mini|Länder nach Einreisen in die USA (2017) Der Tourismus in den Vereinigten Staaten bildet die weltweit größte Tourismusindustrie. Sie zählt außerdem zu den Wettbewerbs-stärksten laut dem Travel and Tourism Competitiveness Report. Laut Zahlen der Weltorganisation für Tourismus erhielt das Land 76,9 Millionen Besuche von ausländischen Touristen im Jahr 2017, womit es das am dritthäufigsten besuchte der Welt hinter Frankreich und Spanien war. Die Einnahmen, die diese Besucher brachten, beliefen sich auf 251,4 Milliarden US-Dollar, womit die USA die höchsten Einnahmen aller Länder verzeichnen. Die meisten internationalen Touristen kommen aus den Nachbarländern Mexiko und Kanada, gefolgt von Ländern Europas und zunehmend Asiens. Die meisten Touristen in den Vereinigten Staaten verfügen über eine hohe Kaufkraft und bleiben für einen längeren Zeitraum im Land, deshalb sind die Ausgaben pro Kopf von Touristen relativ hoch. Neben dem internationalen Tourismus kommt dem Inlandstourismus eine noch weitaus größere Bedeutung zu. Im Jahr 2018 gaben inländische Reisende fast 1 Billion US-Dollar im Land aus. Von diesen Ausgaben hängen 8,9 Millionen Arbeitsplätze ab und Steuereinnahmen von 171 Milliarden US-Dollar fließen in die Kassen von Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen. Insgesamt werden 2,5 Billionen US-Dollar der Wirtschaftsleistung und 15,7 Millionen Arbeitsplätze vom Tourismus beeinflusst.
Ermöglicht wird der Tourismus im Land von einer hervorragenden Infrastruktur (insbesondere beim Auto- und Luftverkehr) und zahlreichen Naturwundern, Städten, historischen Wahrzeichen und Unterhaltungsmöglichkeiten, die über das ganze Land verteilt sind. Es gibt in den USA 2.540 (Stand: 2013) registrierte National Historic Landmarks und 24 UNESCO-Welterbestätten (2019). Die am häufigsten von Ausländern besuchten Städte waren 2017 New York City (13,1 Millionen Besucher), Miami (8,1 Millionen), Las Vegas (6,7 Millionen), Los Angeles (6,1 Millionen), Orlando (5,2 Millionen), San Francisco (3,6 Millionen), Honolulu (2,6 Millionen) und Washington, D.C. (2,2 Millionen). Der meistbesuchte Ort des Landes war 2011 der Times Square in New York City mit 41,9 Millionen Touristen. Neben den eben genannten Städten sind auch zahlreiche Naturwunder große Anziehungspunkte für Touristen wie der Yellowstone-Nationalpark, der Grand-Canyon-Nationalpark oder die Niagarafälle (gemeinsam mit Kanada).
In den USA gibt es kein eigenes Ministerium für Tourismus, wie in einigen anderen Ländern. Die Anliegen der Reiseindustrie werden von der U.S. Travel Association vertreten.
Geschichte Der Tourismus in den Vereinigten Staaten nahm seinen Anfang mit der Konstruktion von Eisenbahnstrecken Mitte des 19. Jahrhunderts, die erstmals massenhafte Mobilität ermöglichten. 1860 waren alle großen Städte im Osten der USA mit der Eisenbahn verbunden, und 1869 wurde die erste transamerikanische Eisenbahnverbindung fertiggestellt. Der Yosemite-Nationalpark wurde 1864 als einer der ersten großen Nationalparks eröffnet. Die Erfindung der Fotografie spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Touristenattraktionen und ermöglichte die Verteilung von Hunderten von Bildern mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Das Reisen war damals allerdings nur einer kleinen privilegierten Schicht vorbehalten und die touristischen Regionen waren vorwiegend an der Ostküste der USA konzentriert.
Die Demokratisierung des Reisens erfolgte zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als das Automobil das Reisen revolutionierte und es deutlich vereinfachte. Durch den Bau von Autobahnen wurde das Land zudem deutlich besser erschlossen. Ebenso revolutionierte der Flugverkehr das Reisen in den Jahren ab 1945 und trug in hohem Maße zum Tourismus in den Vereinigten Staaten bei. In dieser Zeit entwickelte sich der Flugverkehr in den USA von einer Neuheit zu einer Routine für Geschäftsreisende und Urlauber. Die rasante Entwicklung der Luftfahrttechnologie und der steigende wirtschaftliche Wohlstand in den USA ermöglichten ein Schwinden der Distanzen und das Entstehen einer integrierten nationalen Tourismusindustrie. 1971 wurde das Walt Disney World Resort bei Orlando eröffnet und machte Florida zu einem Zentrum des amerikanischen Tourismus.
