Hermann Frenkel (* 21. Mai 1850 in Danzig; † 26. Mai 1932 in Berlin) war ein deutscher Bankier und Unternehmer, Teilhaber des Bankhauses Jacquier & Securius und ab 1923 Geschäftspartner von Friedrich Minoux. Er gehörte zu den Gründern der Universum Film AG.Ingo Köhler: Die „Arisierung“ der Privatbanken im Dritten Reich. Verdrängung, Ausschaltung und die Frage der Wiedergutmachung. C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-53200-4, S. 315.Klaus Kreimeier: Die Ufa-Story. Geschichte eines Filmkonzerns. Hanser, München / Wien 1992, ISBN 3-446-15214-8, S. 29(?). Er wurde mit dem Ehrentitel eines Geheimen Kommerzienrats ausgezeichnet.
Leben Frenkel, Sohn des Bankiers S. Frenkel und dessen Ehefrau Caroline Frenkel geb. Meyer (1821–1901), machte eine Banklehre bei Alex & Rosenthal in Berlin und bei der Deutsche Bank AG, deren Prokurist er wurde. 1872 kam er als Direktor zur Berliner Commerz- und Wechselbank und war seit 1878 Teilhaber des 1817 gegründeten Bankhauses Jacquier & Securius. Er gehörte zahlreichen Wirtschaftsgremien und Aufsichtsräten an, war Mitglied des Ältestenkollegiums der Kaufmannschaft von Berlin und nahm das Amt des Schatzmeisters des Kaiserin-Auguste-Viktoria-Hauses zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit wahr. 1901 wurde er zum Kommerzienrat und 1909 zum Geheimen Kommerzienrat ernannt. 1929 wurde er Mitglied des Zentralausschusses der Reichsbank.
Frenkel war mit Henriette Pinkuss (1859–1934) verheiratet.
Hermann Frenkel war auch ein bekannter Kunstsammler, der sich auf deutsche, französische und spanische Gemälde des 19. Jahrhunderts sowie auf niederländische Werke aus dem 17. und dem venezianischen 18. Jahrhundert konzentrierte.Sven Kuhrau: Der Kunstsammler im Kaiserreich. Kunst und Repräsentation in der Berliner Privatsammlerkultur. Verlag Ludwig, Kiel 2005, ISBN 3-937719-20-2, S. 273. Seine Erben verkauften den größten Teil der Sammlung im Oktober 1932.Kunstsalon Paul Cassirer (Hrsg.): Bilder und Kunstgegenstände aus dem Nachlass Geheimrat Hermann Frenkel, aus Berliner Privatsammlungen, der Faustzyklus von Lovis Corinth, Sammlung Dr. S., Berlin. Berlin 1932. Einige Werke wurden nicht verkauft, darunter ein Stillleben von Frans Snyders, das sich seit 1938 im Kunstpalast in Düsseldorf befindet.
Einzelnachweise
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