mini| mini|Plan des Tempels (s. Text) Der Anraku-ji (), auch als Yoshimi Kannon () bekannt, mit dem Bergnamen Iwadono-san () und dem Untertempelnamen Kōmyō-in (), ist ein Tempel, der zum Chisan-Zweig () der Shingon-Richtung des Buddhismus gehört. Der Tempel befindet sich unterhalb des Berges Iwadono () in Yoshimi (Präfektur Saitama), Japan. In der traditionellen Zählung ist er der 11. der 33 Tempel der Kantō-Region.
Geschichte Der Überlieferung nach wurde der Tempel im 1. Jahr Daidō (806) gegründet. Im 12. Jahrhundert kam ein Sohn des Minamoto no Yoshitomo (; 1123–1160), der nach der verlorenen Heiji-Rebellion flüchten musste und in der Provinz Owari hinterrücks getötet worden war, nämlich Yorinori (; 1150–1193), als Kinderpriester () an diesen Tempel. Später stiftete er dem Tempel u. a. weiteres Gelände, eine dreistöckige Pagode und eine Versammlungshalle.
Während der Tembun-Ära (1532–1555) brannte der Tempel während der Kämpfe um die nahe Burg MatsuyamaDie Burg Matsuyama in der Provinz Musashi war im Jahr 1399 erbaut worden, wurde 1601 verlassen und verfiel dann. nieder. Während der Kanei-Ära (1624–1644) gelang es Priester Kōkei (, Kōkyō (), auch Shūkei ()) mit großer Mühe, den Tempel wieder aufzubauen.
Anlage Man steigt von der Straße Stufen hinauf zum Tempeltor (, Sammon; 1 im Plan), das hier als Niō-Tor (), also als Tor mit den beiden Tempelwächtern (Niō) rechts und links vom Durchgang ausgeführt ist. Die Figuren der Tempelwächter stammen wohl aus dem Jahr 1702. Das Tor war ursprünglich mit Dachziegeln () gedeckt, heute mit Kupferblech (). Die Haupthalle (; 2) voraus ist über eine Treppe zu erreichen. Sie stammt aus dem Jahr 1661, ist 5 Ken breit. In der Taishō-Zeit wurden die Holzschindel () durch Kupferblech ersetzt. Rechts vor der Haupthalle sieht man einen Amida-Buddha (Amida Nyorai); 4), eine überlebensgroße Bronzefigur, auf einer Lotusblüte sitzend. Rechts hinter der Haupthalle ragt eine „dreistöckige Pagode“ (; 3) empor. Sie ist 24,3 m hoch und stammt aus der Kanei-Ära. Damit ist sie das älteste Gebäude der Anlage. Die Haupthalle, die dreistöckige Pagode und das Tempeltor sind als Kulturgut der Präfektur registriert.
Im Westen befindet sich das Abt- und Mönchsquartier (A).
Bilder
Anmerkungen
Literatur Saitama-ken kotogakko shakaika kyoiku kenkyukai rekishi bukai (Hrsg.): Anraku-ji. In: Saitama-ken no rekishi sampo. Yamakawa Shuppan, 2005, ISBN 978-4-634-24611-9, S. 74.
Weblinks Website des Tempels Tempel in der Präfektur Saitama, Bando Reijokai
Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Saitama Kategorie:Yoshimi (Saitama) Kategorie:Erbaut in den 800er Jahren