mini|Edward und Marian MacDowell, um 1905 Edward Alexander MacDowell (* 18. Dezember 1860 in New York City; † 23. Januar 1908 ebenda) war ein bedeutender US-amerikanischer Komponist und Pianist. Er gehörte zu den ersten sieben Mitgliedern der American Academy of Arts and Letters.

Leben MacDowell erhielt eine Klavierausbildung bei Teresa Carreño und studierte ab 1876 in Paris bei Antoine François Marmontel und Marie-Gabriel-Augustin Savard, in Wiesbaden bei Louis Ehlert sowie bei Joachim Raff und Carl Heymann an Dr. Hoch’s Konservatorium (Frankfurt am Main). 1888 kehrte er in die USA zurück.

Acht Jahre arbeitete er als Komponist und Pianist mit dem Boston Symphony Orchestra zusammen. 1896 wurde er der erste Professor für Kunst und Musik an der Columbia University in New York City.

Er wurde 1896 zum Mitglied der American Academy of Arts and Letters. Im gleichen Jahr kaufte er zusammen mit seiner Ehefrau Marian MacDowell eine Farm in Peterborough, New Hampshire auf der sie des Sommers kreativ tätig wurden. MacDowell gab einmal an, dass er in der friedlichen Umgebung mehr und bessere Musik komponiert hätte und brachte seiner Frau gegenüber zum Ausdruck, dass er wünschte, dass andere Künstler ebenso wie er eine Zeit lang dieses Privileg bekämen. Seine Frau und er entwickelten diese Idee, die auf nationaler Ebene als Peterborough Idea bekannt wurde und 1906 wurde zu Ehren MacDowells ein Fund gegründet der die Umsetzung dieser Idee finanziell ermöglichte. Diesen Fund unterstützten bekannte Persönlichkeiten, wie z. B. der ehemalige Präsident Grover Cleveland, der Industrielle Andrew Carnegie und der Privatbankier John Pierpont Morgan. Bis zum Jahr 2020 war die Institution unter dem Namen MacDowell Colony bekannt und nennt sich seitdem einfach nur MacDowell.

Seine Bekanntheit basiert vor allem auf seinen Klavierwerken, unter anderem mit Vertonungen von Gedichten deutscher Lyriker wie Heinrich Heine und Johann Wolfgang Goethe.

Werke (Auswahl) Orchester Klavierkonzert Nr. 1 in a-Moll, op. 15 (1884)Angaben nach: Hamlet and Ophelia, op. 22 (1885) Klavierkonzert Nr. 2 in d-Moll, op. 23 (1890) Lancelot and Elaine, op. 25 (1888) Lamia, op. 29 (1908) Suite Nr. 1, op. 42 (1891) Suite Nr. 2 Indian Suite, op. 48 (1897)

Klavier Second modern suite, op. 14 (1883) Forest Idyls (Wald-Idyllen), op. 19 (1884) Sechs Idyllen nach Goethe, op. 28 (1887, rev. 1901) Sechs Gedichte nach Heine, op. 31 (1887, rev. 1901) Sonate Nr. 1 Tragica in g-Moll, op. 45 (1893) Sonate Nr. 2 Eroica in g-Moll, op. 50 (1895) Woodland Sketches (Amerikanische Wald-Idyllen), op. 51 (1896) Sonate Nr. 3 Norse in d-Moll, op. 57 (1900) Sonate Nr. 4 Keltic in e-Moll, op. 59 (1900) New England Idyls, op. 62 (1902)

Literatur

Weblinks

The MacDowell Colony, Offizielle Website (engl.) Weitere Informationen zur Colony (engl.) (Public Domain Klaviernoten) "To a Wild Rose" Klaviernoten kostenlos als PDF & MIDI

Einzelnachweise

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