10. Leichtathletik-Europameisterschaften zentriert|100pxDisziplin 100-Meter-Hürdenlauf der FrauenStadt Stadion OlympiastadionTeilnehmerinnen 17 Athletinnen aus 13 LändernWettkampfphase 12. August: Vorläufe/Halbfinale13. August: FinaleMedaillengewinnerinnen 16px|Gold Gold Karin Balzer () 16px|Silbermedaillen Silber Annelie Ehrhardt () 16px|Bronzemedaillen Bronze Teresa Sukniewicz () mini|hochkant=2.4| Der 100-Meter-Hürdenlauf der Frauen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1971 wurde am 12. und 13. August 1971 im Olympiastadion von Helsinki ausgetragen.

Den Hürdensprinterinnen aus der DDR gelang in diesem Wettbewerb ein Doppelsieg. Es gewann die Europameisterin von 1966 sowie 1969 und Olympiasiegerin von 1964 über 80 Meter Hürden Karin Balzer (frühere Karin Richert), gleichzeitig auch Halterin des Weltrekords über 100 Meter Hürden. Den zweiten Platz belegte Annelie Ehrhardt, geborene Annelie Jahns. Bronze ging an die Polin Teresa Sukniewicz.

Rekorde Vorbemerkung: In diesen Jahren gab es bei den Bestleistungen und Rekorden eine Zweiteilung. Es wurden nebeneinander handgestoppte und elektronisch ermittelte Leistungen geführt. Die offizielle Angabe der Zeiten erfolgte in der Regel noch in Zehntelsekunden, die bei Vorhandensein elektronischer Messung gerundet wurden. Wegen des Wegfalls der Reaktionszeit des Zeitnehmers bei elektronischer Zeitnahme stand in der Diskussion, einen sogenannten Vorschaltwert einzuführen, um die handgestoppten Leistungen nicht automatisch besser zu stellen. Doch es blieb dann bei der korrekten Angabe dieser Zeiten, die später auch offiziell mit Hundertstelsekunden nach dem Komma geführt wurden.

Offizielle Rekorde – Angabe in Zehntelsekunden Bestehende Rekorde Weltrekord 12,6 s Ost-Berlin (heute Berlin), DDR (heute Deutschland) 31. Juli 1971. sport-record.de, abgerufen am 30. Juli 2022 Europarekord Meisterschaftsrekord13,3 s EM Athen, Griechenland 20. September 1969 Rekordeinstellungen / -verbesserungen Der bestehende EM-Rekord zweimal eingestellt und dreimal verbessert: Rekordegalisierungen: 13,3 s – Karin Balzer (DDR), zweiter Vorlauf am 12. August bei Windstille 13,3 s – Annelie Ehrhardt (DDR), dritter Vorlauf am 12. August bei Windstille Rekordverbesserungen: 13,2 s – Karin Balzer (DDR), erstes Halbfinale am 12. August bei einem Gegenwind von 0,8 m/s 13,1 s – Annelie Ehrhardt (DDR), zweites Halbfinale am 12. August bei einem Rückenwind von 0,2 m/s 12,9 s – Karin Balzer (DDR), Finale am 13. August bei Windstille

Elektronisch gemessene Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord13,29 s EM Athen, Griechenland 20. September 1969, rfea.es (spanisch/französisch), S. 55 (PDF, 271 kB), abgerufen am 30. Juli 2022 Europarekord Meisterschaftsrekord Rekordegalisierung / -verbesserungen Der bestehende EM-Rekord wurde einmal eingestellt und dreimal verbessert: Rekordeinstellung: 13,29 s – Annelie Ehrhardt (DDR), dritter Vorlauf am 12. August bei Windstille Rekordverbesserungen: 13,20 s – Karin Balzer (DDR), erstes Halbfinale am 12. August bei einem Gegenwind von 0,8 m/s 13,11 s – Annelie Ehrhardt (DDR), zweites Halbfinale am 12. August bei einem Rückenwind von 0,2 m/s 12,94 s – Karin Balzer (DDR), Finale am 13. August bei Windstille

Vorrunde 12. August 1971, 12:30 Uhr

Die Vorrunde wurde in drei Läufen durchgeführt. Die ersten fünf Athletinnen pro Lauf – hellblau unterlegt – sowie die darüber hinaus zeitschnellste Läuferin – hellgrün unterlegt – qualifizierten sich für das Halbfinale.

Wie es zu dieser Ansetzung von Vorläufen konnte, ist kaum nachvollziehbar. Lediglich siebzehn Hürdensprinterinnen waren am Start, aus denen problemlos die acht Besten – die jeweils ersten beiden eines Laufs plus zwei weitere Zeitschnellste – über drei Vorläufe direkt ins Finale hätten einziehen können. Stattdessen schied aus den angesetzten Rennen eine einzige Teilnehmerin aus. Im zweiten Vorlauf mussten die Athletinnen lediglich das Ziel erreichen, um in die nächste Runde zu gelangen. So zogen die verbliebenen sechzehn Sportlerinnen ins Halbfinale ein.

