Auf dem Felde entsprechend verlängert. Nur ein kleiner Teil zwischen Krohnstieg und Rittmerskamp hieß noch Auf dem Felde. Mit dem Ausbau des ursprünglichen Krohnstiegs bis zur Straße Gehlengraben 1961 wurde der umbenannte Teil wieder zurück in Auf dem Felde benannt und das kleine Stück, das auch noch Auf dem Felde hieß, umbenannt in Rittmerskamp.Straßenkarte von 1961. Siehe auch Falk-Pläne unter Weblinks Der Flurname ist in den Flurkarten von 1750 und 1804 verzeichnet. Das Flurgebiet liegt am Verlauf der heutigen Straße.120px|Auf dem FeldeBärenhof ()B896185nach dem gleichnamigen Hof an der Ecke Langenhorner Chaussee/Stockflethweg2006(28. April)In dem von Gebäudemakler Ernst Römling um 1890 oder 1900 erbauten und mehrmals umgebauten neoromantischen Gebäudeensemble, das an eine kleine Burg erinnerte, wurde einst ein Bär gehalten. An einer Fassade befand sich ein Relief eines Bären mit dem Schriftzug Bärenhof darunter. Der Bärenhof befand sich auf der anderen Seite der Langenhorner Chaussee Ecke Stockflethweg bis er April 2010 abgerissen wurde.Informationen zum Eberhof und Bärenhof auf oxenzoll.info sowie Die alten Bauernhöfe Langenhorns. In: Arbeitsgemeinschaft Langenhorner Heimatwoche (Hrsg.): Langenhorner Heimatwoche 1952. Festschrift. Ludwig Appel, Hamburg 1952, S. 16–17 sowie Die alten Bauernhöfe Langenhorns. In: Wilhelm Schade: Langenhorn. Vergangenheit und Gegenwart. M + K Hansa Verlag, Hamburg 1979, ISBN 3-920610-28-8, S. 10–13, 15 Der 10. Längengrad (Meridian) östlicher Länge (10° Ost) durchquert die Straße.120px|BärenhofBargfelder Weg