Die Reise- und Tourismusbranche in den USA gehörte zu den größten kommerziellen Geschädigten der Anschläge am 11. September 2001. In der ersten vollen Woche nach Wiederaufnahme der Flüge sanken die Passagierzahlen von 9 Millionen in der Woche vor dem 11. September um fast 45 Prozent auf 5 Millionen. Hotel- und Reisebuchungen wurden weltweit storniert. Die Hotellerie erlitt in den vier Tagen nach den Anschlägen einen geschätzten Umsatzverlust von 700 Millionen US-Dollar. Der US-Kongress und die Federal Reserve mussten die Fluggesellschaften des Landes mit Hilfen von bis zu 15 Milliarden US-Dollar retten.
Einen weiteren herben Rückschlag erlebte die Branche durch die Finanzkrise ab 2007. Erst nach einiger Zeit erholte sie sich wieder. 2018 wurde ein neuer Rekord mit ca. 2,3 Milliarden persönlichen Reisetrips aufgestellt. Nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten (2017) hat sich das Wachstum der internationalen Ankünfte allerdings verlangsamt, was mit schärferen Einreisebestimmungen und Währungsschwankungen zusammenhängen dürfte. Ein ähnlicher Effekt stellte sich noch stärker nach der dem zweiten Amtsantritt von Trump 2025 ein. Besonders nach der 61. Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2025 sanken die Buchungsanfragen für Reisen in die USA um rund zehn Prozent. Seit Anfang 2026 verzeichnen Reiseveranstalter circa zehn bis 15 Prozent weniger Urlauber. Etwa 28 Prozent weniger Kanadier bereisen derzeit ihr Nachbarland.
Statistik
Entwicklung der Anzahl an internationalen Gästen
Herkunftsländer von Touristen Länder nach Anzahl an Einreisen zu Zwecken außerhalb der Migration. CountryFY 2023FY 2022FY 2021FY 2020FY 2019FY 2018FY 2017FY2016FY2015FY 2014 20.514.314 14.382.227 2.529.022 4.808.888 20.720.068 21.475.152 20.493.214 19.287.499 20.699.152 23.013.691 14.499.093 12.435.501 10.576.371 6.808.656 18.328.181 18.387.405 17.788.008 18.990.585 18.374.224 17.069.821 3.897.534 3.466.107 460.749 730.032 4.779.997 4.659.178 4.482.707 4.587.092 4.915.379 4.165.429 1.838.481 1.481.008 249.154 293.967 2.063.767 2.062.462 2.080.425 2.046.288 2.284.912 2.073.675 1.762.369 1.256.915 433.305 335.990 1.473.517 1.378.035 1.285.466 1.206.771 1.147.693 985.667 1.624.719 1.224.974 239.336 423.689 2.104.617 2.209.372 1.912.447 1.725.479 2.228.291 2.274.305 1.600.400 919.796 202.711 439.286 2.298.279 2.210.597 2.334.839 1.982.516 1.775.456 1.473.365 1.592.934 1.317.882 222.036 297.785 1.843.782 1.767.461 1.667.506 1.641.152 1.767.343 1.675.898 1.518.522 597.330 121.519 696.727 3.752.980 3.493.313 3.595.607 3.603.786 3.792.997 3.653.454 1.078.056 368.111 191.776 378.080 2.829.970 2.991.813 3.173.915 3.049.942 2.628.570 2.224.787 976.952 717.593 135.636 140.547 1.086.026 1.073.383 1.032.107 988.860 1.045.424 970.293 954.481 641.772 52.439 208.707 1.319.238 1.362.431 1.323.703 1.350.508 1.453.103 1.308.707 932.060 943.819 1.063.659 270.110 944.013 942.617 841.931 852.618 861.907 891.709 825.790 773.421 182.458 151.519 943.248 876.248 826.818 807.447 759.951 715.139 596.155 524.841 301.794 197.748 854.442 994.035 1.018.177 926.321 798.567 692.446 572.271 473.009 85.829 111.318 727.229 725.283 700.872 674.544 728.596 645.480Gesamt 66.481.888 50.770.685 22.280.100 19.212.014 79.441.595 79.745.918 77.186.746 76.407.488 77.773.526 75.379.354
Bedeutende Touristenziele Atlanta Boston Chicago Everglades-Nationalpark Gettysburg Grand-Canyon-Nationalpark Las Vegas Los Angeles Miami New York City New Orleans Niagarafälle Orlando (Walt Disney World Resort) San Francisco Washington, D.C. Yellowstone-Nationalpark Yosemite-Nationalpark
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Visit the USA – offizielle Tourismus-Website der USA U.S. Travel Association International Inbound Travel Association
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