Vorlauf 1 Wind: ±0,0 m/s Platz Name Nation Offizielle Zeit (s)auf Zehntel gerundet Inoffizielle Zeit (s)exakter Wert 1 Valeria Bufanu 13,5 13,46 2 Teresa Nowak 13,6 13,56 3 Gun Olsson 14,0 14,04 4 Sirkka Norrlund 14,1 14,05 5 Jeanne Schoebel 14,3 14,30 6 Sheila Garnett 15,2 15,15

Vorlauf 2 Wind: ±0,0 m/s Platz Name Nation Offizielle Zeit (s)auf Zehntel gerundet Inoffizielle Zeit (s)exakter Wert 1 Karin Balzer 13,3 CRe 13,30 2 Danuta Straszyńska 13,5 13,50 3 Margit Bach 13,6 13,62 4 Ileana Ongar 14,5 14,51 5 Ingunn Einarsdóttir 15,9 15,92

Vorlauf 3 Wind: ±0,0 m/s Platz Name Nation Offizielle Zeit (s)auf Zehntel gerundet Inoffizielle Zeit (s)exakter Wert 1 Annelie Ehrhardt 13,3 CRe 13,29 CRel e 2 Teresa Sukniewicz 13,4 13,38 3 Tatjana Polubojarowa 13,5 13,53 4 Meta Antenen 13,5 13,54 5 Jacqueline André 14,4 14,44 6 Margaret Murphy 15,1 15,09

Halbfinale 12. August 1971, 18:50 Uhr

In den beiden Halbfinalläufen qualifizierten sich die jeweils ersten vier Athletinnen – hellblau unterlegt – für das Finale.

Lauf 1 Wind: −0,8 m/s Platz Name Nation Offizielle Zeit (s)auf Zehntel gerundet Inoffizielle Zeit (s)exakter Wert 1 Karin Balzer 13,2 CR 13,20 CR 2 Valeria Bufanu 13,3 13,31 3 Teresa Nowak 13,5 13,46 4 Meta Antenen 13,5 13,47 5 Margit Bach 13,8 13,78 6 Jacqueline André 14,1 14,05 7 Sirkka Norrlund 15,6 15,55 Ingunn Einarsdóttir

Lauf 2 mini|hochkant=1.2|Jeanne Schoebel (links) schied als Sechste des zweiten Halbfinals aus Wind: +0,2 m/s Platz Name Nation Offizielle Zeit (s)auf Zehntel gerundet Inoffizielle Zeit (s)exakter Wert 1 Annelie Ehrhardt 13,1 CR 13,11 CR 2 Danuta Straszyńska 13,4 13,39 3 Teresa Sukniewicz 13,4 13,40 4 Tatjana Polubojarowa 13,6 13,56 5 Gun Olsson 13,8 13,80 6 Jeanne Schoebel 14,1 14,11 7 Ileana Ongar 14,5 14,45 8 Margaret Murphy 15,2 15,20

Finale

13. August 1971, 18:00 Uhr

Wind: ±0,0 m/s Platz Name Nation Offizielle Zeit (s)auf Zehntel gerundet Inoffizielle Zeit (s)exakter Wert 1 Karin Balzer 12,9 CR 12,94 CR 2 Annelie Ehrhardt 13,0 12,96 3 Teresa Sukniewicz 13,2 13,21 4 Danuta Straszyńska 13,3 13,34 5 Meta Antenen 13,4 13,35 6 Teresa Nowak 13,5 13,46 7 Valeria Bufanu 13,5 13,47 8 Tatjana Polubojarowa 13,7 13,69

Weblinks Helsinki European Championships, european-athletics.org, abgerufen am 30. Juli 2022 10th European Championships Zürich 2014 – Statistics Handbook, European Championship 1971 HELSINKI 10th-15th August 1971, Women 100 metre hurdles, slidelegend.com (englisch), S. 418 (PDF, 13.623 kB), abgerufen am 30. Juli 2022 Women 100m Hurdles Athletics European Championships 1971 Helsinki (FIN), todor66.com, abgerufen am 30. Juli 2022 Track and Field Statistics, EM 1971, trackfield.brinkster.net, abgerufen am 30. Juli 2022 10. Leichtathletik-Europameisterschaften 1971 in Helsinki, Finnland, ifosta.de, abgerufen am 30. Juli 2022

Video EUROPEI DI HELSINKI 1971 100 HS KARIN BALZER, youtube.com, abgerufen am 30. Juli 2022

Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Wettbewerb der Leichtathletik-Europameisterschaften 1971