mini|Kirche St. Peter und Paul in Münster
Münster ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.
Geografie Lage Münster liegt in der Planungsregion Augsburg.
Gemeindegliederung Es gibt drei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Hemerten (Gut) Münster (Pfarrdorf) Sulz (Gut)
Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Münster. Sie hat eine Fläche von 17,716 km². Sie ist in 1478 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11986,20 m² haben. In ihr liegen sämtliche Gemeindeteile der Gemeinde Münster und ein Teil des 2014 aufgelösten gemeindefreien Gebiets Brand.
Nachbargemeinden Ellgau (Landkreis Augsburg) Holzheim (Landkreis Donau-Ries) (Landkreis Donau-Ries) Rain (Lech) (Landkreis Donau-Ries) Thierhaupten (Landkreis Augsburg) Baar (Schwaben) (Landkreis Aichach-Friedberg)
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Münster gilt als Gründung irisch-schottischer Mönche. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort als „Munestra in Husa“ in der Stiftungsurkunde von Bischof Embrico Graf von Leiningen (im Amt von 1063 bis 1077) für das Gertrudis-Stift Augsburg im Jahr 1071. Münster wird bei den dem Stift übereigneten Güter aufgezählt. Seit 2025 ist bewiesen, dass es sich dabei nicht, wie lange vermutet, um Münsterhausen handelt. Das Stift bezog bis zu seiner Aufhebung im Zuge der Säkularisation Abgaben aus Münster bei Rain.Felix Guffler / Gerhard Pfitzmaier: Münster oder Münsterhausen? Diskussion der Stiftungsurkunde von St. Gertrud in Augsburg in Bezug auf die Erstnennung der beiden Orte, in: Zeitschrift des historischen Vereins für Schwaben, 117. Band, Jahrgang 2025, Seite 127–134
Bis zur Säkularisation 1803 war allerdings das Zisterzienserinnenkloster Niederschönenfeld wichtigster Grundherr im Ort. Münster gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Rain des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die selbstständige Gemeinde Münster.
Kreiszugehörigkeit Bis zum 1. Juli 1972 gehörte Münster zum Landkreis Neuburg an der Donau und wurde dann im Zuge der Gebietsreform in Bayern dem Landkreis Donau-Ries zugeschlagen.
Gebietsveränderungen Die Gemeinde Münster trat am 1. Mai 1978 die Gemeindeteile Altenbach und Königsbrunn an das südlich angrenzende Thierhaupten (Landkreis Augsburg) ab. Am 1. Juli 2014 bekam Münster noch eine Teilfläche von 1,5 km² des ehemaligen gemeindefreien Gebietes Brand zugeschlagen.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 850 auf 1176 um 326 Einwohner bzw. um 38,4 %. Jahr 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2010 2015 Einwohner 809 735 856 936 1028 1073 1011 1119
Politik Gemeinderat Bei der Wahl zum Gemeinderat am 15. März 2020 konnten die CSU und die Freie Wählergemeinschaft/Freier Bürgerblock jeweils sechs Sitze besetzen, wobei die CSU geringfügig mehr Stimmen erhielt (50,44 %).
Bei der Wahl zum Gemeinderat am 8. März 2026 blieb die Sitzverteilung unverändert mit jeweils sechs Mandaten für die CSU und die Freie Wählergemeinschaft/Freier Bürgerblock (FWG/FBB). Die CSU erhielt 46,7 % der Stimmen, FWG/FBB kam auf 53,3 %.Gemeinderatswahl 8. März 2026 – Gemeinde Münster, abgerufen am 11. März 2026
Bürgermeister 1. Bürgermeister war von 1978 bis 1994 Konrad Dumberger und von 1994 bis 2008 Alois Stuber. Bei den Kommunalwahlen 2008 und 2014 wurde jeweils Gerhard Pfitzmaier (ohne Mitbewerber) zum 1. Bürgermeister gewählt.
Dessen Nachfolger ist seit 1. Mai 2020 der am 15. März 2020 ohne Mitbewerber gewählte Jürgen Raab (CSU); er wurde am 8. März 2026 für weitere sechs Jahre von den Bürgern bestätigt.
Verwaltung Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rain.
Wappen
Bau- und Bodendenkmäler
Gut Hemerten
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Am 30. Juni 2019 gab es 377 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Die Gemeinde hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt, denn im Jahr 2000 waren nur 31 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Ort vorhanden. Von der Wohnbevölkerung standen 661 Personen in einer versicherungspflichtigen Tätigkeit.
Bildung 2020 gab es folgende Einrichtungen: 1 Kindertageseinrichtung mit 62 Plätzen (2 Kindergarten- und 1 Krippengruppe; ganztags geöffnet), 52 Besucher Grundschule in Holzheim (drei Kilometer), Mittelschule und Realschule in Rain (neun Kilometer)
Persönlichkeiten Franz Xaver Wirth (1845–1913), österreichischer Großindustrieller und Politiker Albert Schönberger (* 1949), Komponist und von 1985 bis 2010 Organist am Hohen Dom zu Mainz, verbrachte in Münster seine Kindheit und Jugendjahre und übte hier an der Kirchenorgel. Hans-Georg Andreae (1934–2014), Gutsbesitzer und Agrarfunktionär
Literatur
Weblinks
Gemeinde Münster/Lech
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Donau-Ries Kategorie:Bayerisches Alpenvorland Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)
Kategorie:Gemarkung im Landkreis Donau-Ries