mini|Monika Salzer (2013) Monika Salzer (* 11. Februar 1948 in Wien) ist eine österreichische Systemische Psychotherapeutin, evangelische Theologin, Pfarrerin i. R. und Autorin. Bekannt ist sie auch als Gründerin der zivilgesellschaftlichen Plattform OMAS GEGEN RECHTS.

Leben Herkunft und Ausbildung Monika Salzer wurde in eine multikulturelle Familie geboren. Die Großeltern väterlicherseits waren Kroaten aus dem Nordburgenland, die Großmutter mütterlicherseits aus Wien, der Großvater aus Berlin. Ihre Eltern arbeiteten als Beamte in Wien.

Sie besuchte die Volksschule im 10. Bezirk am Keplerplatz, anschließend das Mädchengymnasium Rahlgasse – die älteste Bildungsanstalt für Frauen in Wien – bis zur Matura. Danach machte sie eine Ausbildung zur Med. Techn. Laborassistentin am Allgemeinen Krankenhaus in Wien, die sie mit Diplom abschloss. Anschließend studierte sie von 1968 bis 1970 Psychologie an der Universität Wien. Von 1977 bis 1983 studierte sie Evangelische Theologie und schloss mit dem Magisterium ab.

Berufliche Tätigkeiten Salzer arbeitete von 1983 bis 1985 in einem Forschungsprojekt, vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) finanziert, als Seelsorgerin im Orthopädischen Krankenhaus Gersthof und schrieb den Abschlussbericht: Klinische Seelsorge an schwersterkrankten Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Die kirchliche Ausbildung zum geistlichen Amt absolvierte Salzer von 1985 bis 1987, während der sie auch in der Krankenhausseelsorge und im Unterricht arbeitete. Den Abschluss bildete 1989 die Ordination. In der Folge war sie 10 Jahre im Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital als Krankenhausseelsorgerin tätig. In dieser Zeit gründete und leitete sie eine professionelle Ausbildung für ehrenamtliche Seelsorgerinnen und den „Gottesdienst für Trauernde“ in der Lutherischen Stadtkirche, sowie im Oktober 1992 das Zentrum für Seelsorge und Kommunikation (SeKo) der Evangelischen Kirche A.B. (als Verein im Jahr 1994),Anne Elisabeth Höfler: Die Geschichte der Hospizbewegung in Österreich. Zukunft braucht Vergangenheit. (PDF; 144 kB) dieAE – netzwerk für beratung und innovation (Hrsg.), Wien, April 2001. (Zugleich: kursbuch palliative care, Wien 2/2001.) Hier in Kapitel Netzwerke, Aus- und Fortbildungen, S. 18. das über 13 Jahre Seminare zu den Themen Sterbe- und Trauerbegleitung für unterschiedliche Berufsgruppen anbot. Auch zum Thema Management wurden Kurse für kirchliche Mitarbeiterinnen durchgeführt.

Salzer besuchte das Linzer Institut für Systematische Therapie (IFS) und absolvierte die Ausbildung zur Systemischen Psychotherapeutin von 1988 bis 1992. Seither arbeitet sie in freier Praxis.

Von 2002 bis 2004 absolvierte sie eine Ausbildung in Systemischer Organisationsentwicklung an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung und erwarb den Master of Advanced Studies. Mit Michael Bünker, damals Direktor der Evangelischen Religionspädagogischen Akademie, und Thomas Krobath, derzeit Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems, initiierte Salzer einen gesamtkirchlichen Organisationentwicklungsprozess, den sie von 2002 bis 2004 als Projektleiterin begleitete.

Anschließend leitete sie in der Evangelischen Diözese A.B. Wien ein Projekt, das zum Ziel hatte, die organisatorische, historisch gewachsene Doppelstruktur aufzulösen. Sie übernahm außerdem bis zur Pensionierung die Öffentlichkeitsarbeit der Diözese.

