mini| mini|Farbholzschnitt von Utagawa HiroshigeAus der Serie “Hundert Ansichten berühmter Orte in verschiedenen Provinzen” (). Der Kasamori-ji (), auch Kasamori Kannon () genannt, mit dem Bergnamen Daihisan (), ist ein Tempel der Tendai-Richtung des Buddhismus in Chōnan, Präfektur Chiba, Japan. In der traditionellen Zählung ist er der 31. der 33 Tempel der Kantō-Region.
Geschichte Der Kasamori-Tempel geht auf das Jahr 784 zurück, als Priester Saichō, der Gründer der Tendai-Richtung des Buddhismus, in diese Gegend kam, eine elfköpfige Kannon schnitzte und sie zur Verehrung aufstellte. Die Haupthalle wurde 1028 auf Wunsch des Kaisers Go-Ichijō über einer Felskuppe errichtet. Bei der Reparatur des Gebäudes im Jahr 1960 fand man eine in schwarzer Tusche verfasste Inschrift: nach ihr stammt das gegenwärtige Gebäude aus der Momoyama-Zeit.
Ein Gedenkstein erinnert daran, dass der Dichter Matsuo Basho 1682 den Tempel besuchte und darüber einen Haiku verfasste, etwa „Unterm Frühlingsregen fand ich diesen Kasamori“.Samidare ni | kono Kasamori wo | sashimogu sa (). Dieser Basho zugeschriebene Haiku findet sich nicht im Standardwerk zu Bashos Haiku, „Basho Kushū“ (Verlag Shincho, 1982), herausgegeben vom Basho-Spezialisten Universitätsprofessor Kon Eizō (* 1924).
Anlage Die Haupthalle () ist als Wichtiges Kulturgut registriert. Sie ist an der Vorderseite 5 Ken (etwa 9 m) breit und 4 Ken (etwa 8 m) tief. Der Vorbereich () ist aus rohem Holz gezimmert. das Gebäude steht auf hohen Pfeilern über dem Felsen und ist über eine lange, gewinkelte Treppe zu erreichen.
Schätze des Tempels Zu den Schätzen gehören eine mit Pflanzen verzierte Hängelampe aus Kupfer (), die als Wichtiges Kulturgut registriert ist, eine Kupferschelle (), eine klingende Steinplatte () aus dem Jahr 1426, beides Kulturgüter der Präfektur, und vieles andere mehr. Die Tempelschätze werden im Zentralmuseum der Präfektur Chiba () aufbewahrt.
Anmerkungen
Literatur Chiba-ken kotogakko Kyoiku kenkyukai rekishi bukai (Hrsg.): Kasamori-Kannon. In: Chiba-ken no rekishi sampo. Yamakawa Shuppan, 2006. ISBN 978-4-634-24612-6. S. 237, 238.
Weblinks Website des Tempels, japanisch, kurz auch auf Englisch
Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Chiba Kategorie:Erbaut in den 780er Jahren