Der Prachtzwergkauz (Glaucidium sjostedti, Syn.: Taenioglaux sjostedti), auch Prachtkauz oder Pracht-Sperlingskauz genannt,Eulenwelt ist eine Vogelart aus der Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae).Prachtzwergkauz, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank
Diese Art wird von einigen Autoren zusammen mit weiteren der Gattung Taenioglaux zugerechnet.H. Mikkola: Owls of the World - A Photographic Guide. 2. Auflage. Bloomsbury, 2013, ISBN 978-1-4729-0593-2.C. König, F. Weick, J,-H. Becking: Owls A Guide to the Owls of the World. Pica Press, 1999, ISBN 1-873403-74-7, S. 354–355.
Die e Bezeichnung ehrt den Zoologen Yngve Sjöstedt.J. A. Jobling: Key to Scientific Names in Ornithology. In: J. Del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. De Juana (Hrsg.): Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Edicions, Barcelona. 2019 (abgerufen auf www.hbw.com am 6. August 2019).
Die Art kommt in Zentralafrika vor, in Äquatorialguinea, der Demokratischen Republik Kongo, in Gabun, Kamerun, Nigeria und der Republik Kongo.IOC World Bird List OwlsOwlpages
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst überwiegend Waldgebiete im Tiefland sowie von Teilen des Kamerunberges.D. W. Holt, R. Berkley, C. Deppe, P. L. Enríquez, J. L. Petersen, J. L. Rangel Salazar, K. P. Segars, K. L. Wood und J. S. Marks: Sjöstedt's Owlet (Glaucidium sjostedti), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Glaucidium sjostedti
Beschreibung Der Prachtzwergkauz ist 20 bis 25 cm groß und wiegt etwa 140 g. Kopf und Nacken sind braun mit weißer Bänderung, das Gesicht ist braun mit gelbbraun bis weißer Bänderung, die Iris ist gelb, die Wachshaut und der Schnabel sind blassgelb. Die Oberseite ist rotbraun mit weißen Flecken auf den Flügeldecken, die Unterseite ist hellbraun mit rotbrauner Bänderung.
Geografische Variation Die Art ist monotypisch.AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025World Bird List 15.2 Owls
Stimme Der Ruf des Männchens wird als 3 bis 6 über wenige Sekunden gerufene Töne „kroo-kroo-kroo-kroo“ beschrieben.
Lebensweise Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten wie auch Spinnentieren, Mäusen, kleinen Schlangen, Schalentieren und jungen Vögeln.
Die Brutzeit liegt zwischen Juli in Gabun und Februar bis Dezember in Kamerun. Das Nest wird in Höhlen angelegt.
Gefährdungssituation Die Prachtzwergkauz gilt als nicht gefährdet (‘‘least concern‘‘).
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Prachtzwergkauzes erfolgte 1893 durch Anton Reichenow unter dem wissenschaftlichen Namen Glaucidium sjöstedti. Das Typusexemplar wurde nahe des Kamerunbergs gesammelt.Anton Reichenow (1893), S. 65. Bereits 1832 führte Friedrich Boie die für die Wissenschaft neue Gattung Glaucidium ein.Friedrich Boie (1832), S. 970.Boie kategorisierte den Australzwergkauz (Glaucidium nana (, 1827)) und den Sperlingskauz (Glaucidium passerinum (, 1758)) in die neue Gattung. Dieser Name leitet sich von γλαυξ (glaux) für Eule ab. Der eigentliche Name ist die Diminutivform und bedeutet deshalb kleine Eule.Glaucidium The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname sjostedti ist Bror Yngve Sjöstedt (1866–1948) gewidmet.
Literatur
Claus König, Friedhelm Weick: Owls of the World. Christopher Helm, London 2008, ISBN 978-0-7136-6548-2
Einzelnachweise
Weblinks
Oiseaux.net Macaulay Library Glaucidium sjostedti auf Briefmarken
Anmerkungen
Kategorie:Sperlingskäuze