Salzer war von 2006 bis zumindest 2017Im Gespräch mit Mag. Monika Salzer: Luftmaschen lernen. In: Krone Bunt. Beilage zur Kronen Zeitung, 10. September 2017, S. 70. Vgl. Jahresbericht 2017/18. von: FREI.Spiel – Freiwillige für Kinder. Verein zur Betreuung und Förderung von hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen (Hrsg.), Wien 2018, S. 23 (Volltext (PDF; 1,6 MB) auf der Website freispielwien.at, abgerufen am 18. Jänner 2021): . abwechselnd mit Ingrid Bachler und Pfarrerin Ingrid Tschank Kolumnistin der Reihe „Im Gespräch“ in der Sonntagsbeilage Krone Bunt der Kronen Zeitung tätig.Pfarrerin Ingrid Tschank. Kurzbiografie. In: Website der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Gols, ohne Datum, abgerufen am 18. Jänner 2021:

Zivilgesellschaftliches Engagement 2017 gründete Salzer die zivilgesellschaftlichen Plattform OMAS GEGEN RECHTS auf Facebook, die mittlerweile in allen österreichischen Bundesländern und mit rund 100 Zweiggruppen in Deutschland und Südtirol vertreten ist.Omas gegen Rechts, Neue Südtiroler Tageszeitung, Online-Ausgabe vom 9. Juni 2019. Gemeinsam mit Susanne Scholl gestaltet sie auch die Öffentlichkeitsarbeit der Plattform.Über uns. In: Website der OMAS GEGEN RECHTS, ohne Datum, abgerufen am 18. Jänner 2021. Im Mai 2018 wurde mit OMAS GEGEN RECHTS – Plattform für zivilgesellschaftlichen Protest ein zugehöriger Verein nach österreichischem Vereinsrecht gegründet, dessen Obfrau Monika Salzer und Obfrau-Stellvertreterin Susanne Scholl sind.Verein OMAS GEGEN RECHTS – Plattform für zivilgesellschaftlichen Protest, ZVR-Zahl 1257970000. Vereinsregisterauszug abgefragt zum Stichtag 18. Jänner 2021.

Privates Monika Salzer war in zweiter Ehe mit Martin Salzer (1931–2022Lebendig Sein Buchbeschreibung und Kurzlebenslauf der Autoren Martin Salzer und Herbert Maurer. In: Website des Verlags Iberia, ohne Datum, abgerufen am 18. Jänner 2021.) verheiratet, einem orthopädischen Chirurgen, Universitätsprofessor und Spezialisten für KnochentumoreDaniel Voglhuber: Renommierter Mediziner gesteht Sterbehilfe: „Ja, ich habe es getan“. Martin Salzer hat als Arzt einmal Beihilfe zum Suizid geleistet. Der Verfassungsgerichtshof entscheidet demnächst über das Thema. In: Kurier.at, 28. November 2020, abgerufen am 18. Jänner 2021. sowie Gründer von Austrian Doctors for Disabled und Doctors for Disabled International. In: Website der Doctors for Disabled, ohne Datum, abgerufen am 18. Jänner 2021. Sie ist Mutter von zwei leiblichen Kindern (Tochter, * 1970; Sohn, * 1974) sowie Großmutter mehrerer Enkelkinder. Sie lebt im niederösterreichischen Eichgraben.Andrea Stoiser: Macht und Ohnmacht für „Austrian Doctors for Disabled“. In: NÖN.at, 26. März 2013, abgerufen am 18. Jänner 2021.

Salzer nahm 2013 an der achten Staffel der Tanzshow Dancing Stars teil„Krone“-Kolumnistin: Monika Salzer: Unser Star bei „Dancing Stars“. In: Kronen Zeitung: Kolumne Adabei, 6. Jänner 2013, abgerufen am 18. Jänner 2021. und erreichte mit ihrem Tanzpartner Florian Gschaider den achten Platz.Aus für Pastorin: „Dancing Stars“: Letzter Walzer für Monika Salzer. In: Kronen Zeitung: Kolumne Adabei, 20. April 2013, abgerufen am 18. Jänner 2021.

Veröffentlichungen

Literatur Manuela Tomic: Monika Salzer: In Rente und Rebellion. (Porträt) In: ZEIT Österreich, Nr. 9/2018, 22. Februar 2018 (Artikel online). Ingo Hasewend: OMAS GEGEN RECHTS: Rebellion der Wiener Rothauben. In: Kleine Zeitung, 24. Mai 2018 (Artikel online).

Weblinks

Monika Salzer – private und berufliche Website (mit Lebenslauf Monika Salzer (PDF)). Zwischen Himmel und Erde. Monika Salzer’s Blog.

Einzelnachweise

Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (21. Jahrhundert) Kategorie:Autor Kategorie:Psychotherapeut Kategorie:Teilnehmer bei Dancing Stars Kategorie:Person des Christentums (Wien) Kategorie:Person (Evangelische Kirche A.B. in Österreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1948 Kategorie:Frau