mini| mini|Plan des Tempels (s. Text) mini|Niō-Tor Der Shōfuku-ji (), mit dem Bergnamen Iizumi-zan (), daher auch einfach Iizumi Kannon () genannt, ist ein Tempel der Shingon-Richtung des Buddhismus in Odawara (Präfektur Kanagawa), Japan. In der traditionellen Zählung ist er der 5. der 33 Tempel der Kantō-Region.

Geschichte Während der Nara-Zeit überließ Priester Jianzhen (688–763) eine von Kaiser Kōken geschenkte Kannon dem Priester Dōkyō († 772), der sie im Yuge-ji () auf der Anhöhe Chiyodai aufstellte. Von dort gelangte sie schließlich hierher.

Die Anlage Man betritt die Tempelanlage durch das mächtige, kupfergedeckte Tempeltor, das hier als Niō-Tor (; 1 im Plan), also als Tor mit den beiden Tempelwächtern (Niō) rechts und links vom Durchgang ausgeführt ist. Voraus sieht man die kupfergedeckte Haupthalle (, 2). Das jetzige Gebäude stammt aus dem Jahr 1706 und ist als Kulturgut der Präfektur eingetragen. Die Halle zeigt den Stil der frühen Edo-Zeit, modifiziert in einer Weise, die für den esoterischen Buddhismus () typisch ist. Der Vorbereich () ist 2 Ken, hier 3,63 m, tief und der Innere Bereich () 5,45 m. Wenn man die Stufen zur Halle emporsteigt und das Gebäude betritt, so sieht man vor dem Inneren Bereich geschnitzte fliegende Engel ().

Auf dem Weg zur Haupthalle passiert man rechts ein im Stil als Schatzpagode ausgeführtes Gebäude zur Aufnahme der Sutren (; 3) und den Glockenturm (; 4). Die Inschrift an der Glocke weist auf das Jahr 1629 hin und darauf, dass sie in Odawara gegossen wurde, also während der Zeit der Späteren Hōjō, als die Stadt ein Zentrum der Glockengießerei war. Vor dem Glockenturm steht ein Wassergefäß aus Bronze (; 5), das die Form eines Drachenbootes () hat. Es wurde im Bezirk Kanda von Edo, dem heutigen Tokio, hergestellt. Auf der linken Seite steht eine kleine Halle, die wohl dem Dainichi-Buddha (6) gewidmet ist. Das kleine oktogonale Gebäude hinten links beherbergt eine „Pferdekopf-Kannon“ (; 7).

Auf der linken Seite vor der Haupthalle steht ein großer weiblicher Ginkgo-Baum (G), ein Naturdenkmal der Präfektur. Er soll die Bitten von Frauen um größere Brüste erfüllen.

Auf dem Tempelgelände befindet sich ein Hachiman-Schrein (; S), der von großen, dichtstehenden Bäumen umgeben ist. Diese dichte Baumgruppe Jusō () genannt, ist als Naturdenkmal der Präfektur registriert. Der Schrein ist ein Beispiel für das Zusammengehen von Buddhismus und Shintoismus, das eine Zeitlang angestrebt wurde.

Östlich schließt sich der weitläufige Abt- und Mönchsbereich (A) an.

Schätze des Tempels In dem Schrein () hinter der im Vordergrund stehenden Kannon befindet sich eine nicht öffentlich gezeigte elfgesichtige Kannon (), die als Kulturgut der Präfektur eingetragen ist. Sie ist aus einem Stück Sandelholz hergestellt, wohl von einem Schnitzer der Gegend, und wird auf die frühe Heian-Zeit datiert.

Literatur Kanagawa-ken kotogakko Kyoka kenkyukai shakaika bukai rekishi bunkakai (Hrsg.): Iizumi Kannon. In: Kanagawa-ken no rekishi sampo (ge). Yamakawa Shuppan, 2005. ISBN 978-4-634-24814-4. S. 216, 217.

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Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Kanagawa Kategorie:Erbaut in den 800er Jahren Kategorie:Odawara