Die Liste der Stolpersteine in Lamspringe enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Lamspringe verlegt wurden. Mit ihnen soll der Opfer des Nationalsozialismus gedacht werden, die in Lamspringe lebten und wirkten. Bei bisher einer Verlegung im September 2013 wurden vier Stolpersteine verlegt. (Stand: Juni 2019)

Liste der Stolpersteine Bild Person, Inschrift Adresse Verlegedatum Anmerkung 120px|Stolperstein Werner Rosenberg (Lamspringe) Hier wohnteMax RosenbergJg. 1882deportiert 1942Rigaermordet 17.2.1945Buchenwald Hauptstraße 35 Max Rosenberg wurde am 1. Januar 1882 in Schmalleningken geboren. Er war seit 31. Juli 1926 mit Else Rosenberg verheiratet und hatte mit ihr zwei Kinder. Sie lebten in Lamspringe und führten dort ein Geschäft, das während der Novemberpogrome 1938 verwüstet wurde. Er wurde kurz darauf inhaftiert und plante deshalb die Flucht nach Palästina. Am 5. September 1939 zog die Familie von Lamspringe nach Hannover-Linden, während die Kinder in der Israelitischen Gartenbauschule Ahlem untergebracht waren. Am 4. September 1941 musste die Familie in das „Judenhaus“ in der Körnerstraße 24a umziehen. Am 15. Dezember 1941 wurde er von der Sammelstelle Ahlem aus in das Ghetto Riga deportiert und kam dann in das KZ Stutthof. Am 16. August 1944 wurde er in das KZ Buchenwald verlegt. Max Rosenberg starb am 17. Februar 1945 im Außenlager Bochum des KZ Buchenwald. Die Namen aller vier Familienmitglieder sind auf dem Mahnmal für die ermordeten Juden Hannovers verzeichnet.Familie Max und Else Rosenberg – Lebensraum Linden Navigator In: lebensraum-linden.de, abgerufen am 26. Juni 2019.Axel Christoph Kronenberg: Familie Rosenblatt-Rosenberg In: vernetztes-erinnern-hildesheim.de, abgerufen am 26. Juni 2019. 120px|Stolperstein Werner Rosenberg (Lamspringe) Hier wohnteElse Rosenberggeb. RosenblattJg. 1899deportiert 1942Rigaermordet 5.12.1944Stutthof Else Rosenberg wurde am 7. Oktober 1899 als Else Rosenblatt in Lamspringe geboren. Sie war seit 31. Juli 1926 mit Max Rosenberg verheiratet und hatte zwei Kinder. Mit ihrem Mann betrieb sie das elterliche Textilgeschäft. Am 15. Dezember 1941 wurde sie von der Sammelstelle Hannover-Ahlem in das Ghetto Riga deportiert und kam in das KZ Stutthof, wo sie am 5. Dezember 1944 starb. 120px|Stolperstein Werner Rosenberg (Lamspringe) Hier wohnteEdith RosenbergJg. 1927deportiert 1942Rigaermordet 7.12.1944Stutthof Edith Rosenberg wurde am 4. Oktober 1927 als Tochter von Max und Else Rosenberg in Lamspringe geboren. Ab 9. Dezember 1938 war er in der Israelitischen Gartenbauschule Ahlem. Am 15. Dezember 1941 wurde sie in das Ghetto Riga deportiert und kam mit ihrer Mutter in das KZ Stutthof, wo sie am 7. Dezember 1944 starb. Sie war zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre alt. 120px|Stolperstein Werner Rosenberg (Lamspringe) Hier wohnteWerner RosenbergJg. 1929deportiert 1942Rigaermordet 12.5.1944Auschwitz Werner Rosenberg wurde am 17. August 1929 als Sohn von Max und Else Rosenblatt in Lamspringe geboren. Ab 9. Dezember 1938 war er in der Israelitischen Gartenbauschule Ahlem. Am 15. Dezember 1941 wurde er in das Ghetto Riga deportiert und kam in das Vernichtungslager Auschwitz, wo er am 12. Mai 1944 ermordet wurde. Er war zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt.

Verlegungen 19. September 2013: vier Stolpersteine an einer AdresseGedenken an Familie Rosenberg In: leinetal24.de, abgerufen am 26. Juni 2019.

Siehe auch Stolpersteine in Deutschland Stolpersteine in Niedersachsen

Weblinks

stolpersteine.eu

Einzelnachweise

Lamspringe Stolpersteine